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recht.de • Thema anzeigen - Mutter versucht vom Wechsel- zum Residenzmodell zu wechseln
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BeitragVerfasst: 28.03.17, 20:15 
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Registriert: 18.09.12, 17:37
Beiträge: 9
Hallo ich hoffe hier kann mir jemand einen Ratschlag geben und mir ein oder mehrere Fragen beantworten:

Zur Situation:
Frau A und Herr B (nicht verheiratet) haben vor 4,5 Jahren eine Tochter bekommen und lebten dort schon zusammen.
Als die Tochter 2,5 Jahre alt war hat sich das Paar getrennt, blieb jedoch noch in der gemeinsamen Wohnung leben dieses WG System hat sehr gut funktioniert da sich alle gut verstanden haben und für die Tochter allemal das beste war.
Vor knapp einem Jahr hat Frau A einen neuen Mann kennengelernt und vor 3 Monaten geheiratet. Vor 7 Wochen ist sie mit ihm zusammen gezogen, Herr B blieb in der Wohnung leben.
Wie schon vorher oft abgesprochen wird das Wechselmodell praktiziert im Rythmus 2-2-3 (wobei die 2 Tage immer fix und die 3 Tage abwechselnd sind)

Jetzt nach 7 Wochen möchte Frau A plötzlich zum klassischen System wechseln (einen Tag unter der Woche und jedes 2te WE - da Herr B das schon wehement verneinnt hat wird nun versucht es "Häppchenweise" um zu setzen) und begründet dieses mit extremen Auffälligkeiten des Kindes in jeglicher Hinsicht.
Leider ist sie und ihr Mutter die einzigen die es so sehen, weder Herr B, noch Freunde noch die Erzieher in der Kita unterstreichen diese Ansicht.
Das einzige was Herrn B bis Dato auffällt ist das die Tochter die neue Wohnung nicht als zu Hause ansieht, womit die Mutter ein extremes Problem hat.

Haupt-Hintergrund dürfte jedoch sein, dass Frau A. in einem Jahr, also wenn die Kleine in die Schule wechseln wird, ihr Referendariat beginnen wird und dieses - warum auch immer - unbedingt im 200km entfernten Köln machen will/"muss". - und sie nun schon mal anfangen will "Betreuungszeit auf ihr Konto" zu shiften, damit es später einfacher wird die kurze mit nach Köln zu nehmen - kann sie das einfach so?

Die Tochter war und ist immer noch ein totales Papa Kind gewesen, was daran liegen dürfte das Herr B. sich besonders in den ersten Jahren - insbes. "sozial" wesentlich intensiver um sie gekümmert hat. Frau A war durch eine lange und schwere Wochenbettdepression, gefolgt von "normalen" Depressionen durch familiäre Umstände mit ihrem leibl. Vater nicht dazu in der Lage.
Auch in der Zeit als Paar und später als "WG" waren die Betreuungszeiten nahezu gleich verteilt.Sorgerecht ist ebenfalls geteilt.
Ein wechsel zum Residenzmodell wäre für die Kurze der größte Albtraum und unzumutbar, auch wenn Herr B das nicht mit "Beweisen" untermauern kann.

- Hat da jemand vieleicht einen Rat für Herrn B?
- sollte Herr B darauf achten, dass Frau A nicht zu viel Zeit einverleibt und das Gleichgewicht von 50/50 gefährdet ist?
- Ist die 50/50 Regelung wirklich nur ein Kompromiss den sie Herrn B gewährt?
- Ist das Residenzmodell für die Mutter wirklich Standard laut deutschem Recht und kann sie es jederzeit einfordern?
- Sollte Herr B ggf. einen Anwalt zu Rate ziehen?


Danke und liebe Grüße!


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BeitragVerfasst: 30.03.17, 10:21 
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Beiträge: 219
Hört sich sehr danach an, dass diese gegenläufigen Wünsche sich nur vor Gericht werden klären lassen - und dieses wird weder die Wünsche des einen noch des anderen Elternteils vordergründig betrachten, sondern das Wohl des Kindes. In diese Richtung geht das kürzlich diskutierte Urteil des BGH - hier mal ein Pressespiegel dazu:

http://www.vamv-bayern.de/wp-content/up ... modell.pdf


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BeitragVerfasst: 04.04.17, 09:21 
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Registriert: 22.06.05, 22:24
Beiträge: 790
Ich würde vermutlich aufgrund der "Absprache" auf dem bisherigen Rhytmus bestehen und deutlich machen, das eine Änderung nicht ohne Klage Ihrerseits in Frage kommt.


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BeitragVerfasst: 04.04.17, 09:37 
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Registriert: 14.09.04, 07:10
Beiträge: 3802
Cru_stY hat geschrieben:
Frau A und Herr B (nicht verheiratet) ...

Hat Herr B das Sorgerecht?
Das hat zwar mit dem Umgangsrecht nicht unmittelbar zu tun, beinhaltet aber ggf. auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR)

_________________
MfG
Old Piper
_____________________
Behörden- und Gerichtsentscheidungen sind zwar oft recht mäßig, aber meistens rechtmäßig.


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