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recht.de • Thema anzeigen - Anfechtung der Vaterschaft - was kann die Mutter tun?
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BeitragVerfasst: 12.10.17, 10:18 
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Beiträge: 274
Hallo,

Frau F ist mit Herrn H verheiratet.
Sie leben seit 5 Jahren getrennt, H ist im Ausland verschollen. Das Scheidungsverfahren läuft noch.

Seit 3 Jahren ist F mit dem X zusammen, die beiden haben ein gemeinsames Kind (K).
Zwischen F und X krieselt es gewaltig; seit Monaten ist kaum mehr ein normaler Kontakt möglich - die Zeichen stehen auf Trennung.

Nun hat F den Antrag des X auf dem Tisch, der die Vaterschaft des H bzgl. des gemeinsamen Kindes K anfechtet.

F wird zur Stellungnahme aufgefordert; es ist aber klar, dass X der Vater ist und F hat auch nichts dagegen, dass er irgendwann mal als rechtlicher Vater
eintritt.
Muss sie sich nun einen Anwalt nehmen? Was muss sie in dem Verfahren beantragen? Dass auch sie anfechtet?


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 10:29 
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Registriert: 05.11.12, 13:35
Beiträge: 9526
Hallo!
Bei Verheirateten gilt der Eheman als rechtlicher Vater eines Kindes. Will der tatsächliche Vater als Vater eingetragen werden, dann muss er die Vaterschaft des Ehemanns anfechten. Genau das hat X getan.

Stellungnahme heißt: Frau F soll lediglich mitteilen, ob aus Ihrer Sicht, der X der leibliche Vater ist und demzufolge als rechtlicher Vater eingetragen werden soll oder nicht. Das wird Frau F vermutlich ohne Anwalt hinbekommen.

Frau X muss sich der Anfechtung nicht anschließen und auch nichts beantragen, es reicht aus wenn sie in der Stellungnahme bestätigt, dass X der leibliche Vater ist.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 16:46 
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Registriert: 16.11.13, 14:23
Beiträge: 4732
Biergärtnerin hat geschrieben:
...
Zwischen F und X krieselt es gewaltig; seit Monaten ist kaum mehr ein normaler Kontakt möglich - die Zeichen stehen auf Trennung.
...

F wird zur Stellungnahme aufgefordert; es ist aber klar, dass X der Vater ist und F hat auch nichts dagegen, dass er irgendwann mal als rechtlicher Vater
eintritt.

Herr X ist ja der Vater, aber nicht offiziell. Er möchte vermutlich und verständlicherweise nicht auf "irgendwann mal" und wenn es Frau F passt, warten und riskieren, im Fall der Trennung keinerlei Rechte an seinem Kind zu haben.
Wenn ein Paar nicht mehr miteinander reden kann, weiß der eine oftmals nicht, wie der andere demnächst reagieren wird und ob man fair bleibt usw.
Daher folgerichtig die Anfechtung, um bezüglich des eigenen Kindes zumindest rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 18:07 
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Registriert: 20.08.17, 11:31
Beiträge: 90
Biergärtnerin hat geschrieben:
Nun hat F den Antrag des X auf dem Tisch, der die Vaterschaft des H bzgl. des gemeinsamen Kindes K anfechtet.


Es heißt "anficht".


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BeitragVerfasst: 16.10.17, 09:20 
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Beiträge: 3707
winterspaziergang hat geschrieben:
Herr X ist ja der Vater, aber nicht offiziell. Er möchte vermutlich und verständlicherweise nicht auf "irgendwann mal" und wenn es Frau F passt, warten und riskieren, im Fall der Trennung keinerlei Rechte an seinem Kind zu haben.

Zumal es doch afair für die Anfechtung auch Fristen gibt. Sprich wenn Herr X zu lange warten würde, könnte es passieren das heißt "schön das alle wissen das Sie der Vater sind, aber um die Geburtsurkunde zu ändern ist es zu spät."


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BeitragVerfasst: 16.10.17, 19:35 
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Registriert: 04.11.16, 10:18
Beiträge: 195
ExDevil67 hat geschrieben:
Zumal es doch afair für die Anfechtung auch Fristen gibt. Sprich wenn Herr X zu lange warten würde, könnte es passieren das heißt "schön das alle wissen das Sie der Vater sind, aber um die Geburtsurkunde zu ändern ist es zu spät."

Sehr wahr! In einem mir bekannten Fall kam es dann sogar so, dass der "echte" (biol.) Vater seinen dann schon erwachsenen Sohn adoptieren musste, weil gar nichts anderes mehr ging. Ist ein echtes Bürokratiemonster....


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