Abschlussarbeit

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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Krake
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Abschlussarbeit

Beitrag von Krake » 19.11.17, 19:57

Hallo zusammen!

Meine Abschlussarbeit habe ich im Jahre 2014 geschrieben und bestanden. Dabei hat mir eine Bekannte geholfen diese zu verfassen (Korrekturlesen). Die Bezahlung erfolgte auf das Konto der Bekannten.

Jetzt will mein Exmann,der auf mich sauer ist, weil er das Schreiben vom Gericht wegen Kindesunterhalt bekommen hat, mich als Antwort darauf erpressen, indem er rechtlich vorgehen will angeblich "hätte ich meine Abschlussarbeit gekauft!"

1.Hat er überhaupt Recht es zu tun? (oder nur der Professor/ Universität, wenn ein Verdacht auf nicht-selber-geschriebene-Arbreit besteht?)

2.Ob der Anwalt und das Gericht überhaupt diese Sache annehmen werden?

Selbst wenn es so wäre,wie der Exmann behauptet, würde die Sache ohne ausreichende Beweise, wie z.B. der Vertrag zwischen dem Auftraggeber und Ghoswriter (den natürlich nie existierte), weitergehen?

Mir ist es einfach nur sehr interessant, ob die Sache für den Exmann auf die Blamage vorprogrammiert ist, wenn er zum Anwalt oder zum Prüfungsamt der Uni geht :)

Wie ist dabei die Rechtslage?

LG
Krake

FM
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Re: Abschlussarbeit

Beitrag von FM » 19.11.17, 21:34

Über die Entziehung des akademischen Grades entscheidet natürlich die Hochschule. Darauf hinweisen darf sie im Prinzip jeder, der einen Verdacht hat. Dann findet ein Verfahren zur Überprüfung statt.

Dafür gibt es ja prominente Beispiele, u.a. einige aus diesem Grund ehemalige Bundesminister.

alana4
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Re: Abschlussarbeit

Beitrag von alana4 » 20.11.17, 07:34

Warum sollte es verwerflich sein, eine Arbeit jemandem zum Korrekturlesen vorzulegen?

winterspaziergang
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Re: Abschlussarbeit

Beitrag von winterspaziergang » 20.11.17, 08:53

Krake hat geschrieben:Hallo zusammen!

Meine Abschlussarbeit habe ich im Jahre 2014 geschrieben und bestanden. Dabei hat mir eine Bekannte geholfen diese zu verfassen (Korrekturlesen).
wenn der Bekannte nur "Korrektur gelesen" hat, sollte man auch nur so nennen und nicht davon, dass er beim "Verfassen" geholfen hat. Das ist nicht das gleiche.
Jetzt will mein Exmann,der auf mich sauer ist, weil er das Schreiben vom Gericht wegen Kindesunterhalt bekommen hat, mich als Antwort darauf erpressen, indem er rechtlich vorgehen will angeblich "hätte ich meine Abschlussarbeit gekauft!"
wenn das nicht stimmt und er offenbar aus Rache so handelt, ließe sich juristisch der Spieß sehr leicht umdrehen
1.Hat er überhaupt Recht es zu tun? (oder nur der Professor/ Universität, wenn ein Verdacht auf nicht-selber-geschriebene-Arbreit besteht?)
auch hier muss man trennen. Der Ex behauptet bislang ja nur- klar, hat er das Recht eine Behauptung aufzustellen oder Zweifel an was auch immer. Ist das nachweislich im Wissen einer Falschbeschuldigung macht er sich aber strafbar.
Mir ist es einfach nur sehr interessant, ob die Sache für den Exmann auf die Blamage vorprogrammiert ist, wenn er zum Anwalt oder zum Prüfungsamt der Uni geht :)
Wie ist dabei die Rechtslage?
Blamage direkt wird es wohl nicht geben, man wird sich der Vorwürfe vermutlich annehmen.

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