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recht.de • Thema anzeigen - Fördermitgliedschaft
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 Betreff des Beitrags: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 10:06 
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Beiträge: 6
Guten Tag zusammen,

ich bin Fördermitglied in einem Verein der gemeinnützig ist. Aufgrund von sagen wir mal "Streitereien" wurde mir vor über 4 Monaten nahegelegt, die Mitgliedschaft zu beenden. Das habe ich aber bisher nicht getan, weil ich den Verein weiterhin unterstützen möchte. Der Verein bittet auch öffentlich um Spenden. Ich zahle also seither weiterhin monatlich einen geringen Beitrag. Habe aber keinen Kontakt mehr zu dem Verein.

Jetzt nach über 3 Monaten schreibt mich der Verein an, dass sie von sich aus meine Fördermitgliedschaft kündigen. Mal abgesehen davon, dass ich es sehr verwunderlich finde, dass sich der Verein nach über 3 Monaten erst meldet, was passiert, wenn ich das weiterhin ignoriere und weiterzahle? Würde ich mich damit strafbar machen? Würde mir auch für den Zeitraum nach der Kündigung durch den Verein eine Spendenquittung zustehen? Wie ist hier die Rechtslage?

Wie ist die Rechtslage?
Viele Dank und ein schönes Wochenende!

Paulibär


Zuletzt geändert von ktown am 12.08.17, 10:08, insgesamt 1-mal geändert.
Thread gemäß den Forenregeln angepasst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 11:22 
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Beiträge: 3569
Zitat:
Jetzt nach über 3 Monaten schreibt mich der Verein an, dass sie von sich aus meine Fördermitgliedschaft kündigen.


Gibt es sowas in der Vereinssatzung ?

In der Regel erfolgt dieses durch Vereinsausschluss und dafür müssen die Gründe in der Satzung stehen.
Auch muss dem Mitglied vor "rechtliches Gehör" gewährt werden.

Zu dem Thema gibt es vielerlei Einzelheiten zu sagen die ich mir aber jetzt erspare.
Google mal mit "Vereinsausschluss2 da wird man fündig.

_________________
Gruß Spezi


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 14:56 
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Hallo,

Eine Vereinssatzung hat man mir nie ausgehändigt. Es ist eine Beratungsstelle. Ich finde es halt auch merkwürdig, dass die jetzt 3 Monate noch kassiert haben und erst jetzt kündigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 15:12 
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Beiträge: 8440
Hallo,

Zitat:
Mal abgesehen davon, dass ich es sehr verwunderlich finde, dass sich der Verein nach über 3 Monaten erst meldet
Zitat:
Ich finde es halt auch merkwürdig, dass die jetzt 3 Monate noch kassiert haben und erst jetzt kündigen.
Bei einem Verein entscheidet ja nicht einer alleine. Die haben halt 3 Monate lang überlegt und diskutiert. Der Zeitrahmen ist gar nicht so ungewöhnlich, wenn mehrere Personen sich zu einem gemeinsamen Entschluss durchringen.

Zitat:
Eine Vereinssatzung hat man mir nie ausgehändigt.
Haben Sie sich denn je nach einem Exemplar der Satzung gefragt? Ansonsten kann die Vereinssatzung beim Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichts eingesehen werden.

Zitat:
was passiert, wenn ich das weiterhin ignoriere und weiterzahle? Würde ich mich damit strafbar machen?
Nein auf keinen Fall. Es ist nicht verboten, unerbetene Zahlungen bzw. Zahlungen ohne Rechtsgrund zu leisten. Schlimmstenfalls überweist der Verein das zurück.

Ein Hausverbot kann nur eine Person bekommen, nicht das Geld der Person.

_________________
Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 15:27 
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Beiträge: 3569
Zitat:
Jetzt nach über 3 Monaten schreibt mich der Verein an, dass sie von sich aus meine Fördermitgliedschaft kündigen


Wenn bisher keine Vereinssatzung ausgehändigt wurde, würde ich diese jetzt anfordern.
Am Besten mit einem Antwortschreiben, wie:

Den Austritt erkenne ich nicht an.
Bitte teilen Sie mir zunächst mit, gegen welche Bestimmungen der Vereinsatzung ich verstoßen haben soll und übersenden Sie mit die Satzung.

_________________
Gruß Spezi


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 18:32 
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Wenn die sich jetzt 3 Monate Zeit gelassen haben, um darüber zu entscheiden, könnte ich dann nicht zumindest die 3 Monate zurückfordern, die sie noch einkassiert haben? Ob die das machen ist ja ne andere Sache, aber versuchen wäre ja möglich, oder? Und eine Spendenquittung müssten die doch auch in jedem Fall noch für das eingegangene Geld ausstellen?

Danke schön mal für Eure/Ihre Antworten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 18:37 
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Zitat:
Wenn die sich jetzt 3 Monate Zeit gelassen haben, um darüber zu entscheiden, könnte ich dann nicht zumindest die 3 Monate zurückfordern, die sie noch einkassiert haben?
Dafür gibt es keinen rechtlichen Grund.

Zitat:
Ob die das machen ist ja ne andere Sache, aber versuchen wäre ja möglich, oder?
Ein Versuch ist immer möglich.

Zitat:
Und eine Spendenquittung müssten die doch auch in jedem Fall noch für das eingegangene Geld ausstellen?
Wenn der Verein das Geld behält, dann ja.

