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recht.de • Thema anzeigen - Untervermieter beschädigt Kochglasfeld von Untermieter
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BeitragVerfasst: 27.12.16, 02:30 
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Hi,

H ist Hauptmieter einer Wohnung. U ist der Untermieter von H. Da jemand in der Familie von U zufällig einen Herd übrig hatte, wurde der bestehende Herd durch den Herd von U ersetzt. Der Herd wurde entsorgt. Er war voll funktionstüchtig, jedoch schon etwas in die Jahre gekommen. Es wurden keine Absprachen darüber getroffen, ob der neue gebrauchte Herd jetzt in beidseitigem Eigentum ist, in das Eigentum von H übergeht oder im Eigentum von U verbleibt.

Eines Tages ist ein Schaden am Kochglasfeld aufgetreten, wodurch eine Platte dauerhaft nicht mehr benutzt werden kann. U vermutet, dass H der Verursacher ist. U begründet dass damit, dass er im fraglichen Zeitraum den Herd nicht benutzt habe. H gibt an, dass er keine Erklärung dafür habe, wie der Schaden entstanden sei.

Nun will U ausziehen. U will den Herd beim Auszug mitnehmen und Schadenersatz für das beschädigte Kochglasfeld.

Unabhängig davon, ob U nachgewiesen werden kann der Verursacher des Schadens zu sein:

  • Wäre U als Verursacher des Schadens haftbar?
  • Nehmen wir an, U wäre als Verursacher des Schadens haftbar: Beschränkt sich die Haftung auf Ersatz des Zeitwerts oder ist U verpflichtet für die Wiederbeschaffung (d.h. Anschaffung eines neuen Kochglasfelds) aufzukommen?
  • Sofern U zum Ersatz des Zeitwerts verpflichtet ist, wie hoch wäre dieser beieinem ca. 15 Jahre alten Gerät?

Besten Dank für alle Antworten!
JTF


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 03:30 
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Ich gehe davon aus, dass Sie U und H bei Ihrer Frage verwechselt haben....

Könnte man H als Verursacher des Schadens nachweisen, dann wäre H für den Schaden haftbar. Man kann aber allenfalls den Zeitwert verlangen, mehr nicht. Ein etwa 15 Jahre altes Gerät dürfte einen Zeitpunkt von +-10 oder 20 € haben.

Hat keine Haftpflichtversicherung, könnte man versuchen es darüber raus laufen zu lassen. Mehr Geld als 20€ dürfte aber dann auch nicht zu erwarten sein.

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BeitragVerfasst: 27.12.16, 14:17 
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Beiträge: 1572
Eine Verpflichtung, die defekte Heizplatte ersetzen zu müssen, dürfte aufgrund des Alters des Gerätes wohl nicht mehr durchsetzbar sein, denn die Heizplatte kann schon aufgrund des Alters des Gerätes defekt geworden sein.

War der H(Vermieter) damit einverstanden, dass U (Mieter) den Herd gegen einen anderen Herd austauscht, falls nicht, müsste U bei Auszug den alten Herd wieder reinstellen oder Ersatz dafür leisten.

Ein Herd wird, je nach Qualität, Neupreis und Hersteller nur mit max. 15 Jahre Lebensdauer veranschlagt; damit dürfte der Wert bei 0 liegen.
Sofern die unentgeltliche Entsorgung nicht über den Sperrmüll möglich wäre, kämen hier bis zu 30€ Entsorgungskosten dazu.


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 15:01 
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Biggi0001 hat geschrieben:
Ich gehe davon aus, dass Sie U und H bei Ihrer Frage verwechselt haben....


Habe ich m.E. nicht:

Zitat:
H ist Hauptmieter einer Wohnung. U ist der Untermieter von H. Da jemand in der Familie von U zufällig einen Herd übrig hatte, wurde der bestehende Herd durch den Herd von U ersetzt. Der Herd wurde entsorgt. Er war voll funktionstüchtig, jedoch schon etwas in die Jahre gekommen. Es wurden keine Absprachen darüber getroffen, ob der neue gebrauchte Herd jetzt in beidseitigem Eigentum ist, in das Eigentum von H übergeht oder im Eigentum von U verbleibt.

