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recht.de • Thema anzeigen - Rechtl. Möglichkeiten um geg. Softwarehersteller vorzugehen?
Aktuelle Zeit: 26.04.17, 12:39

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BeitragVerfasst: 09.04.17, 09:00 
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Beiträge: 128
Hi!
Habe das meisteverbreitetste Betriebssystem auf meinem Arbeitsrechner laufen. Vor einer Woche hatte
das BS bei einem Kopiervorgang einen Fehler und lässt sich seit dem nicht mehr starten. Wie sind meine
Möglichkeiten den Hersteller dafür haftbar zu machen?
Ich gehe davon aus, dass es ein Designfehler des BS ist. Es würde mich mindestens einen Arbeitstag
kosten, den Rechner neu einzurichten.


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BeitragVerfasst: 09.04.17, 10:26 
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Beiträge: 767
Man Beweise, dass ein Designfehler des Betriebssystems schuld ist und welcher in € bezifferbare Schaden entstanden ist. Die privat aufgewendete Zeit ist dabei nicht schadensersatzfähig und wichtige Daten hatte man ja sowieso per Backup gesichert.


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BeitragVerfasst: 09.04.17, 10:47 
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Beiträge: 15425
Wohnort: Auf diesem Planeten
Flowjob hat geschrieben:
Man Beweise, dass ein Designfehler des Betriebssystems schuld ist
man erweitere diese Beweiskette darauf, dass nicht eine andere Software dieses Problem heraufbeschworen hat. Der Ersteller des Betriebssystems ist nicht verantwortlich für die fehlende Kompatibilität zwischen sich und anderen Komponenten.

_________________
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit." Zitat Mark Twain


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BeitragVerfasst: 09.04.17, 11:21 
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Registriert: 24.04.08, 15:35
Beiträge: 128

Themenstarter
Ok. Der Beweis ist wegen closed-source ausgeschlossen. Das bedeutet der Hersteller ist grundsätzlich aus dem Schneider.
Den Schaden kann ich beziffern. Und zwar mit der Arbeitszeit, die ich brauche um weiter arbeiten zu können.
Um Nutzdaten geht es nicht. DIe sind gesichert. Aber das Arbeitsgerät fällt als solches aus.

Das ist ja eine angenehme Lage, die man als Softwarehersteller so hat. Man haut einfach irgendwas raus und im Zweifel
gilt für den Angeklagten. Beweisführung dagegen unmöglich. Geil. :evil:


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BeitragVerfasst: 09.04.17, 11:34 
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Registriert: 06.06.10, 19:51
Beiträge: 1677
Gebrandmarkter hat geschrieben:
Aber das Arbeitsgerät fällt als solches aus.
Dann hat man entweder ein zweites Arbeitsgerät, mit dem man zwischenzeitlich weiter arbeiten kann, ein besseres Backupkonzept, bei dem es nicht einen ganzen Tag dauert, bis man wieder arbeitsfähig ist, oder es ist dann doch nicht so schlimm.


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BeitragVerfasst: 09.04.17, 11:42 
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FDR-Moderator

Registriert: 31.01.05, 08:14
Beiträge: 15425
Wohnort: Auf diesem Planeten
Gebrandmarkter hat geschrieben:
Das bedeutet der Hersteller ist grundsätzlich aus dem Schneider.
Wenn sie es so wollen, können sie den Vorwurf jedem Softwarehersteller, jedem Lieferanten von kompletten PC's jedem Hardwarehersteller und ihnen selbst vorwerfen, weil jeder letztlich verantwortlich ist, wie das Zusammenspiel von Hard- und Software passt.

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BeitragVerfasst: 09.04.17, 12:53 
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Registriert: 15.03.16, 08:56
Beiträge: 314
Ich sehe es ebenfalls so.

Man wird dem Softwarehersteller die Schuld am "Schaden" nicht nachweisen können.

Ein anständiges Backup wäre selbst bei Aufwändigen Systemen in 1-2 Stunden eingespielt und so hätte man den Schaden wesentlich geringer halten können.

Wer sagt denn das am Ende nicht doch ein Hardwarebauteil "Schuld" am Systemabsturz war. Z.B. ein einbrechender Datenstrom über einen der vielen Controller con CPU / RAm / Laufwerk.
Kurzzeitiger Einbruch der Versorgungsspannung im Netzstrom ( hier hätte der Anwender mit einer USV vorsorgen können )
Kurzzeitiger Einbruch der Versorgungsspannung durch einen Fehler im Netzteil oder gealterte Spannungsregler auf dem Mainboard.


und und und


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BeitragVerfasst: 10.04.17, 11:38 
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Registriert: 02.03.16, 15:55
Beiträge: 334
Das einzige in Frage kommende wäre eine Produzentenhaftung §§ BGB 823 ff.

Dabei ist zu beachten, dass man sich trefflich streitet ob Software eine bewegliche Sache ist und somit unter das Produkthaftungsgesetz fällt.
Die Gerichte urteilen unterschiedlich, besonders im Hinblick auf Standardsoftware (Fenster, CRM, CAD usw.).

Geht man davon aus, dass man sich an eine Gericht wendet, dass diese Frage unkritisch betrachtet, so kann man versuchen

1)einen Konstruktionsfehler des Produktes zu finden.

Seine Haftung ist aber ausgeschlossen, wenn das Produkt

2) in ein anderes Produkt integriert wurde, durch das der Fehler hervorgerufen wurde.

Kann man das erste beweisen und das zweite dem Gericht sicher argumentativ auschließen?

Übrigens: Der "grosse Hersteller" leistet Support, also Endkundenhunterstützung. Dies ist eine Nachbesserungsversuch, den man zunächst gewähren muss,
so wie bei anderen Sachen auch.


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BeitragVerfasst: 17.04.17, 19:06 
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Registriert: 14.09.04, 15:23
Beiträge: 5086
Gebrandmarkter hat geschrieben:
Ok. Der Beweis ist wegen closed-source ausgeschlossen.
Das bedeutet der Hersteller ist grundsätzlich aus dem Schneider.

Unsinn.

Zitat:
Den Schaden kann ich beziffern. Und zwar mit der Arbeitszeit, die ich brauche um weiter arbeiten zu können.

Also ist die Schadenshöhe 0 Euro?


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