Frage zur Haushaltsteilung

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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Tapferer Toaster
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Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 27.06.19, 18:53

Hallo

Nehmen wir an D. verliert ein Zugewinn Verfahren, da der PKW nicht als Zugewinn gewertet wurde, sondern Haushalt. Ist dieser nunmehr in einem extra Verfahren geltend machbar???, auch wenn die Teilung des Haushalts schon etwas her ist, jedoch nicht einvernehmlich.

Fehler lag hier wohl eindeutig bei der Rechtsanwältin, welche den PKW fälschlich ins Zugewinnverfahren eingebracht hat.

Danke und liebe Grüße

SusanneBerlin
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von SusanneBerlin » 27.06.19, 21:03

auch wenn die Teilung des Haushalts schon etwas her ist, jedoch nicht einvernehmlich.
Gibt es einen notariellen Vertrag zur Teilung des Hausrats? Ist die Scheidung bereits rechtskräftig?
Grüße, Susanne

Tapferer Toaster
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 28.06.19, 04:55

Hallo Susanne

Scheidung ja Notar nein.

Liebe Grüße

ralph12345
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von ralph12345 » 28.06.19, 09:28

Also das Scheidungsverfahren beinhaltet die Entscheidung über die Aufteilung der Güter aus der Zugewinngemeinschft und das Gericht hat dabei zum PKW eine Entscheidung getroffen? Dann dürfte es schwierig sein, das separat noch mal neu aufzumachen.

Was hat die Anwältin da für einen Fehler gemacht? Ansich ist das mit der Zugewinngemeinschaft doch recht einfach.. Und auch der Haushalt zählt zum Vermögen, der im Rahmen des Zugewinnausgleichs betrachtet wird, das läuft nicht separat.

Wurde der PKW während der Ehe angeschafft? Dann hat der jetzt einen Zeitwert und der ist dem Endvermögen desjenigen zuzurechnen, der ihn behält. Wer ihn bezahlt hat ist dabei irrelevant.

SusanneBerlin
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von SusanneBerlin » 28.06.19, 09:59

Aus dem anderen thread des TT ist ersichtlich, dass der PKW bereits vor dem Beginn des Scheidungsverfahrens verkauft wurde.

Dann wird natürlich beim Zugewinnausgleich nicht der PKW berücksichtigt (es kann nur berücksichtigt werden was da ist. Ein PKW der nicht mehr da ist, weil verkauft, kann nicht berücksichtigt werden). Es wird das Geld berücksichtigt, das jeder der Ehegatten am Stichtag besitzt. Das Geld aus dem Autoverkauf ist also mit dem Zugewinnausgleich erledigt.

Beim Haushaltsverfahren werden die Haushaltsgegenstände aufgeteilt. Auch hier kann man nur aufteilen, was da ist. Jeder Gegenstand wird entweder dem einen oder dem anderen Ehegatten zugesprochen (ein Auseinandersägen und jeder bekommt einen halben Tisch, ein halbes Bett usw. ist nicht sinnvoll). Also bekommt z.B. einer die Wohnzimmereinrichtung und der andere die Küche. Ein PKW der bereits verkauft ist, kann nicht mehr dem einen oder dem anderen Ehegatten zugesprochen werden. Den verkauften PKW ins Haushaltsverfahren einzubringen führt also ebenfalls ins Leere, da ja kein PKW mehr da ist, der dem einen oder dem anderen zugesprochen werden könnte.
Grüße, Susanne

ralph12345
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von ralph12345 » 28.06.19, 11:57

Diese Threads, wo man dem Fragesteller jeden Sachverhalt einzeln aus der Nase kitzeln muss sind so sinnlos...
Aus dem alten Thread:
Der Ex hat das Auto einfach verkauft und ist aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.
Schon da fehlt noch die Information, ob der Verkauf vor oder nach dem Scheidungsantrag vollzogen wurde.
Der alte Faden wurde eigentlich abschließend beantwortet, aber die Antwort offenbar nicht verstanden, daher macht man dann lieber das gleiche Thema mit dem selben Mangel an Fakten noch mal aus. Das grenzt an das Verhalten eines Foren Trolls..