Zitat:
Könnte man H als Verursacher des Schadens nachweisen, dann wäre H für den Schaden haftbar. Man kann aber allenfalls den Zeitwert verlangen, mehr nicht. Ein etwa 15 Jahre altes Gerät dürfte einen Zeitpunkt von +-10 oder 20 € haben.


Okay. Spielt der Anschaffungspreis eine Rolle? Das Gerät hat neu ca. 1.000 € gekostet. Wie geht man bei der Berechnung des jährlichen Wertverlusts vor?


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 15:04 
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Baden-57 hat geschrieben:
Eine Verpflichtung, die defekte Heizplatte ersetzen zu müssen, dürfte aufgrund des Alters des Gerätes wohl nicht mehr durchsetzbar sein, denn die Heizplatte kann schon aufgrund des Alters des Gerätes defekt geworden sein.


Die Heizplatte ist nicht defekt. Auf einer der Heizplatten ist ein Schaden im Glasfeld. Sieht so aus, als wäre etwas aus Kunststoff dort auf der heißen Platte (bzw. dem heißen Glasfeld) festgebrannt, und beim anheben des Kunststoffgegenstands wäre ein Brocken Glas aus dem Glasfeld herausgerissen.

Zitat:
War der H(Vermieter) damit einverstanden, dass U (Mieter) den Herd gegen einen anderen Herd austauscht, falls nicht, müsste U bei Auszug den alten Herd wieder reinstellen oder Ersatz dafür leisten.


Ja, H war einverstanden. Aber mal rein hypothetisch mal angenommen H wäre nicht einverstanden gewesen: Müsste U auch dann Ersatz leisten, wenn der Restwert des entsorgten Geräts bereits bei Null lag?


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 16:24 
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jtf hat geschrieben:
Nun will U ausziehen. U will den Herd beim Auszug mitnehmen und Schadenersatz für das beschädigte Kochglasfeld.

Unabhängig davon, ob U nachgewiesen werden kann der Verursacher des Schadens zu sein:

  • Wäre U als Verursacher des Schadens haftbar?
  • Nehmen wir an, U wäre als Verursacher des Schadens haftbar: Beschränkt sich die Haftung auf Ersatz des Zeitwerts oder ist U verpflichtet für die Wiederbeschaffung (d.h. Anschaffung eines neuen Kochglasfelds) aufzukommen?
  • Sofern U zum Ersatz des Zeitwerts verpflichtet ist, wie hoch wäre dieser beieinem ca. 15 Jahre alten Gerät?

Besten Dank für alle Antworten!
JTF


Vielleicht doch H und U verwechselt?
Aber ganz egal, wer wem zu Schadensersatz verpflichtet ist und wie hoch der Neupreis war: Angenommene Lebensdauer 15 Jahre, jedes Jahr wird also 1/15-tel des Wertes abgezogen, d.h. nach 15 Jahren ist man bei Restwert 0.
Worüber man streiten kann, ist natürlich die anzunehmende Lebensdauer. Daher ist der Tip, der schon zu lesen war, sehr gut: wenn U (oder H, wen es halt betrifft) eine Privathaftpflicht hat, dann die einschalten. Die schätzen das dann ab.

_________________
Gruß
Jutta


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 16:37 
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Zitat:
Worüber man streiten kann, ist natürlich die anzunehmende Lebensdauer. Daher ist der Tip, der schon zu lesen war, sehr gut: wenn U (oder H, wen es halt betrifft) eine Privathaftpflicht hat, dann die einschalten. Die schätzen das dann ab.


Wird die HV überhaupt grundsätzlich verhandlungsbereit sein, wenn noch nicht mal der Schadenshergang (und somit der Verursacher) klar sind?


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 16:50 
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Hallo,

wenn der Versucherungsnehmer seiner Haftpflichtversicherung mitteilt, dass er Zweifel daran habe, den Schaden verursacht zu haben, wird die Versicherung eher nicht regulieren, bis der Geschädigte den Beleg erbracht hat, dass der Versicherungsnehmer den Schaden verursacht hat.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 29.12.16, 02:18 
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Da muß man halt überlegen, ob es sich lohnt, für 20€ die Versicherung einzuschalten und/oder anzulügen. Meine Empfehlung wäre, lassen Sie die Sache ruhen. Der eine hat einen Herd mit 3 Platten, der andere kauft sich halt für 50€ nen neuen Herd. :)

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