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recht.de • Thema anzeigen - Arbeitgeberwechsel mit befristeten Vertrag aber mehr Gehalt
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BeitragVerfasst: 17.02.17, 18:49 
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Registriert: 17.02.17, 18:37
Beiträge: 5
Hallo alle zusammen,

ich habe folgende Fragen:

Mann/Frau befindet sich in einer Privatinsolvenz. Mittlerweile hat die Wohlverhaltensphase begonnen. Es wird ein Arbeitgeberwechsel angestrebt um sich beruflich weiterzuentwickeln, auch das Gehalt steigt, jedoch durch Unterhaltszahlungen an 2 Personen wird die Pfändungsgrenze, ab der Geld an den Treuhänder abgeführt wird nicht erreicht.
Nun ist dieser Arbeitsvertrag vorläufig auf ein Jahr befristet und wird laut unternehmen noch mal anschliesssend um ein Jahr befristet bevor ein unbefristeter Arbeitsvertrag zustande kommt. Weiterhin ist im Arbeitsvertrag ein Punkt enthalten der Gehaltsabtretungen verbietet!
Zuvor hat der Treuhänder die Möglichkeit Angebot den neuen Arbeiter nicht über die Insolvenz zu informieren, dazu wird eine gesonderte Reglung getroffen.

Wie sieht es generell aus, darf man einer neuen Job annehmen der einem beruflich weiterbringt, auch wenn dieser vorerst befristet ist?
Und dürfte das Jugentamt in diesem Fall etwas zu beanstanden haben weil der Vertrag befristet ist, obwohl man natürlich mehr Unterhalt zahlt?

Wie ist die Rechtslage?

Freue mich über jede Hilfe und bedanke mich im Voraus


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BeitragVerfasst: 19.02.17, 17:54 
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Registriert: 17.02.17, 18:37
Beiträge: 5

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Hm weiß wirklich niemand wie die Rechtslage ist in diesem Fall?

Wenn diese Klausel in einem Arbeitsvertrag steht:

Gehaltsverpfändung und –abtretung


Herr Xxxxx darf seine Gehaltsansprüche weder verpfänden noch abtreten

Ist davon in irgendeinerweise die Privatinsolvenz betroffen, bzw. kann ich mit meinem Arbeitgeber Probleme bekommen wenn ich ihn nicht von der PV informiere?

Wie ist die Rechtslage


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BeitragVerfasst: 20.02.17, 09:17 
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Registriert: 17.02.05, 08:29
Beiträge: 1213
Wohnort: Im sonnigen Süden
Das ist ja nun mehr eine arbeitsrechtliche denn eine insolvenzrechtliche Frage.

Fakt ist: bereits bestehende Abtretungen (wie in diesem Fall gegenüber dem vom Gericht berufenen Treuhänder) werden durch den später geschlossenen Arbeitsvertrag nicht berührt. Wie auch? Ein Vertrag gilt ab dem Zeitpunkt, an dem er geschlossen wird. Wenn Sie einen Mietvertrag abschließen und da steht drin, dass Sie alle 2 Wochen die Treppe putzen müssen, dann fragen Sie hier doch auch nicht "Bekomme ich Ärger, falls der vermieter erfährt, dass ich die Treppe bisher noch nie geputzt habe!" 8)

Ob man sich gegenüber dem Arbeitgeber offenbaren muss?? a) ich weiss nie, warum man es verstecken muss. Man ist einer von Millionen mit dicken Finanzproblemen (schließlich sind ja nicht alle Beamte :lachen: ). Ich wette, sie sind im Betrieb nicht der Einzige. 8) b) aber wenn jemand es nun verstecken will, ich denke nicht, dass ich mich diesbezüglich offenbaren muss :shock: :?: c) aber einfach mal im Forum Arbeitsrecht fragen. :mrgreen:

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Das Böse bringen in der Regel nicht böse Menschen in die Welt, sondern dumme.


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BeitragVerfasst: 20.02.17, 10:23 
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Insolvenzrechtlich dürfte das nicht zu beanstanden sein, wenn nach Ausbildungsstand eine angemessene Vergütung gezahlt wird. Ob es sich hierbei um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt, spielt erst einmal keine Rolle, insbesondere, wenn aufgrund der Unterhaltsverpflichtungen kein Betrag zur Masse fließt.

Die Klausel wegen des Verbots von Abtretung/Verpfändung ist in der Insolvenz/WVP unwirksam, vergl. § 287 Abs. 3 InsO.

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Scheiße verdammt noch mal, ich will wie eine Dame behandelt werden. Meredith Grey
Wenn ich allen meinen Schwestern einen Kaffee ausgeben würde, hätte
ich eine Cafeteria. Derek Shepherd


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BeitragVerfasst: 20.02.17, 11:03 
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Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:37
Beiträge: 5

Themenstarter
Vielen Dank für die Informationen, das klingt schlüssig.

Schöne Woche allen


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