Tapferer Toaster
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 28.06.19, 14:07

Es wurde wohl verstanden. Und der Sachverhalt ist eben anders als hier dargestellt wird und versucht zu antworten..

Durch das Gericht wurde nämlich jetzt entschieden, dass der PKW eben nicht zum Zugewinn gehört und es ist seitens des Gericht der Hinweis ergangen, dass der PKW dem Haushalt zuzuordnen ist. Bezüglich diesem wurde rein gar nichts entschieden.

Unwahr ist auch das eine Sache welche nicht mehr da ist nicht mehr gewertet werden kann. Denn es ist sehr wohl ein Erlös erzielt worden und dieser muss eben geklärt werden, denn es kann nicht sein dass ein Partner Haushalt im Wert von 50000 Euro mitnimmt und der andere nix behält.

Mit dem Scheidungs Antrag hat das rein gar nix zu tun

Der Fehler de
r Anwältin liegt auf der Hand, der PKW hätte aufgrund der privaten Nutzung als Familien PKW nie in den Zugewinn eingeführt werden dürfen,da Haushalt.

Danke für die erschöpfenden Antworten.

Soweit der Foren Troll

SusanneBerlin
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von SusanneBerlin » 28.06.19, 14:50

Tapferer Toaster hat geschrieben:Durch das Gericht wurde nämlich jetzt entschieden, dass der PKW eben nicht zum Zugewinn gehört und es ist seitens des Gericht der Hinweis ergangen, dass der PKW dem Haushalt zuzuordnen ist. Bezüglich diesem wurde rein gar nichts entschieden.

Unwahr ist auch das eine Sache welche nicht mehr da ist nicht mehr gewertet werden kann. Denn es ist sehr wohl ein Erlös erzielt worden und dieser muss eben geklärt werden, denn es kann nicht sein dass ein Partner Haushalt im Wert von 50000 Euro mitnimmt und der andere nix behält.
D.h. im Zugewinnverfahren wurden 50.000€ vom Barvermögen des Ehemanns abgezogen (Wert des PKW) und ansonsten der Zugewinnausgleich durchgeführt? Oder hatte der Ehemann das Geld gar nicht mehr?
Grüße, Susanne

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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 28.06.19, 15:05

Hallo Susanne

Nein, im Zugewinn ging es fehlerhaft nur um den PKW. Das ist das Problem. Warum der Erlös des PKW nicht im Zugewinn angegeben wurde, tja keine Ahnung.?

Hatte das so erfolgen müssen? Dann verstehe ich nämlich deine Argumentation.

Liebe Grüße und danke.

SusanneBerlin
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von SusanneBerlin » 28.06.19, 15:39

Nein, im Zugewinn ging es fehlerhaft nur um den PKW.
Man kann nicht einen Zugewinnausgleich wegen einem einzelnen Gegenstand (hier den PKW) machen. Man muss das gesamte Vermögen zu den Stichtagen vergleichen.

Entweder deine Anwältin ist völlig unfähig (falls die Anwältin beantragt hat einen Zugewinnausgleich nur über den Wert des PKW durchzuführen) oder du hast nicht verstanden, was im Verfahren beantragt wurde und wieso es abgelent wurde.
Grüße, Susanne

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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 28.06.19, 15:44

Nun der PKW blieb halt übrig nach Gegenüberstellung Aktiva passiva.

Hätte da nun statt PKW der Erlös benannt werden müssen?

ralph12345
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von ralph12345 » 28.06.19, 15:56

Fragen sie ihre Anwältin, warum das so gelaufen ist. Wenn sie die ähnlich mit Informationen füttern wie uns, wird die auch ihre liebe Mühe haben. Aber immerhin kann die im Gespräch direkt nachfragen.

Ich vermute mal, sie haben weder die Anwältin noch das Gerichtsurteil verstanden.

