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recht.de • Thema anzeigen - Immobilienschenkung / Änderung im Grundbuch und Mitteilung
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BeitragVerfasst: 18.11.17, 08:37 
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Im Jahre 2011 könnte zwecks vorweggenommerner Erbfolge eine Immobilie mittels notariellem Schunkungsvertrag von den Großeltern an den Enkel übertragen worden sein. Die Pflichtteilsberechtigte Kinder der Großeltern verzichteten in diesem Notarvertrag gegen Zahlung von Summe x auf ihre Pflichtteils. bzw. Pflichtteilsergänzungsansprüche bezüglich dieser Immobilienübertragung. Die Zahlungen wurden vom Enkel an die Pflichtteilsberechtigten geleistet.
Der Enkel ist seit 2011 Alleineigentümer der Immobilie.
Für die Großeltern wurde ein lebenslanges Wohnungsrecht (nicht übertragbar) sowie eine Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch Abt. 2 eingetragen.
Im gleichen Jahr 2011 strab leider bereits der Opa und im Jahr 2016 leider die Oma.
Alleinerbin ist gemäß Testamentseröffnung nur ein Abkömmling der beiden Großeltern. Die anderen Abkömmlinge wurden enterbt.

Der Enkel beantragte Ende 2017 nun beim Grundbuchamt die Löschung der Lasten und Beschränkungen (Wohnungsrecht und Rückauflassungsvormerkung) für die Immobilie in Abt. 2.
Die Löschung ist durch das Grundbuchamt auch erfolgt und wurde dem Enkel als Alleineigentümer auch mitgeteilt.

Nach der Löschungsmitteilung meldete sich auch die Alleinerbin und informierte den Enkel, dass sie auch eine Mitteilung vom Grundbuchamt über die Löschung erhalten hat und was Sie jetzt damit tun soll.

Vielleicht kann mir jemand folgende Frage/Fragen beantworten.
Warum schickt das Grundbuchamt auch eine Mitteilung an die Alleinerbin heraus, wenn sich die Immobilien schon seit 2011 im Alleineigentum von dem Enkel befindet?
Werden darüber auch noch andere Personen, also z.B. die enterbeten Abkömmlinge, vom Grundbuchamt über die Änderung im Grundbuch benachrichtgt?


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BeitragVerfasst: 18.11.17, 10:47 
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Die Alleinerbin ist als Rechtsnachfolger der Berechtigten aus der Rückauflassungsvormerkung über die Löschung dieses Rechts durch das Grundbuchamt durch Übersendung einer Eintragungsnachricht zu informieren.

Hintergrund ist, dass die nunmehr gelöschte Vormerkung noch einen zu Lebzeiten entstandenen, aber bis zum Tod des Berechtigten nicht mehr durchgesetzten und nach § 1922 BGB auf die Erben übergegangenen Übertragungsanspruch sichern könnte. Ist dies der Fall, bestünde für den Alleinerben unmittelbarer Handlungsbedarf. Ansonsten knicken, lochen und abheften oder zum Altpapier damit.

Weitere Personen, ausser dem Eigentümer, erhalten keine Eintragungsnachricht.

_________________
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 21.11.17, 09:44 
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Vielen Dank für die Info khmlex. Die Erläuterungen sind für mich nachvollziehbar.

Es wurden auch weitere Personen, nämlich die enterbten Abkömmlinge, vom Grundbuchamt über die Änderung im Grundbuch benachrichtgt.
Warum informiert die Grundbuch auch die Pflichtteilsberechtigten über diese Löschung?


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BeitragVerfasst: 21.11.17, 20:02 
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Zitat:
Es wurden auch weitere Personen, nämlich die enterbten Abkömmlinge, vom Grundbuchamt über die Änderung im Grundbuch benachrichtgt.
Warum informiert die Grundbuch auch die Pflichtteilsberechtigten über diese Löschung?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Woher soll das Grundbuchamt wissen, wer die Pflichtteilsberechtigten sind?


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BeitragVerfasst: 22.11.17, 12:23 
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Beiträge: 7

Themenstarter
Das Grundbuchamt hat einfach ALLE Abkömmlinge über die Änderung/Löschung im Grundbuch benachrichtigt.
Das Grundbuchamt hat nicht unterschieden zwischen denen die Erben sind und denen die vom Erbe ausgeschlossen wurden.


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BeitragVerfasst: 22.11.17, 15:49 
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Registriert: 02.05.09, 18:01
Beiträge: 5584
Wohnort: Leverkusen
Diese Information hätte bereits im Eröffnungsbeitrag kommen müssen!

Das Grundbuchamt hat dann alle ihr bekannten Beteiligte informiert, die durch durch die Löschung des Recht betroffen sein könnten. Grundlage ist die Grundbuchordnung. Den Grund habe ich bereits im Beitrag vom 18.11.17, 10:47 Uhr, genannt.

_________________
Gruß
khmlev


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