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recht.de • Thema anzeigen - Rechtslage Prüfungseinspruch
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 Betreff des Beitrags: Rechtslage Prüfungseinspruch
BeitragVerfasst: 31.12.16, 12:45 
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Registriert: 31.12.16, 12:29
Beiträge: 1
Hallo,

Ich habe ein Paar Fragen bzgl. des Vorgehens, bei einem Widerspruch zur Notenvergabe.

Angenommen es würde folgender fiktiver Fall vorliegen:

Als Ersatz für die reguläre Leistungsvergabe in einem Seminar, hat der Student an einem Forschungsprojekt der Dozentin teilgenommen. Die Arbeit in dem Vorschungsprojekt übersteigt grundsätzlich die normalen Anforderungen im Seminar (Arbeitsaufwand), erlaub aber eigentlich keine differenzierte Notenvergabe. Der Student hat schriftlich von der Dozentin die Bestätigung erhalten, dass die erbrachte Leistung im Forschungsprojekt den Anforderungen im Seminar enstspricht.
Daraufhin hat ihn die Dozentin (nach langer Zeit) mit einer 4,0 bewertet (alle anderen Noten im entsprechenden Studienschwerpunkt sind im 1,0-1,3 Bereich). Dies wird damit begründet, dass keine zusätzlich schriftliche Arbeit eingereicht wurde und dass im Forschungsprojekt keine besonderen Ergebnisse rauskahmen (das Projekt war aber allein von der Dozentin konzipiert und wurde genau nach Manual durchgeführt). Eine weitere schriftliche Arbeit wurde vorher nicht angesprochen und ist auch nicht auf der schriftlichen Bestätigung erwähnt.
Als schriftliche Bewertungsgrundlage wäre laut Prüfungsordnung auch die schriftliche Begleitung der Durchführung des Programmes möglich (nach jeder Stunde wurde kurz festgehalten was passiert ist).

Aus diesem Grund hat ich dann der Student schriftlichen Widerspruch beim Prüfungsamt eingereicht. Jedoch wurde ihm bisher immer nur mitgeteilt, dass es noch keine Entscheidung gibt. Er hat bereits darauf hingewiesen, dass sein Studium bald beendet ist und er deshalb schnellstmöglich eine Entscheidung benötige, jedoch ohne Erfolg. Es sind nun bereits 8 Monate nach Widerspruchseingang vergangen.


Meine Fragen:
Könnte ein Student in einem solchen Fall eine Frist setzen und wenn ja, wie würde er dabei am besten vorgehen?
Sollte der Einspruch abgelehnt werden, wie kann der Student weiter vorgehen bzw. wie sind seine Aussichten auf Erfolg? Der Student will eigentlich keine Prüfungswiederholung erreichen, da die Durchführung des Projektes den Arbeitsaufwand des normalen Seminars bei weitem überstiegen hat. Ist es überhaupt denkbar etwas anderes zu erreichen als eine Prüfungswiederholung? Ggf. eine Leistungsverbuchung ohne Bewertung?
Wie ist die Rechtslage?


Vielen Dank schonmal.

Freundliche Grüße,

Andi


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