Es gibt bei einer Scheidung ein paar Dinge, die geregelt werden: Ehegattenunterhalt, Sorgerecht für die Kinder, Versorgungsausgleich und Zugewinnausgleich. Der Zugewinnausgleich beinhaltet ALLES an Vermögen. Da wird nicht unterschieden zwischen Haushalt und sonstigen Wertgegenständen. Das, was sie schreiben, dass der Zugewinn geregelt wurde, der Haushalt nicht, macht keinen Sinn. Wenn die Ehefrau Hausrat im Wert von 50.000€ mitnimmt, ist das Teil ihres Endvermögens, das in die Berechnung der Zugewinnanteile einfließt. DAs sind keine wertlosen Dinge, die nirgendwo berücksichtigt werden. Das ist mit dem Auto genauso, ob das nun noch da ist oder der Wert in Geld vorliegt, weil das Auto verkauft ist. Und, - ich wiederhole mich - es ist völlig Wurst, ob das Auto als Famlienkutsche oder als Dekoobjekt oder als was auch immer genutzt wurde.

Wenn beide Ehepartner vor der Ehe das gleiche Vermögen hatten und nach der Ehe beide mit gleichem Vermögen auseinander gehen, gibt es da nichts auszugleichen. Wenn nun der eine Partner aus dem gemeinsamen Vermögen Wertgegenstände im Wert von 50.000€ mitnimmt, steht dem anderen ein Ausgleich i.H.v. 50% zu. Dann hätten beide 25.000€ an Wert gewonnen. Im Rahmen des Zugewinnausgleichs guckt man, was da so auf den Konten und in den Aktiendepots liegt. Und da taucht dann auch der Erlös fürs Auto auf. Hat die Ex das Geld in Bar in der Schublade und das verschwiegen? Oder was ist passiert?

Und nochmal, wenn das Auto verkauft ist, dann ist da jetzt Geld, also hören sie auf, sich mit der Anwältin oder dem Forum über ein Auto zu unterhalten und wer das wie benutzt hat. Das Auto gibt es nicht mehr. Da ist eine Summe X auf irgendeinem Konto. Das ganze Problem kann dann eigentlich nur lauten die Ex hat beim Zugewinn unwahre Angaben gemacht und eine Summe X verheimlicht.

Tapferer Toaster
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 28.06.19, 16:06

Eben nicht Wurscht.

Vielleicht mal das hier lesen
https://www.advogarant.de/rechtsanwalt/ ... -scheidung

Das Zugewinn Verfahren wurde eben verloren weil Pkw überwiegend als Familien Auto genutzt und somit kein Zugewinn!!!

. So steht es auch im Urteil des AG und kann gern hier eingefügt werden.

Liebe Grüße

SusanneBerlin
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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von SusanneBerlin » 28.06.19, 17:32

Tapferer Toaster hat geschrieben:
28.06.19, 16:06
Eben nicht Wurscht.

Vielleicht mal das hier lesen
https://www.advogarant.de/rechtsanwalt/ ... -scheidung

Das Zugewinn Verfahren wurde eben verloren weil Pkw überwiegend als Familien Auto genutzt und somit kein Zugewinn!!!
Ich habe es gelesen, aber da steht nicht, dass man das Zugewinnverfahren "verliert," wenn der PKW überwiegend als Familienauto genutzt wurde.


Tapferer Toaster hat geschrieben:
28.06.19, 16:06
So steht es auch im Urteil des AG und kann gern hier eingefügt werden.
Glaube ich ehrlich gesagt nicht, aber Sie können das Urteil gerne zitieren.
Grüße, Susanne

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Re: Frage zur Haushaltsteilung

Beitrag von Tapferer Toaster » 28.06.19, 18:07

Hallo Susanne

Im Zugewinn blieb nur noch der PKW übrig und durch die Richterin als Haushalt gewertet, somit kein Zugewinn. Die Antragstellerin hat nicht substantiiert dargelegt das der PKW nicht überwiegend als Familien Auto genutzt wurde

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