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recht.de • Thema anzeigen - WEG Erzwingung Zugang Hauptabsperrhähne
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BeitragVerfasst: 11.08.17, 10:46 
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Hallo liebe Mit-Foristen/innen,

angenommen in einer WEG, welche aus insgesamt 8 WEG-Anteilen (Reihenhäuser auf WEG-Grundstück) besteht, würden sowohl die Strom- als auch Wasser-Hauptanschlüsse im Keller einer WEG-Einheit (nennen wir sie Haus 3) ankommen. Von dort würden Sie in die anderen Häuser verteilt werden. Die Zähler befinden sich natürlich im Keller des Hauses 3, genauso wie die Absperrhähne/Hauptsicherungen für jede einzelne Weiterleitung.

Die anderen 7 WEG-Parteien haben vom Eigentümer des Hauses 3 keinen Zutritt zu diesen Einrichtungen. Wenn durch die Stadtwerke oder Ihrer Erfüllungsgehilfen eine Änderung an diesen Einrichtungen vorgenommen werden soll, muss man sich jedesmal um Zugang durch den Eigentümer Haus 3 bemühen.

Der Eigentümer Haus 3 lebt zusätzlich noch im nicht-europäischen Ausland. Der Zugang wird daher durch einen seiner Mieter gewährt - aber eben auch nur dann, wenn dieser anwesend ist.

Die restlichen Eigentümer machen sich nun Gedanken, was im Falle eines Notfalls zu tun wäre - Angenommen Wasserrohrbruch im Bereich des Hofes (welchen die Versorgungsleitungen unterqueren) und dringende Notwendigkeit die gesamte Wasserversorgung am Haupthahn abzusperren um weitere Schaden zu verhindern.

Gibt es irgendeine Möglichkeit, den Eigentümer zu verpflichten, den Zugang den anderen Miteigentümern zu ermöglichen?

Weitere Info's : WEG in Eigenverwaltung, Änderung der Anschlüsse durch Versorger abgelehnt - Anschluss des Grundstücks, Weiterverteilung nicht deren Problem

MfG
TAFFM


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BeitragVerfasst: 12.08.17, 11:16 
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Hallo,

nein, da sehe ich keine Möglichkeit außer Regelungen auf freiwilliger Basis.

Man müsste dazu auch die örtlichen und vertraglichen Gegebenheiten kennen.

Zum vermieteten Haus NR 3 hat selbst dessen Eigentümer nur noch ein eingeschränktes Zugangsrecht.

Das Wasser wird sich am Abzweig von der Hauptleitung mittels "Schieber" abstellen lassen. Das Werkzeug dazu hat der Versorger, kann man sich aber besorgen. Nur eigenmächtig daran rumschrauben wird man nicht dürfen.

An die Hauptsicherungen darf auch nur ein Fachmann legal ran.

Zitat:
Änderung der Anschlüsse durch Versorger abgelehnt

Eine Änderung durch die Eigentümer auf eigene Kosten sehe ich jedoch.

MfG
uwe


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 13:04 
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Wurden im Rahmen der Teilungserklärung ggf. Leitungsrechte vereinbart (Leitungsrechte zulasten Haus 3, zugunsten der übrigen Häuser) und wenn ja, mit welchem Inhalt?


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 13:34 
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Vaughn hat geschrieben:
Wurden im Rahmen der Teilungserklärung ggf. Leitungsrechte vereinbart (Leitungsrechte zulasten Haus 3, zugunsten der übrigen Häuser) und wenn ja, mit welchem Inhalt?

Braucht es bei einer WEG Leitungsrechte auf dem WEG-Grundstück? Siehe thread-Titel und
Zitat:
angenommen in einer WEG, welche aus insgesamt 8 WEG-Anteilen (Reihenhäuser auf WEG-Grundstück) besteht, würden sowohl die Strom- als auch Wasser-Hauptanschlüsse im Keller einer WEG-Einheit (nennen wir sie Haus 3)

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 14:32 
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Themenstarter
Nein, in der Teilungserklärung steht nichts diesbezüglich drin.

Grundsätzlich haben sich die Eigentümer der anderen Anteile bereits Hauptsicherungen und Absperrhähne in ihren eigenen Zugriff zusätzlich gebaut, um Arbeiten im Haus vornehmen zu können. Die restlichen Eigentümer fragen sich nun nur, was passiert, wenn ein Wasserrohr unter dem Hof bricht und kein Zugang zum Haupthahn kurzfristig erlangt werden kann, weil der Eigentümer des Hauses mit den Anschlüssen wieder mal im Ausland ist......der Hof dürfte dann komplett absaufen inkl. grossem Schaden am Gemeinschaftseigentum ohne Chance der anderen, hier irgendwas zu verhindern oder den Schaden zu begrenzen.

MfG
TAFFM


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 15:41 
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TAFFM hat geschrieben:
Die restlichen Eigentümer fragen sich nun nur, was passiert, wenn ein Wasserrohr unter dem Hof bricht und kein Zugang zum Haupthahn kurzfristig erlangt werden kann, weil der Eigentümer des Hauses mit den Anschlüssen wieder mal im Ausland ist......der Hof dürfte dann komplett absaufen inkl. grossem Schaden am Gemeinschaftseigentum ohne Chance der anderen, hier irgendwas zu verhindern oder den Schaden zu begrenzen.


