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recht.de • Thema anzeigen - Vorsorgevollmacht und Hausverkauf
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BeitragVerfasst: 12.05.17, 09:37 
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Registriert: 07.02.11, 10:12
Beiträge: 90
gitta. hat geschrieben:
In diesem fiktiven Fall hat die Tochter nun leider keinen anderen Ausweg gesehen, als beim Betreuungsgericht nun doch die "Entmündigung" ihrer Mutter zu beantragen, also die Betreuung und den Erlass eines Einwilligungsvorbehaltes nach § 1903 BGB.

Kleiner Tipp. Wenn die Demenz der Mutter soweit vorangeschritten ist, dass für "Jedermann die Geschäftsunfähigkeit erkennbar ist", ist der Einwilligungsvorbehalt nicht mehr notwendig. Somit wäre wieder die rechtliche Betreuung unnötig und man kann wieder mit Vorsorgevollmacht betreuen.

Einwilligungsvorbehaltes selbst geht halt nur mit rechtlicher Betreuung, und diese ist "aufwändiger" als mit Vorsorgevollmacht.

Im übrigen ist Geld abheben, verstecken und nicht mehr finden in der "Übergangszeit" völlig "normal".

Die Bank würde ich jetzt schon über die Geschäftsunfähigkeit informieren. Die machen schnell das Konto dicht damit nachher keiner sagen kann "ihr wurdet informiert".


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BeitragVerfasst: 16.05.17, 09:32 
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Registriert: 18.05.07, 06:57
Beiträge: 505

Themenstarter
Danke für den Tipp, aber die Banken machen die Konten erst dicht, wenn die Betreuer-Bestellung vom Amtsgericht vorliegt.
Auch wenn die Bankmitarbeiter inoffiziell Bereitschaft erklärt haben, die Tochter zu informieren, wenn die Mutter wieder hohe
Geldbeträge bestellt, die Auszahlung würden sie nicht verweigern.

Und auch wenn die Verwirrtheit bzw. die fehlenden Merkfähigkeit für jeden erkennbar ist, wie könnte man beweisen, dass die
Vertragspartner dies bemerkt haben, wenn diese das Gegenteil behaupten.

Sicher wäre alles nur mit der Vorsorgevollmacht sehr viel leichter, aber die Gefahr, dass sehr hohe Geldbeträge tatsächlich verschwinden und
nicht nur versteckt wurden, doch recht hoch.

Auch die Gefahr, dass die Mutter bei der "Bank", an deren Auszahlungsschalter man auch Briefmarken kaufen kann, und wo meistens viele Kundin in der Warteschlange stehen und mithören können, was am Schalter besprochen wird, also jede Auszahlung mitbekommen, hohe Geldbeträge abholt und evtl. auf dem Nachhauseweg dann überfallen wird, ist nicht so ganz abwegig.

Gibt es denn die Möglichkeit, die Betreuung wieder aufzuheben, wenn die Demenz weiter fortschreitet und die Mutter nicht mehr so "aktiv" ist, also kein Interesse mehr an Verträgen, Bankgeschäften usw. hat ? Dass dann evtl. wieder ausschließlich mit der Vorsorgevollmacht gearbeitet wird ?
Oder gilt, einmal Betreuung wegen Demenz, immer Betreuung ?


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