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recht.de • Thema anzeigen - 3-Parteienhaus, einer macht sich selbst zum "Chef"
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BeitragVerfasst: 17.07.17, 10:34 
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Guten morgen und einen guten in die neue Woche :wink:

Ich habe eine Frage zu Wohnung- und Eigentümergemeinschaften.

Die Situation: Es gibt 3 Einheiten - A, B & C.

Seit Jahren gibt es immer wieder trabbel zw. A & C, man spricht kaum noch miteinander, es gibt aber auch nichts schriftliches, wer für was und wann verantwortlich ist.

A kehrt seit Jahrzehnten den Chef raus, bestimmt und alle machen mit, weil man Ärger vermeiden wollte. Nun artet es aber aus und A holt, ohne Rückfrage mit B & C, eine Hausverwaltung ins Haus, die jährliche Kosten i.H. von mind. 600€ verursacht. Alleine für das Ablesen der Zähler, ruft diese HV 450€ auf.

Frage:
- Kann in dieser Gemeinschaft A einfach alleine etwas bestimmen, was jährlich so teuer wird?
- Wie kann man A in seinem Drang nach dem "Chef spielen" mal beikommen?
Normal müsste eine WEG doch gemeinschaftlich Absprachen treffen, abstimmen etc.

- Hat die Hausverwaltung evtl. gepennt und vergessen die anderen Parteien mit in den Vertrag rein zu nehmen?

Ich bedanke mich für Eure Untrstützung. :wink:


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 10:42 
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WaCo hat geschrieben:
Kann in dieser Gemeinschaft A einfach alleine etwas bestimmen, was jährlich so teuer wird?

Nein.
WaCo hat geschrieben:
Wie kann man A in seinem Drang nach dem "Chef spielen" mal beikommen?

Man beruft wie vorgegeben eine Eigentümerversammlung ein, schreibt in die Einladung alle zu bestimmenden Punkte zur Abstimmung rein und beschließt dies mittel Abstimmung.
WaCo hat geschrieben:
Hat die Hausverwaltung evtl. gepennt und vergessen die anderen Parteien mit in den Vertrag rein zu nehmen?

Wissen wir nicht.

_________________
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BeitragVerfasst: 17.07.17, 12:39 
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WaCo hat geschrieben:
A kehrt seit Jahrzehnten den Chef raus, bestimmt und alle machen mit, weil man Ärger vermeiden wollte. ... Kann in dieser Gemeinschaft A einfach alleine etwas bestimmen,
A bestimmt ja nicht alleine. B und C machen mit indem sie A offensichtlich freie Hand lassen und damit stimmen sie zu, jedenfalls dulden sie das alleinige Handeln von A.

Ansonsten siehe Vorbeitrag.

_________________
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 13:00 
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Zitat:
Frage:
- Kann in dieser Gemeinschaft A einfach alleine etwas bestimmen, was jährlich so teuer wird?
- Wie kann man A in seinem Drang nach dem "Chef spielen" mal beikommen?
Normal müsste eine WEG doch gemeinschaftlich Absprachen treffen, abstimmen etc.

- Hat die Hausverwaltung evtl. gepennt und vergessen die anderen Parteien mit in den Vertrag rein zu nehmen?

Wenn A die Hausverwaltung alleine ohne Beschluss/Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer beauftragt hat, kann er auch alleine bezahlen. Das dürfte ihn für die Zukunft kurieren.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 13:07 
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Hi (wo?) :D

vielen Dank für die Informationen. Die helfen weiter. :wink:
Diese Woche wird noch ein Gespräch stattfinden, um mal genau solche Alleingänge zu unterbinden. :)


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 13:32 
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WaCo hat geschrieben:
Diese Woche wird noch ein Gespräch stattfinden,

....und genau das ist WischiWaschi. :evil:
Eigentümerversammlung, Tagesordnung, Beschlüsse, Protokoll.
Sonst wird das nix.

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BeitragVerfasst: 17.07.17, 13:51 
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Eigentümerversammlung ansetzen mit Tagesordnungspunkt Beauftragung Hausverwalter und dann im pers. Gespräch schon mal durchblicken lassen, dass dieser Antrag abgelehnt wird und er (A) damit die Kosten selbst tragen muss. Am besten noch in voneinander unabhängigen Gesprächen zwischen A vs. B und A vs. C. Damit ihm mal so richtig die Muffe geht. :wink:

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 15:10 
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Wie ist eigentlich so eine WEG rechtlich zu bewerten?
Wenn B und C "ihren" Anteil der Rechnung vom Verwalter nicht zahlen wollen und A nur seinen Teil zahlt, an wen wendet sich der Verwalter wegen dem Rest? Eine professionelle Verwaltung wird ja wissen, und ihren Vertrag entsprechend schreiben, das sie im Auftrag der WEG tätig wird und nicht eines einzelnen Eigentümers.