Siehe Antwort von Verpflichteter:
Zitat:
Das Wasser wird sich am Abzweig von der Hauptleitung mittels "Schieber" abstellen lassen. Das Werkzeug dazu hat der Versorger, kann man sich aber besorgen. Nur eigenmächtig daran rumschrauben wird man nicht dürfen.
Das Wasser lässt sich an der Hauptversorgungsleitung abstellen. Dann hat eben kein Haus mehr Wasser.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 17:04 
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Ja, und genau diese Hauptversorgung ist ess, um die es geht ;)


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 18:17 
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TAFFM hat geschrieben:
Ja, und genau diese Hauptversorgung ist ess, um die es geht ;)

Nun nochmal vom Rechner und nicht vom Handy.

Um genau diesen Anschluss geht es den Eigentümern ja.

Die Versorger betrachten die WEG wie ein einzelnes Grundstück/Haus. Sie haben einen Anschluss gelegt von der Strasse in eines der 8 dort stehenden Häuser - von dort wird/wurde es dann auf dem Grundstück eigenverantwortlich verteilt.

Für die Versorger steht die WEG also wie ein einzelner Abnehmer da. Intern sind auch an alle Abzweigungen entsprechende Zähler montiert, um die Verbräuche entsprechend zuordnen zu können.

Der Haupthahn/die Grundstückszuführung liegt aber leider ausserhalb des Einflussbereichs der vor Ort wohnenden Eigentümer, da diese im Keller des Eigentümers ist, welcher im Ausland wohnt und leider keinen Ansprechpartner vor Ort bestimmt hat (es ist auch niemand anwesend, das Gebäude liegt brach).

Das ganze resulitiert daraus, daß das Grundstück ursprünglich von einer Familie bebaut wurde und man daher keine Notwendigkeit sah, so etwas zu regeln. Durch Verkäufe ist die ursprüngliche Familie nun komplett raus und die neuen Eigentümer fragen sich, ob, und wenn ja wie, man den anderen Eigentümer dazu bringen kann, einen Zugang zu diesen Haupthähnen bereit zu stellen.

Weitere Fragen? Gerne Fragen, ich antworte dann ;)

Grüße
TAFFM


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BeitragVerfasst: 14.08.17, 18:35 
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Wenn wirklich ein Notfall vorliegt, bricht die Feuerwehr eben die Tür oder ein Fenster auf. Die komnen immer rein.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 15.08.17, 08:33 
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Hallo,

Zitat:
Der Haupthahn/die Grundstückszuführung liegt aber leider ausserhalb des Einflussbereichs der vor Ort wohnenden Eigentümer, da diese im Keller des Eigentümers ist, welcher im Ausland wohnt und leider keinen Ansprechpartner vor Ort bestimmt hat (es ist auch niemand anwesend, das Gebäude liegt brach).


Das Absperrventil von der Hauptleitung zur Zuleitung Grundstück liegt normalerweise im Straßenbereich unter einem kleinen runden Deckel verborgen.

https://www.google.de/search?client=fir ... 3xzsyvC3Lg

Einfach mal den Versorger fragen. Wenn immer noch Sorgen bestehen passendenSchlüssel kaufen und für alle Eigentümer frei zugänglich aufhängen mit Gebrauchsanweisung.


Das rechtliche Problem ist technisch sehr leicht zu lösen.


MfG
uwe


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BeitragVerfasst: 15.08.17, 11:28 
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Hallo Uwe,

interessante Idee - aus "Betriebsblindheit" noch gar nicht drauf gekommen.

Gruß
TAFFM


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BeitragVerfasst: 18.08.17, 09:02 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Braucht es bei einer WEG Leitungsrechte auf dem WEG-Grundstück? Siehe thread-Titel und
Zitat:
angenommen in einer WEG, welche aus insgesamt 8 WEG-Anteilen (Reihenhäuser auf WEG-Grundstück) besteht, würden sowohl die Strom- als auch Wasser-Hauptanschlüsse im Keller einer WEG-Einheit (nennen wir sie Haus 3)

Würde ich schon als sinnvoll erachten. Warum sonst sollte der Eigentümer des Hauses 3 dulden, dass irgendwelche "fremden" Leitungen durch sein Haus gehen?

Ich kenne es konkret aus meiner eigenen ETW (okay, da ist es nur ein Gebäude). Im Grundbuch sind Leitungsrechte zugunsten der anderen Miteigentümer eingetragen, da ansonsten insbesondere die Wohnungen über mir ein Problem hätten, wenn ich die durch den Installationsschacht in meiner Wohnung verlaufenden Leitungen mal eben kappe.


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BeitragVerfasst: 19.08.17, 20:26 
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Hallo,

Zitat:
Warum sonst sollte der Eigentümer des Hauses 3 dulden, dass irgendwelche "fremden" Leitungen durch sein Haus gehen?


Weil es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um fremde Leitungen handelt sondern um Gemeinschaftseigentum, gleich den Wänden des Kellers, der Bodenplatte und der Kellerdecke.

Zitat:
da ansonsten insbesondere die Wohnungen über mir ein Problem hätten, wenn ich die durch den Installationsschacht in meiner Wohnung verlaufenden Leitungen mal eben kappe


Ohne die Gegebenheiten zu kennen behaupte ich einfach mal, das Problem wäre dann auf deiner Seite :)

MfG
uwe


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