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recht.de • Thema anzeigen - Brüstungshöhe anders als geplant
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 Betreff des Beitrags: Brüstungshöhe anders als geplant
BeitragVerfasst: 20.11.16, 16:49 
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Hallo,

beim Bau passieren schon kleinere Pannen. Herr A hat mit mit einer Baufirma ein Haus gebaut.
Den Architekten hatte die Baufirma vermittelt, Herr A hat sein Honorar extra bezahlt.
Der Architekt hat den Bauantrag bearbeitet und alles mit Herrn A besprochen, der den Antrag auch unterschrieben hat.
Nun gibt es folgende Abweichungen von der Bauantragsplanung. Bei drei Fenstern im EG wurde die Brüstungshöhe von geplanten 94,5cm auf 112,5cm verändert.
Nun würde Herr A gerne wissen, ob das ein Sachstand ist, die Baufirma in die Verantwortung zu nehmen oder ob der Architekt der Ansprechpartner ist und ob das ein Grund für die Kürzung der letzten Rate (nach Übergabe) sein kann.

Mfg frase


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 18:06 
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Hallo,

frase hat geschrieben:
Bei drei Fenstern im EG wurde die Brüstungshöhe von geplanten 94,5cm auf 112,5cm verändert.
Nun würde Herr A gerne wissen, ob das ein Sachstand ist, die Baufirma in die Verantwortung zu nehmen oder ob der Architekt der Ansprechpartner ist
Sie sollten bedenken: die Leser des Forums waren nicht dabei und haben nur die Informationen, die Sie hier mitteilen. Es ist nicht ersichtlich, wer für die Änderung verantwortlich ist. Ging im Vorfeld eine Mitteilung an den Bauherrn, dass von der geplanten Brüstungshöhe abgewichen wird, oder hat der Bauherr selber nachgemessen und dabei erstmalig die Abweichung festgestellt? Unterscheidet sich die Brüstungshöhe dieser 3 Fenster also von der Einbauhöhe der anderen Fenster? Und sind diese 3 Fenster dann in der Horizontale kürzer als im Plan oder wurden die Fenster insgesamt nach oben versetzt?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 18:24 
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Hallo,

Herr A hat es wohl selber gemessen und die Abweichung festgestellt. Er wurde nicht über die Abweichung informiert.
Es wurden alle Fenster im EG von 94,5cm nach oben auf 112,5cm Brüstungshöhe gesetzt. Hier weichen auch die Zeichnungen der Ausführungsplanung von den Maßen im Bauantrag ab. Die Fenster wurden von in der Oberkannte an die anderen Fenster angepasst. Optisch von außen also kein Makel. Auch die Größe der Fenster entspricht der Baubeschreibung.
Nur die Einbauküch kann nun mit der Arbeitsplattenhöhe nicht mehr gut am Fenster angepasst werden.

MfG
frase


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 18:38 
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Wie weit ist der Bau? Estrich schon drin?


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 18:46 
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Ja, es geht um die Endabnahme und damit auch im die Schlussrate.

MfG
frase


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BeitragVerfasst: 21.11.16, 09:18 
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Wenn die Bauausführungsplanung vom Architekten stammt und der da offenbar schon der Baufirma falsche Vorgaben gemacht hat, die die Baufirma dann so exakt umgesetzt hat, dann wäre wohl der Architekt der Ansprechpartner und nicht die Baufirma. Ist die Bauausführungsplanung vom Kunden A gegengezeichnet worden?


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BeitragVerfasst: 21.11.16, 10:25 
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Zitat:
Die Mehrzahl der Bundesländer legt in der Landesbauordnung eine Mindesthöhe von 100 cm fest. Ab einer Absturzhöhe von 12 m muss die Brüstungshöhe mindestens 110 cm betragen.

Vermutlich hätten 94,50 cm nicht ausgereicht. Die Frage wäre zu klären, was für ein Mindestmaß zulässig ist. (Bundesland abhängig s. Landesbauordnung des betroffenen Bundeslandes)
Weiterhin hätte die Planungsänderung nicht nur Architekt und das ausführendes Unternehmen unter sich klären müssen, sondern - so denke ich - hätte man den Bauherrn bei "Entdeckung" der Fehlplanung bereits informieren müssen.