Gegen wen müsste / wird also der Verwalter klagen? A weil der eigenmächtig unterschrieben hat, B weil er der solventeste Eigentümer ist oder A,B und C als Mitglied der WEG?


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 15:20 
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ktown hat geschrieben:
Eigentümerversammlung ansetzen mit Tagesordnungspunkt Beauftragung Hausverwalter und dann im pers. Gespräch schon mal durchblicken lassen, dass dieser Antrag abgelehnt wird und er (A) damit die Kosten selbst tragen muss. Am besten noch in voneinander unabhängigen Gesprächen zwischen A vs. B und A vs. C. Damit ihm mal so richtig die Muffe geht. :wink:
Jeder Wohnungseigentümer kann eine Verwaltung verlangen, die den Vereinbarungen und Beschlüssen und, soweit solche nicht bestehen, dem Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer nach billigem Ermessen entspricht.

Es ist ja offensichtlich, dass eine gemeinsame Verwaltung der Anlage durch die Eigentümer nicht möglich ist. So kommen B & C ihrer Pflicht an einer ordnungsmäßigen Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums mitzuwirken seit Jahren nicht nach. A musste offenbar daher immer alleine entscheiden und B und C haben stillschweigend zugestimmt. Die Beauftragung eines Verwalters kann dem Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer nach billigem Ermessen entsprechen und damit wäre diese Einzelmaßnahme auch ohne Beschluss grundsätzlich wirksam.

_________________
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 18:38 
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Gemeinsam nicht möglich, ist so nicht richtig. :wink: Bestimmer wollen bestimmen, alleine, ohne Rücksicht auf den Rest.

Aber das genau zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen. Und zudem wäre es dann keine fiktive Annahme mehr. :wink:


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 23:03 
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WaCo hat geschrieben:
A kehrt seit Jahrzehnten den Chef raus, bestimmt und alle machen mit, weil man Ärger vermeiden wollte. Nun artet es aber aus und A holt, ohne Rückfrage mit B & C, eine Hausverwaltung ins Haus, die jährliche Kosten i.H. von mind. 600€ verursacht. Alleine für das Ablesen der Zähler, ruft diese HV 450€ auf.
Vermutlich hat man in der Vergangenheit aus Sparsamkeit keinen Hausverwalter bestellt. Und da ein Mindestmaß seiner Arbeit erledigt werden muss, hat der Miteigentümer A die Arbeit übernommen. Die anderen (B & C) haben sich zurückgelehnt und mäkeln nun über das Resultat ihrer Untätigkeit. Nein, vermutlich haben sie schon vorher gemäkelt, weshalb der Leitragende einfach einen professionellen HV beauftragt hat. Nun, da es Geld kostet wachen die bisherigen Nutznießer auf und werden hoffentlich aktiv einen Eigentümerversammlung einberufen und gemeinsam den HV bestätigen oder einen neuen beauftragen.
Zitat:
- Kann in dieser Gemeinschaft A einfach alleine etwas bestimmen, was jährlich so teuer wird?
Kann er nur, wenn sich kein anderer kümmert.
Zitat:
- Wie kann man A in seinem Drang nach dem "Chef spielen" mal beikommen?
Indem man eine Eigentümerversammlung einberuft auf der man einen HV beauftragt.
Zitat:
- Hat die Hausverwaltung evtl. gepennt und vergessen die anderen Parteien mit in den Vertrag rein zu nehmen?
Offensichtlich ist es so, dass die anderen Parteien gepennt haben.


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BeitragVerfasst: 18.07.17, 17:13 
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Hanomag hat geschrieben:
Vermutlich hat man in der Vergangenheit aus Sparsamkeit keinen Hausverwalter bestellt. Und da ein Mindestmaß seiner Arbeit erledigt werden muss, hat der Miteigentümer A die Arbeit übernommen.

Nein, er hat es gemacht, weil er es alleine machen wollte und niemanden diese Arbeit hat übernehmen lassen, trotz Angebote. Aber mehr Details nicht hier. :wink:


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BeitragVerfasst: 18.07.17, 17:21 
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Beiträge: 260
Selbsternannte Chefs und Beauftragte des Eigentümers in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen scheinen ja derzeit schwer en-vogue zu sein. Sind die Arbeitslosenzahlen gestiegen?


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