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recht.de • Thema anzeigen - Unterhaltsforderung für Volljährige
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BeitragVerfasst: 12.01.18, 13:50 
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Hallo,

meine Tochter wird Ende Januar 2018 volljährig. Sie wohnt bei der Mutter.

Heute habe ich das Schreiben des Jugendamtes erhalten. Diese fordert mich zur Einkommensüberprüfung auf. Des Weiteren wird
im Schreiben angegeben, dass die Unterlagen der Mutter dem JA vorliegen. Die Bankverbindung der Tochter wurde ebenfalls
mitgeteilt. Als Anlage sind beigefügt, der Fragebogen und die Schulbescheinigung.

Leider ist die Schulbecheinigung völlig in schwarzer Farbe. Die Unterschrift und der Stempel der Schule ist auch in schwarzer Farbe
gehalten. Ich kenne das so nicht. Die Unterschrift und Stempelfarbe ist doch normalerweise in blau. Nur so kann man das Originale
erkennen.

Des Weiteren werde ich vom JA "gebeten", bislang einen Unterhaltsbetrag von 386 Euro an meine Tochter zu überweisen, bis mein
Einkommen zum Unterhalt errechnet ist.

Ist das so normal vom JA? Das Schreiben ist doch völlig konfus gehalten. Erst muss doch die Unterhaltsberechnung gemacht werden,
bevor hier vorschnell eine Betrag genannt wird.

Gruss Stern


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BeitragVerfasst: 12.01.18, 14:11 
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FDR-Moderator

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stern0190 hat geschrieben:
Leider ist die Schulbecheinigung völlig in schwarzer Farbe. Die Unterschrift und der Stempel der Schule ist auch in schwarzer Farbe
gehalten. Ich kenne das so nicht. Die Unterschrift und Stempelfarbe ist doch normalerweise in blau. Nur so kann man das Originale
erkennen.
Ist es zwingend erforderlich und eine Pflicht, dass diese Unterlagen im Original dem Vater vorgelegt werden oder reicht es, dass dies das JA hat?

_________________
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 12.01.18, 18:22 
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Zitat:
Leider ist die Schulbecheinigung völlig in schwarzer Farbe. Die Unterschrift und der Stempel der Schule ist auch in schwarzer Farbe
gehalten. Ich kenne das so nicht. Die Unterschrift und Stempelfarbe ist doch normalerweise in blau. Nur so kann man das Originale
erkennen.
Glauben Sie das Jugendamt unterstützt einen Betrug in Form einer gefälschten Schulbescheinigung?

Zitat:
Des Weiteren werde ich vom JA "gebeten", bislang einen Unterhaltsbetrag von 386 Euro an meine Tochter zu überweisen, bis mein
Einkommen zum Unterhalt errechnet ist.
Haben Sie bis jetzt gar nichts bezahlt? Wenn Sie bisher aufgrund einer Vereinbarung/Titel bezahlt haben, ist der Titel bis zum 18. Lebensjahr begrenzt? Wenn der Titel unbegrenzt ist müssen Sie sowieso bis zur Abänderung den alten Betrag weiterbezahlen.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 12.01.18, 22:29 
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Der KU-Titel ist mit Datum auf die Volljährigkeit begrenzt.


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BeitragVerfasst: 13.01.18, 12:08 
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Zitat:
Erst muss doch die Unterhaltsberechnung gemacht werden, bevor hier vorschnell eine Betrag genannt wird.

Das ist richtig, aber der Unterhalt muss dann ab der Aufforderung zur Einkommensmitteilung nachgezahlt werden. Man kann sich also jetzt dagegen sperren oder nur soviel zahlen wie man selber für angemessen hält, wird aber die Differenz zum später vereinbarten Betrag nachzahlen müssen.

Ihnen stehen übrigens ab Volljährigkeit des Kindes auch die Einkommensnachweise der Mutter zu! Die brauchen Sie auch, um den vom Jugendamt veranschlagten Kindesunterhalt nachrechnen (lassen) zu können.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 13.01.18, 22:47 
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Hallo,

wie hoch ist der Selbstbalt bei volljährigen Kindern, die zuhause bei der Mutter wohnt
und noch zur Schule geht.

Ich wurde zwar von meiner Tochter mit Schreiben zum Unterhalt aufgefordert, im Schreiben des JA
wurde ich lediglich darum gebeten, einen Betrag von 386 Euro vorab zu zahlen.
Ich wurde also nicht im Verzug gesetzt.


