Eigentümergrundschuld

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Haltestelle Ost
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Eigentümergrundschuld

Beitrag von Haltestelle Ost » 19.03.19, 11:05

Guten Morgen in die Runde,

ich habe 2 Fragen zur Eigentümergrundschuld.

Im Wiki habe ich gefunden:
„Mit einer Pfändung erwirbt dann der Pfändungsgläubiger nach § 1287 BGB ein Pfandrecht an der Eigentümergrundschuld. Die Pfändung greift jedoch nur, wenn die Eigentümergrundschuld zuvor vom Grundstückseigentümer noch nicht abgetreten worden ist.“

Meine erste Frage ist:
Ist hier unter einer Abtretung zu verstehen, dass die Eigentümergrundschuld (in Briefform) einer anderen Person formlos übergeben wurde, oder gibt es irgendwelche zu beachtende Formalitäten? Und sind hierbei auch nur theoretische Konstellationen/Vorkommnisse bekannt, nach denen der Brief bei Grundstücksverwertung/Ansprüchen nicht vorrangig akzeptiert wurde?

Meine zweite Frage wäre:
Die Eigentümergrundschuld wird ja in einer bestimmten Währung (hier Euro) eingetragen.
Nun verwalten die Zentralbanken der Welt ihre Goldbestände als Währungsreserven und erkennen damit an, dass Gold die eigentliche Währung (auch historisch) darstellt.
Ist es machbar und wenn ja, wie, dass man eine solche Grundschuld in ihrer Höhe mit einer bestimmten Anzahl Unzen Gold (oder Silber) einträgt?

Wie ist hier die Rechtslage?

Ich freue mich über laiengerechte Auskünfte und verbleibe mit einem freundlichen

Gruß aus Vorpommern.

ISpeech
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Re: Eigentümergrundschuld

Beitrag von ISpeech » 19.03.19, 14:46

Eine Eintragung in Gold ist gem. § 28 GBO i.V.m. GrPfREuroV nicht möglich. Deine Ausführungen zu Gold als "eigentliche Währung" ist falsch.

Eine Eigentümergrundschuld entsteht entweder durch Eintragung (Gläubiger = Eigentümer) oder kraft Gesetz. Lese mal den Artikel Eigentümergrundschuld bei Wikipedia.

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