Auskunft vom Vorerben gem. § 2127 BGB

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logos3
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Auskunft vom Vorerben gem. § 2127 BGB

Beitrag von logos3 » 28.04.19, 22:53

Folgender Fall: Ein nichtbefreiter Vorerbe hat Nachlaßsubstanz nachweislich rechtswidrig mit seinem Privatvermögen vermischt und verwendet,
obwohl Nachlaßvermögen als Sondervermögen getrennt vom übrigen Vermögen zu verwalten ist.
Der Nacherbe verlangte daraufhin unter Fristsetzung wiederholt vergeblich unverzügliche Auskunft gem. § 2127 BGB.
Um weiteren Mißbrauch zu verhindern, will der Nacherbe nunmehr per gerichtlicher Eilverfügung das Nachlaßvermögen sofort blockieren lassen.
FRAGEN:

1. Wäre unter den dargelegten Umständen eine gerichtliche Eilverfügung problemlos erreichbar?
2. Nacherbe will zugleich Auskunft gem. § 2127 BGB über Höhe und Verbleib des Nachlaßvermögens erzwingen,
im weiteren Verlauf ggf. auch Sicherheitsleistung vom Vorerben fordern, Entzug der Nachlaßverwaltung und Regreßansprüche.
Müßte dafür außer einer Eilverfügung zwecks Nachlaßblockade gem. Punkt 1) zusätzlich Stufenklage erhoben werden?

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