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BeitragVerfasst: 13.01.18, 23:07 
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Um's in-Verzug-setzen geht es nicht. Es geht darum, dass der Unterhalt prinzipiell ab der Aufforderung das Einkommen mitzuteilen, gefordert wurde. Wenn der Brief z.B. im Januar 18 gekommen ist, schulden Sie den Unterhalt sobald der Zahlbetrag feststeht, ab Januar und nicht erst ab dem Zeitpunkt in dem man Ihnen den errechneten Betrag mitteilt. Wenn man jetzt mit der Zahlung aussetzt, muss man also nachzahlen sobald der Zahlbetrag feststeht. Man sollte das Geld dann also zur Seite packen.

Zitat:
wie hoch ist der Selbstbalt bei volljährigen Kindern, die zuhause bei der Mutter wohnt
und noch zur Schule geht.
Der Selbstbehalt von erwerbstätigen Unterhaltsverpflichteten beträgt 1080€. Googeln nach "Düsseldorfer Tabelle 2018", da steht es drin.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 14.01.18, 23:21 
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Bei den Unterhaltsrechtliche Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL) seht u.a.:

Selbstbehalte

III. Monatlicher Selbstbehalt gegenüber minderjährigen und ihnen
gleichgestellten (§ 1603 Abs. 2 BGB) Kindern (Nr. 21.2)

1080 Euro

Auch steht in den SüdL (13.3):

Bei volljährigen Schülern, die in § 1603 II 2 BGB minderjährigen Kindern gleichgestellt sind, wird derSockelbetrag bis zum notwendigen Selbstbehalt (880 €/ 1.080 €) herabgesetzt, wenn der Bedarf der Kinder andernfalls nicht gedeckt werden kann.

Was bedeutet nun der Halbsatz: wenn der Bedarf der Kinder andernfalls nicht gedeckt werden kann?

Steigt dann der Selbstbehalt auch gegenüber minderjährigen und ihnen gleichgestellten auf 1300 Euro?


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BeitragVerfasst: 14.01.18, 23:35 
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Zitat:
Was bedeutet nun der Halbsatz: wenn der Bedarf der Kinder andernfalls nicht gedeckt werden kann?
Das bedeutet: Wenn man der Unterhaltspflichtige ein so geringes Arbeitsinkommen hat, dass weniger als der Mindesunterhalt für das Kind übrigbliebe, wenn man dem Unterhaltspflichtige einen Selbstbehalt von 1080 € zugesteht. Und der andere Elternteil auch nicht gerade im Geld schwimmt sondern eher am Existenzminimum, also von der Seite her auch kein Geld kommt. Das Kind selber auch keine Einnahmen hat und z.B. auch keine Großeltern da sind die dem Kind monatlich Geld zahlen. Dann wird der Selbsbehalt herabgesetzt, damit für das Kind wenigstens annähernd der Mindestunterhalt da ist.

Zitat:
Steigt dann der Selbstbehalt auch gegenüber minderjährigen und ihnen gleichgestellten auf 1300 Euro?
Nein. Der Selbsbehalt wird dann herabgesetzt. Herabgesetzt bedeutet: er geht nach unten. Der Selbsbehalt sinkt. Er wird weniger. Wenn der Selbsbehalt weniger ist (= der Unterhaltspflichtige weniger für sich selbst behält), dann kann der Unterhaltspflichtige mehr Unterhalt zahlen.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 15.01.18, 09:23 
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Alles klar, danke.
Demnach steigt dann der Selbstbehalt und zwar auf 1300 Euro, wenn das Einkommen über den Mindestunterhalt steigt in Richtung Einkommensstufe 3, 4, 5 der DT usw. Dementsprechend würde für den Unterhaltspflichtigen der Einkommensstufe z.B. 3, 4, oder 5 usw. der DT vom Einkommen mehr übrigbleiben.


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BeitragVerfasst: 15.01.18, 11:35 
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Zitat:
Demnach steigt dann der Selbstbehalt und zwar auf 1300 Euro, wenn das Einkommen über den Mindestunterhalt steigt in Richtung Einkommensstufe 3, 4, 5 der DT usw. Dementsprechend würde für den Unterhaltspflichtigen der Einkommensstufe z.B. 3, 4, oder 5 usw. der DT vom Einkommen mehr übrigbleiben.

Uch habe genau das Gegenteil geschrieben.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 15.01.18, 13:19 
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Okay, dann dürfte dies stimmen:
Einkommen lt. Einkommenstufe zb. EK 5 der DT, wäre hier der Selbstbehalt 1300 Euro.


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