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recht.de • Thema anzeigen - Auflösung Erben-Gemeinschaft
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 Betreff des Beitrags: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 27.11.16, 17:46 
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Hallo liebe Gemeinde,

Eine Frage generell, wenn eine aus 4 Personen bestehende Erben-gemeinschaft diese nun auflösen will, wobei sich alle einig sind, und der Notartermin nun ansteht, sind nach dem Termin alle Verpflichtungen unmittelbar an dem Tag abgeschlossen, oder ist solch ein Termin nur eine Art vorläufige Festlegung, und Grundbuchänderung erfolgt erst Monate später sowie die Verpflichtungen bleiben noch eine Weile bestehen?

lieben Dank schon mal für eure Hilfe


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 Betreff des Beitrags: Re: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 27.11.16, 18:00 
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Beiträge: 8873
Welche Verpflichtungen meinen Sie?

Z.B. sind Mieteinnahmen geflossen, dann muss die Erbengemeinschaft eine Steuererklärung abgeben. Diese Pflicht zur Steuererklärung muss für die Jahre, in denen die Erbrngemeinschaft bestand, erfüllt werden. Auch wenn die Erbengemeinschaft mittlerwrile aufgelöst wurde.

_________________
Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 27.11.16, 18:07 
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Registriert: 27.09.06, 19:00
Beiträge: 35

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Wohnort: Südhessen
Verzeihung, das habe ich vergessen. Das Haus steht leer (6 Monate), einer der Erben nimmt das Haus. Vermietet wurde es nicht. Das Haus wurde teilweise genutzt von demjenigen, der bereits vor 4 Monaten auch die mündliche Zusage dazu gegeben hat, jetzt soll es nur amtlich gemacht gemacht. Geteilt haben wir jedoch alle Kosten bis dahin wie Strom, Grundstückssteuer, Wasser usw..

Werden dann die Notarkosten eigentlich auch noch in der Erbengemeinschaft aufgeteilt?

beste Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 27.11.16, 18:31 
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Beiträge: 8873
Die Grundsteuer wird einmal jährlich am Anfang des Jahres fällig. Schuldner ist derjenige, der am 1.1. im Grundbuch eingetragen ist. Man kann vereinbaren, dass der Erwerber z.B. ab 2017 die Grundsteuer bezahlt, auch wenn noch die Gemeinschaft im Grundbuch eingetragen ist.

Die Zahlungen von Strom, Wasser etc. entfallen ab dem Nutzen- und Lastenübergang auf den Erwerber. Wer der Nutzer ist, muss man den Wasser- und Energieversorgern jedoch mitteilen, die erfahren das ansonsten nicht.

Wer die Notargebühren zahlt, ist Vereinbarungssache. Üblicherweise wird vereinbart, dass der Erwerber die Gebühren übernimmt. Das schreibt der Notar dann in den Vertrag. Auch das Datum von Nutzen- und Lastenübergang bzw. mit welchen erfüllten Bedingungen (z.B. Kaufpreiszahlung) der Übergang eintritt, wird im Kaufvertrag vereinbart. Jeder Beteiligte bekommt den Entwurf des Kaufvertrags vom Notar einige Tage vor dem Beurkundungstermin zugeschickt, um den Vertrag prüfen zu können.

_________________
Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 27.11.16, 18:49 
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Registriert: 21.08.14, 15:57
Beiträge: 6550
SusanneBerlin hat geschrieben:
Die Grundsteuer wird einmal jährlich am Anfang des Jahres fällig. Schuldner ist derjenige, der am 1.1. im Grundbuch eingetragen ist. Man kann vereinbaren, dass der Erwerber z.B. ab 2017 die Grundsteuer bezahlt, auch wenn noch die Gemeinschaft im Grundbuch eingetragen ist.

Die Zahlungen von Strom, Wasser etc. entfallen ab dem Nutzen- und Lastenübergang auf den Erwerber. Wer der Nutzer ist, muss man den Wasser- und Energieversorgern jedoch mitteilen, die erfahren das ansonsten nicht.

Wer die Notargebühren zahlt, ist Vereinbarungssache. Üblicherweise wird vereinbart, dass der Erwerber die Gebühren übernimmt. Das schreibt der Notar dann in den Vertrag. Auch das Datum von Nutzen- und Lastenübergang bzw. mit welchen erfüllten Bedingungen (z.B. Kaufpreiszahlung) der Übergang eintritt, wird im Kaufvertrag vereinbart. Jeder Beteiligte bekommt den Entwurf des Kaufvertrags vom Notar einige Tage vor dem Beurkundungstermin zugeschickt, um den Vertrag prüfen zu können.


Wäre es denn dann nicht ein großer Nachteil, wenn der Nachlaß aus Immobilien besteht?

Sonst fallen doch die Kosten der Auseinandersetzung auch dem Nachlaß zur Last. Das sollte hier wegen der Notarkosten nicht anders sein.

Dagegen sollte derjenige, der die Immobilie übernimmt ab Besitzwechsel auch anteilig die öffentlichen Lasten tragen.

Man könnte das bei der Höhe der Abfindungszahlungen entsprechend berücksichtigen und so die Vor- und Nachteile ausgleichen bzw. die Notar- und Grundbuchgebühren auf Alle verteilen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 07.01.17, 15:17 
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Beiträge: 5179
Zitat:
Sonst fallen doch die Kosten der Auseinandersetzung auch dem Nachlass zur Last. Das sollte hier wegen der Notarkosten nicht anders sein


Die Notarkosten für den Verkauf einer Immobilie werden üblicherweise vom Erwerber getragen, würden bei einem Verkauf an einen Dritten also auch nicht dem Nachlass zur Last fallen. Letztlich können das die Beteiligten aber festlegen, wer die Kosten übernehmen soll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auflösung Erben-Gemeinschaft
BeitragVerfasst: 07.01.17, 15:30 
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Registriert: 02.05.09, 18:01
Beiträge: 5385
Wohnort: Leverkusen
Eine Erbauseinandersetzung kann aber nicht mit einem Kaufvertrag verglichen werden.

Bei einer Erbauseinandersetzung wird der Nachlass unter den Erben im Verhältnis der jeweiligen Erbquote aufgeteilt. Besteht der Nachlass aus einer unteilbaren Immobilie und übernimmt diese ein Erbe zu Alleineigentum, so hat er den Miterben eine Ausgleichszahlung bis zur Höhe ihrer Erbquote zu leisten. Im Ergebnis erhält jeder Erbe also den Anteil am Nachlass, der ihm nach seiner Erbquote zusteht.

Warum sollte hier ein Erbe alleine die Notar- und Gerichtskosten schultern, wenn alle Erben gemäß ihrer Erbquote von der Erbauseinandersetzung profitieren?

_________________
Gruß
khmlev


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