Als Sie das heute vor ein paar Stunden schrieben,
Zitat:
Aufgrund von sagen wir mal "Streitereien" wurde mir vor über 4 Monaten nahegelegt, die Mitgliedschaft zu beenden. Das habe ich aber bisher nicht getan, weil ich den Verein weiterhin unterstützen möchte.
hatten Sie das Kündigungsschreiben des Vereins doch auch schon vorliegen. Wieso jetzt der Sinneswandel?

_________________
Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 18:59 
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Ja, mir wurde das vor 4 Monaten nahegelegt. Es geht ja um eine Beratungsstelle. In der ich beraten wurde, aber auch Fördermitglied bin. Ich hatte daraufhin an den Verein geschrieben, dass ich darum bitte, die Situation "beratener" und "fördermitglied" weiterhin getrennt zu sehen. Darauf erhielt ich ja dann erst heute nach 3 Monaten das Kündigungsschreiben. Das hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen, sorry. :oops:

Da ich jedenfalls so lange nichts mehr auf mein eigenes Schreiben gehört habe, dachte ich, das wäre akzeptiert worden, dass ich weiterhin Fördermitglied bleiben könnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 20:46 
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Ich versteh jetzt nicht.
Wenn man die Kündigung ablehnt (nicht akzeptiert) und dann den Beitrag wieder zurückverlangt ist dies doch total widersprüchlich.

Wenn deine übrigen Aktionen auch so widersprüchlich sind, kann ich den Verein verstehen.

_________________
Gruß Spezi


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 22:43 
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Naja, wenn die mich partout nicht als Mitglied wollen, würde ich schon die Beiträge f d letzten 3 Monate zurückverlangen und diese an eine andere Stelle geben, die es dann wohl nötiger haben.

Wenn ich die Kündigung nicht akzeptiere und weiterzahle, hab ich mittlerweile schon die Befürchtung, dass die rechtliche Schritte einleiten könnten.

Na, der Verein ist auch sehr widersprüchlich, oder nicht? Erstmal weiter kassieren und dann nach 3 Monaten schreiben? Schon ein komisches geschäftsgebaren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 12.08.17, 23:04 
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Wenn Sie sich für eine Variante entschieden hatben (Mitglied bleiben und weiter Beiträge zahlen, oder das Geld zurückverlangen) lassen Sieves uns wissen. Dann können wir das weiterdiskutieren.

_________________
Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 13.08.17, 06:24 
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Danke, aber die ersten Antworten, die ich erhalten habe, helfen mir schon weiter.

Alles weitere kann ja doch niemand hier wirklich beurteilen. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 13.08.17, 09:12 
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Zitat:
Alles weitere kann ja doch niemand hier wirklich beurteilen.


Schon jetzt ist es schwierig den unklaren Sachverhalt rechtlich zu bewerten.

_________________
Gruß Spezi


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 13.08.17, 10:23 
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Beiträge: 3458
Paulibär hat geschrieben:
ich bin Fördermitglied in einem Verein der gemeinnützig ist. Aufgrund von sagen wir mal "Streitereien" wurde mir vor über 4 Monaten nahegelegt, die Mitgliedschaft zu beenden. ...

Jetzt nach über 3 Monaten schreibt mich der Verein an, dass sie von sich aus meine Fördermitgliedschaft kündigen. Mal abgesehen davon, dass ich es sehr verwunderlich finde, dass sich der Verein nach über 3 Monaten erst meldet,

Für die Frage ob der Verein von sich aus kündigen darf, wurde ja schon die Frage nach der Satzung gestellt. Grundsätzlich kann ein Vertrag, und was anderes ist eine Vereinsmitgliedschft ja nicht, grundsätzlich aber gemäß der vereinbarten Regeln von beiden Seiten gekündigt werden.

Und das der Verein sich erst "jetzt" mit der Kündigung meldet ist nicht verwunderlich. Dem Mitglied zur Kündigung zu raten ist das eine, die formelle Kündigung durch den Verein was anderes. Die Kündigung wird der Vorstand formell beschließen müssen, den Rat zur Kündigung wird auch ein einzelnes (Vorstands)mitglied zu aussprechen können.

Paulibär hat geschrieben:
was passiert, wenn ich das weiterhin ignoriere und weiterzahle? ... Würde mir auch für den Zeitraum nach der Kündigung durch den Verein eine Spendenquittung zustehen? Wie ist hier die Rechtslage?

Wenn der Verein das Geld behält, wird man einen Anspruch auf eine Spendenquittung haben. Egal ob nun bis wann Mitglied war oder ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fördermitgliedschaft
BeitragVerfasst: 13.08.17, 10:35 
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Registriert: 05.11.12, 13:35
Beiträge: 8440
Zitat:
Wenn ich die Kündigung nicht akzeptiere und weiterzahle, hab ich mittlerweile schon die Befürchtung, dass die rechtliche Schritte einleiten könnten.


Diese Befürchtung entbehrt jeder Grundlage, auch dann wenn wir die Hintergründe nicht kennen.

Ein Verein, der öffentlich um Spenden wirbt, kann nicht "rechtliche Schritte einleiten", wenn daraufhin jemand Geld überweist. Unabhängig davon, ob der Spender ein Fördermitglied war oder ist oder als Fördermitglied vom Verein "rausgeworfen" wurde. Allenfalls kann der Verein die Annahme der Spende ablehnen und das Geld zurücküberweisen, verbunden mit der Aufforderung künftig nicht mehr zu spenden.

Welche "rechtlichen Schritte" befürchtet man denn? Oder hat man nur so eine vage Idee dass es eine Straftat sein könnte, dem Verein der einen rausgeworfen hat, Geld zu spenden?

_________________
Grüße, Susanne


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