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recht.de • Thema anzeigen - Bachelorarbeit, möglicher Formfehler in digitalem Exemplar
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BeitragVerfasst: 07.06.15, 18:57 
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Hallo alle zusammen,

ein Freund von mir hat vor ein paar Tagen seine Bachelorarbeit abgegeben. Zusätzlich zu den gebundenen Exemplaren sollte er seine Arbeit noch digital (PDF-, Worddatei + weitere Daten) auf CD-Rom abgeben. Leider ist ihm erst nach Abgabe aufgefallen, dass in den Dateieigenschaften der Dokumente als Autor der Dateien sein aktueller Benutzername des PCs automatisch eingetragen wurde. Somit steht nicht sein richtiger Name darin.
Er hat dies bei einigen Dateien manuell verbessert, jedoch hat er dies nicht bei allen Dateien getan. Zum Beispiel steht in der PDF-Datei seiner Ausarbeitung in den Dateieigenschaften der Name seines PC-Benutzers.

Er macht sich nun Gedanken darüber, ob dies zu Problemen führen könnte und er möglicherweise die gesamte Arbeit deswegen nicht anerkannt bekommen könnte (z.B. Plagiats-, Ghostwritervorwurf).

Kann mir jemand von euch helfen, ob dieser Formfehler zu Problemen führen kann?
Die Formalien in den schriftlich abgegebenen Exemplaren sind den Vorgaben entsprechend.


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BeitragVerfasst: 07.06.15, 19:15 
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Versteh ich sie jetzt richtig, dass in der Metadatei nicht der Originalname des Verfassers drin steht, sondern sein Profildaten des PC?
Wäre diese denn Pflicht?

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BeitragVerfasst: 07.06.15, 19:38 
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Ja genau. Dort steht der Name des Profils des Benutzers des PCs und nicht sein richtiger.

Von der Fachhochschule gibt es für die Abgabe des digitalen Exemplares keine Vorgabe, welche meinem Freund genannt wurde. Auch in der Prüfungsordnung ist hierzu nichts genannt.


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BeitragVerfasst: 07.06.15, 19:48 
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Also über die Dateieigenschaften der elektronischen Dateien würde ich mir weniger Sorgen machen. Entscheidend dürfte die gebundene Fassung mit der eidesstattlichen sein.
Zumal die elektronische vermutlich nur gefordert wird um die Arbeit einacher per Software auf Plagiate prüfen zu können.


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BeitragVerfasst: 07.06.15, 21:54 
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ExDevil67 hat geschrieben:
Also über die Dateieigenschaften der elektronischen Dateien würde ich mir weniger Sorgen machen.
:?: Da könnte jemand aber vermuten, dass die Arbeit tatsächlich von dem im Datei-Header genannten Autor geschrieben wurde :evil:

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BeitragVerfasst: 07.06.15, 22:35 
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PurpleRain hat geschrieben:
ExDevil67 hat geschrieben:
Also über die Dateieigenschaften der elektronischen Dateien würde ich mir weniger Sorgen machen.
:?: Da könnte jemand aber vermuten, dass die Arbeit tatsächlich von dem im Datei-Header genannten Autor geschrieben wurde :evil:


So? Angenommen mein Rechner heißt "Prinz Porno". Habe ich meine Arbeiten deshalb nicht selbst geschrieben, sondern ein adliger Schnösel mit einem Namen der ohne Jugendfreigabe ist? Wohl kaum. Entscheidend ist, was bei der Plagiatssoftwareprüfung rauskommt.


