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recht.de • Thema anzeigen - Jugendamt fordert Nachzahlung für Kita und Hortkosten
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BeitragVerfasst: 12.03.17, 11:25 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vom Jugendamt eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 14.000,00 EUR erhalten. Es soll eine Nachzahlung für Hort und Kitakosten ab dem Jahr 2012 sein.

Natürlich habe ich dem Widersprochen und wir haben unsere Dokumente kontrolliert. Dort haben wir festgestellt, dass von 2014 auf 2015 eine Neuberechnung hatten.

Laut dem Jugendamt wurden wir mit dem Höchstsatz seit 2012 neu berechnet. So kommen die 14.000,00 EUR zusammen. Was für einen Anwalt benötige ich um dieses Problem zu bewältigen?

Mit freundlichen Grüßen

Peter


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BeitragVerfasst: 12.03.17, 14:16 
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Preussi hat geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vom Jugendamt eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 14.000,00 EUR erhalten. Es soll eine Nachzahlung für Hort und Kitakosten ab dem Jahr 2012 sein.

...

Laut dem Jugendamt wurden wir mit dem Höchstsatz seit 2012 neu berechnet. So kommen die 14.000,00 EUR zusammen.


:shock: heftig
monatlich 233 euro zusätzlich zu den bereits bezahlten Kosten? was soll denn der Kita-Platz/Hort im Höchstsatz kosten? Selbst in den teuersten Städten findet man Jahresgebühren von ca. 2500 Euro für Tagesplätze.
Fraglich wäre wohl auch, ob nicht ein Teil der Kosten - falls sie korrekt sind- verjährt wären

Zitat:
Was für einen Anwalt benötige ich um dieses Problem zu bewältigen?


getippt: Verwaltungsrecht, vielleicht auch Sozialrecht. Aber so eine Forderung dürfte fast jeder Anwalt prüfen können.


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BeitragVerfasst: 12.03.17, 14:47 
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Registriert: 14.02.05, 19:12
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Wohnort: Mein Körbchen.
winterspaziergang hat geschrieben:
Preussi hat geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vom Jugendamt eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 14.000,00 EUR erhalten. Es soll eine Nachzahlung für Hort und Kitakosten ab dem Jahr 2012 sein.

...

Laut dem Jugendamt wurden wir mit dem Höchstsatz seit 2012 neu berechnet. So kommen die 14.000,00 EUR zusammen.


:shock: heftig
monatlich 233 euro zusätzlich zu den bereits bezahlten Kosten? was soll denn der Kita-Platz/Hort im Höchstsatz kosten? Selbst in den teuersten Städten findet man Jahresgebühren von ca. 2500 Euro für Tagesplätze.
Fraglich wäre wohl auch, ob nicht ein Teil der Kosten - falls sie korrekt sind- verjährt wären

Zitat:
Was für einen Anwalt benötige ich um dieses Problem zu bewältigen?


getippt: Verwaltungsrecht, vielleicht auch Sozialrecht. Aber so eine Forderung dürfte fast jeder Anwalt prüfen können.


Die Kosten für eine Ganztagesbetreuung in staatlichen Einrichtungen geht eher in die Ecke 350 bis 500 Euro. Wenn es sich statt dessen um den staatlich geförderten/übernommenen Besuch in einer privaten Einrichtung handelt, könnte es theoretisch auch mehr sei.

Sind es 2 (oder mehr Kinder) stehen noch einmal ganz andere Zahlen im Raum.

Nun haben wir von 2012 bis 2016 einen Zeitraum vom 5 Jahren abzudecken. Das sind weniger als 3000 Euro pro Jahr und somit z.B. rund 50 % des denkbaren nicht ermäßigten Satzes.

Das ist kein seltener Fall. Er tritt üblicherweise ein. Die Verdienstgrenze für ermäßigte Gebühren liegt nicht selten um die 50.000 bis 60.000 Euro Haushaltseinkommen (!).
Der "Klassiker" in solchen Konstellationen ist gleichzeitig einer der häufigsten und alltäglichsten Fälle: Mutter bleibt z.B. 3 Jahre daheim, hat gegen Ende dieser Phase kein eigenes Einkommen mehr und Familie lebt vom Einverdienereinkommen des Papas und damit häufig unterhalb der Ermäßigungsgrenze. Danach steigt Mutti wieder in Vollzeit ein. Kind bleibt neben Kiga und Schule im Hort.
Zusätzlich gilt: Auf einen Zeitraum von 5 Jahren im "Kinderbekommalter" hätte sich das Einkommen von Papa selbst bei bloßer Kompensation der Inflation in der Zeit um mehr als 10 % erhöht.

_________________
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.


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BeitragVerfasst: 12.03.17, 16:07 
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Registriert: 06.02.05, 10:23
Beiträge: 8115
Vielleicht in Ergänzung zu meinem Vorschreiber. Ein Ganztags-Kita Platz kostet im Minimum betriebswirtschaftlich gesehen 800 €, in teuren Gegenden auch mehr. Kitas unter rein privater Führung z.B. in Düsseldorf, da sind incl. Mittagsversorgung auch 1000 € fällig. Der Staat nimmt also schon recht viel Geld in die Hand, um diese Versorgung sicher zu stellen.

Was mir hier auffällt, das ist, dass es ja offensichtlich einen Bescheid aus 2014/2015 gibt. Dagegen ist nicht vorgegangen worden?

Chavah


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BeitragVerfasst: 16.03.17, 20:25 
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Registriert: 12.03.17, 11:22
Beiträge: 2

Themenstarter
Ich möchte mich bei euch für die jetzigen Antworten herzlich bedanken!

Wir haben heute die zuständige Sachbearbeiterin kontaktieren können. Sie teilte uns mit, dass Einkommensnachweise für 2012 und 2014 nicht eingereicht wurden. Angeblich ist ein Brief im Dezember 2016 mit der Aufforderung diese nachzureichen versandt worden. Die Frage ist nur "Wohin?". Bei uns ist er nicht angekommen. Der Sachbearbeiterin war es egal und sagte, dass die Frist abgelaufen sei.

Wir haben nochmals in den Unterlagen geschaut und festgestellt, dass die Einkommensnachweise für 2012 da sein müssen. Im Jahr 2013 wurde für beide Kinder von uns eine Ganztagsbetreuung beantragt (Hort, Kita). Für den Antrag mussten wir zwangsläufig unsere Einkommensnachweise von 2012 abgeben;o).

Die Sachbearbeiterin interessierte es nicht. Sie kann es nicht mehr neu berechnen und von daher werden die Ganztagsplätze mit dem Höchstsatz bis Ende 2016 uns in Rechnung gestellt. (14000,00 EUR).


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