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recht.de • Thema anzeigen - Aufteilung durch 6 Kinder , aber..
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 Betreff des Beitrags: Aufteilung durch 6 Kinder , aber..
BeitragVerfasst: 08.01.17, 21:11 
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Beiträge: 105
Aus Sicht von A

.. die Erben ABCDEF haben vor X Jahren in Beisein der Eltern unter sich ausgemacht und beschlossen, dass der, der die Eltern zu sich nimmt/betreut das Elternhaus und die Barschaft bekommt, und an die 5 Geschwister je 15.000€ auszahlt.
(Gibt es Unterschriften? nicht bekannt. A war einverstanden, aber nicht persönlich dabei)

Nebensache:
Die Eltern wurden von einem Kind B ca 10 Jahre betreut, die letzten 5 Jahre davon aufwendig (Demenz)

Der Erbfall ist eingetreten. Vom Nachlassgericht kommt an jeden Erben ein Schreiben, dass ein Testament von vor X+z Jahren vorliegt in dem eine Gleichaufteilung des Hauserlöses /Barschaft unter allen Kindern vereinbart ist.

Frage:
Gilt der mündliche (oder doch vielleicht unterschriebene) Vertrag trotz des Testamentes.
ist der Vertrag anfechtbar (einer der Erben C hätte das Geld bitter nötig. Zum Zeitpunkt der Vereinbarung war er gut situiert)


Wenn das im Sinne der Vereinbarung klärbar ist, driftet es ins Steuerrecht ab:
Wenn die Vereinbarung gilt, ist es ja nun so, das der Erbe A von den anderen abweichend vom Testament (du hast unsere Eltern betreut, deswegen geben wir dir von unseren Erbteilen alles bis auf je 15.000€ ab) eine Zuwendung bekommt.
Ist das jetzt als einvernehmlich umgeschichtetes Erbe zu sehen (Erbschaftssteuer) geht das überhaupt? oder ist das als Schenkung zwischen Geschwistern zu versteuern (Schenkungssteuer)

Gruß
Thomas


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BeitragVerfasst: 09.01.17, 13:56 
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Beiträge: 306
Der Vertrag gilt hier schon deshalb nicht, weil unter anderem die Immobilie der Erblasser betroffen ist. Aus diesem Grunde wäre notarielle Schriftform nötig gewesen.

Allerdings hat das pflegende Kind gemäß § 2057a BGB auf einen gewissen Ausgleich für seine Pflegeleistungen. Es ist also nicht so, dass es hier einfach alles durch 6 geteilt würde. Wie man mit dem finanziell klammen Miterben klarkommt müsste man vielleicht erst mal innerfamiliär zu klären versuchen. Vielleicht geht da unter Mitwirkung aller Geschwister etwas.


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BeitragVerfasst: 09.01.17, 23:12 
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Beiträge: 105

Themenstarter
Danke für deine Einschätzung

darf ich zum 2ten Teil der Frage nachbohren ob das Abweichen von den testamentarischen Sechsteln immer noch nach Erbschaft besteuert wird, oder ob der jeweilige Übertrag als Schenkung zwischen Geschwistern gewertet wird

Gruß
Thomas


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 12:06 
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Beiträge: 306
Wenn § 2057a BGB zur Anwendung kommt, dann ersteres. Das wird nämlich dadurch realisiert dass sich der Erbteil des betreffenden Kindes erhöht. Eine Schenkung ist das nicht.


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