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BeitragVerfasst: 07.06.15, 23:23 
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kingofthehill hat geschrieben:
Angenommen mein Rechner heißt "Prinz Porno".
Hier geht es nicht um den Rechnernamen, sondern um den Anmeldenamen.
Soweit unter Autor "Prinz Porno" stehen würde, gäbe es wohl keinen Verdacht. Ich vermute aber, es steht der Name einer anderen, real existierenden, womöglich sogar an der Uni auch bekannten, Person drin. :engel:

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BeitragVerfasst: 08.06.15, 05:47 
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PurpleRain hat geschrieben:
Ich vermute aber, es steht der Name einer anderen, real existierenden, womöglich sogar an der Uni auch bekannten, Person drin. :engel:



Selbst wenn dem so wäre, dann fehlt anscheinend die entsprechende Regel.
plbg hat geschrieben:
Von der Fachhochschule gibt es für die Abgabe des digitalen Exemplares keine Vorgabe, welche meinem Freund genannt wurde. Auch in der Prüfungsordnung ist hierzu nichts genannt.


Oder hat der TE noch eine gesetzliche Vorgabe vergessen?

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BeitragVerfasst: 08.06.15, 06:04 
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ktown hat geschrieben:
plbg hat geschrieben:
Von der Fachhochschule gibt es für die Abgabe des digitalen Exemplares keine Vorgabe, ...
Oder hat der TE noch eine gesetzliche Vorgabe vergessen?
Braucht die Vermutung, die Arbeit wäre von jemand anderen als dem Prüfling erstellt worden, eine prüfungsrechtliche oder gesetzliche Vorgabe? Müssen die Arbeiten neuerdings nicht mehr selbständig verfasst werden?

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BeitragVerfasst: 08.06.15, 06:40 
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Ich behaupte, dass nach dieser Theorie viele Bachelor- oder Masterarbeiten Probleme haben werden, da sie auf den hochschuleigenen PC erstellt werden.
PurpleRain hat geschrieben:
Braucht die Vermutung, die Arbeit wäre von jemand anderen als dem Prüfling erstellt worden, eine prüfungsrechtliche oder gesetzliche Vorgabe?


Meines Erachtens ja, da der Student mit seiner eidesstattlichen Versicherung schlussendlich die Korrektheit bestätigt.
Hinzu kommt noch, dass in den Regelungen der Prüfungsausschüsse immer ein gedrucktes Exemplar in 2 oder 3-facher Ausfertigung verlangt wird und die digitale Form nur als zusätzlich bezeichnet wird.

Sollte der Prüfungsausschuss den Verdacht eines Plagiates haben wird sicherlich der Anhaltspunkt einer abweichenden Namensnennung in den Metadaten als alleiniger Verdachtsmoment nicht ausreichen um weitere Untersuchungen über das übliche hinaus zu rechtfertigen.

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BeitragVerfasst: 08.06.15, 17:15 
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Hallo,

mal praktisch gedacht:
Heißt der Verfasser "Hans Müller" und der Benutzer des PC´s "Hugendubel" oder so?

MfG

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Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet


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BeitragVerfasst: 08.06.15, 20:36 
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Hallo alle zusammen,

vielen vielen Dank an alle für diese vielen Rückmeldungen und die angeregte Diskussion :-)

Das Beispiel mit Prinz Porno passt schon sehr gut, da mein Kollege auch einen Alias verwendet, welcher jedoch nicht auf eine real existierende Person zeigt. Ich denke daher, dass ich Ihn anhand Eurer/Ihrer Beiträge beruhigen kann, da er sich sowieso seiner Sache (obwohl die Arbeit in meinen Augen top ist) nicht wirklich sicher ist und er immer wieder Details findet an denen er sich zur Verstärkung seiner Nervosität aufhängen kann.

Falls dieser Alias jedoch auf eine real existierende Person zeigen würde, kann ich mir jedoch auch nicht vorstellen, dass dabei viel passieren würde, da man ja auch einen fremden PC benutzen könnte, wenn man beispielsweise keinen eigenen besitzt.
Und Metadaten lassen sich ja sowieso relativ einfach verändern, sodass wohl, wie es schon gesagt wurde, die Plagiatsprüfung wesentlich wichtiger sein dürfte. Hierbei hat man es in den MINT-Fächern ja sowieso etwas einfacher, da man nicht alles komplett mit Fußnoten versehen muss wie es in den Geisteswissenschaften meines Wissens nach üblich ist.


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