Zuletzt geändert von Zafilutsche am 21.11.16, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.11.16, 10:30 
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Zafilutsche hat geschrieben:
Vermutlich hätten 94,50 cm nicht ausgereicht. Die Frage wäre zu klären, was für ein Mindestmaß zulässig ist. (Bundeslandabhängig)
Im EG gibt es keine baurechtliche Forderung. :lachen:
Da fällt man nicht so weit. :wink:

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BeitragVerfasst: 21.11.16, 10:40 
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Mein "EG" befindet sich nicht auf "Erdhöhe". Dort könnte ein Sturz ohne Brüstung theoretisch mit Verletzungen enden. :oops:


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BeitragVerfasst: 21.11.16, 11:02 
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Trotz alledem ist die Gebäudeklasse 1 diesbezüglich ausgenommen, da hier die Verantwortung allein beim Eigentümer liegt.

Des weiteren fordert die MBO bei Brüstungen bis 12m nur 80cm.
Weiterhin sind die von Ihnen aufgeführten Höhen nur die Höhen der Arbeitsstättenrichtlinie.
Die MBO fordert nur 90cm bis 12m und darüber 110cm

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BeitragVerfasst: 21.11.16, 11:17 
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@ktown :oops: Habe ich wichtige Informationen überlesen?
Wieso MBO?
Woher ist die Klassifizierung bzw die Einstufung nach Gebäudeklasse 1 gekommen?
Wissen Sie mehr?


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BeitragVerfasst: 21.11.16, 11:42 
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OK ich gehe davon aus, dass der TE kein Gebäude der Klasse 2-5 baut.
Weiterhin nehme ich die MBO als Grundlage, da die Brandenburgische Bauordnung sich nicht über Brüstungshöhe detailliert auslässt.

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BeitragVerfasst: 21.11.16, 12:25 
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Vielleicht kann Frase ja zur Aufhellung beitragen?
Fraglich wäre: Steht das zur Abnahme bereite Objekt in Brandenburg?
Für Wann genau ist/war die Schluss Abnahme?
In welche Gebäudeklasse ist das Objekt eingestuft?
Wohin gehend hat sich der Architekt und wie hat sich die Bauausführende Fa. geäußert?


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BeitragVerfasst: 23.11.16, 07:51 
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Danke für Eure Kommentare.

Herr A hat in Land Brandenburg gebaut. Einfamilienhaus ohne Keller und normaler Geländelage.
Die Ausführungsplanung wurde nicht gegengezeichnet und der Bauherr auch nicht über die Abweichung informiert.
Der Fehler ist Herrn A erst vor dem Kücheneinbau aufgefallen.
Die Abnahme soll am 1.12. erfolgen. Der Bauträger wurde informiert, hat sich aber noch nicht geäußert.
Herr A würde gerne Wissen, ob eine Kürzung der Abschlussrate gerechtfertigt ist, wenn ja, in welcher Höhe?
Was sollte Herr A bei der Bauabnahme beachten, hinsichtlich dieser Abweichung?
Eine nachträgliche Veränderung steht hier wohl in keinem Verhältnis zum "Schadenersatz".

MfG
frase


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BeitragVerfasst: 23.11.16, 07:56 
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frase hat geschrieben:
Herr A würde gerne Wissen, ob eine Kürzung der Abschlussrate gerechtfertigt ist, wenn ja, in welcher Höhe?
Grundsätzlich ist ein Bauherr, bei offensichtlichen Mängeln berechtigt, nach Aufforderung, mit Fristsetzung, zur Behebung des Mangels, den Preis zu mindern.
In welcher Höhe und ob überhaupt, kann nur ein ortskundiger Sachverständiger in Zusammenarbeit mit einem Anwalt bestimmen.
frase hat geschrieben:
Was sollte Herr A bei der Bauabnahme beachten, hinsichtlich dieser Abweichung?
Die Mängel sollten aktenkundig dokumentiert werden.

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