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recht.de • Thema anzeigen - Schenkung Haus an minderjährigen Enkel
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BeitragVerfasst: 13.02.17, 12:17 
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Berta (verh. und 2 Kinder)möchte ihr Haus an Ihren Enkel(minderjährig) verschenken oder einfach überschreiben.
Die Familie vom Enkel bezieht zum EInkommen ALG 2 dazu. Wie ist es dann, wenn der Enkel ein Haus geschenkt bekommt, wo die Grosseltern Wohnrecht auf Lebenszeit haben?
Was muss man sonst noch beachten? Es gibt soviele unterschiedliche Info´s im Netz dazu.
Danke


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BeitragVerfasst: 13.02.17, 12:27 
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Die Erziehungsberechtigten des zu beschenkenden Minderjährigen müssen die Zustimmung des Vormundschaftsgerichts einholen, ohne gerichtilche Zustimmung wird die Schenkung nicht wirksam.

Zu diesem Zweck legt man den Notarvertrag beim Vormundschaftsgericht vor.

Die Auswirkungen auf den Alg2-Bezug bitte im Unterforum Sozialrecht erfragen.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 13.02.17, 12:28 
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Danke :)


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BeitragVerfasst: 13.02.17, 13:14 
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serice hat geschrieben:
Was muss man sonst noch beachten? Es gibt soviele unterschiedliche Info´s im Netz dazu.
Danke



Zu beachten ist, dass die Großeltern sich vertraglich verpflichten, alle anfallenden Kosten zu tragen, die ein Eigentümer eigentlich tragen müsste.


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BeitragVerfasst: 13.02.17, 13:16 
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Das würden sie sowieso.
Gilt das, bis das Enkelkind 18 ist oder bis zum eigenen Ableben?


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BeitragVerfasst: 13.02.17, 13:22 
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serice hat geschrieben:
Das würden sie sowieso.
Gilt das, bis das Enkelkind 18 ist oder bis zum eigenen Ableben?



Um fair zu sein, sollte sowas natürlich bis zum Tod (beider) Großeltern gelten. Sie nutzen das Haus ja auch, wieso soll der Enkel, kosten tragen?

Vertraglich kann man aber ausmachen was man will (wobei bei Minderjährigen natürlich mit Einverständnis der Vormundschaft).


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BeitragVerfasst: 13.02.17, 19:18 
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Zitat:
Die Erziehungsberechtigten des zu beschenkenden Minderjährigen müssen die Zustimmung des Vormundschaftsgerichts einholen, ohne gerichtilche Zustimmung wird die Schenkung nicht wirksam.

Der Vertrag mus notariell beurkundet werden. Es ist eine familiengerichtigliche Gehemigung erforderlich. Darum kümmert sich der Notar.


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BeitragVerfasst: 17.02.17, 17:01 
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Beiträge: 4883
Das Haus ist kein Schonvermögen. Der Enkel würde daher kein ALG II mehr bekommen. Er müsste zunächst das Haus verkaufen und den Erlös verbrauchen.

Was soll denn mit der Schenkung eigentlich bezweckt werden? Ich kann hier weder für die Großeltern noch für den Enkel irgendwelche Vorteile erkennen, dagegen aber zahlreiche Nachteile insbesondere für die Großeltern.


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BeitragVerfasst: 22.02.17, 21:24 
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Beiträge: 6025
hambre hat geschrieben:
Das Haus ist kein Schonvermögen. Der Enkel würde daher kein ALG II mehr bekommen. Er müsste zunächst das Haus verkaufen und den Erlös verbrauchen.


Wobei er das Haus mit dem Wohnrecht vermutlich gar nicht verkaufen kann.
In diesem komplexen Fall sollte man tatsächlich einen Juristen aufsuchen und sich von diesem gegen Entgelt beraten lassen. Sonst wird das schief gehen!

_________________
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw


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BeitragVerfasst: 25.02.17, 17:12 
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@hambre: es geht darum, das im Fall des Todes der Großeltern zwei Erben da wären, zwei Söhne. Der Sohn A soll von dem Haus aber nichts haben (es gibt da mehrere Gründe), weil Sohn B schon im Haus der Eltern was gemacht hat, sodass er irgendwann mal das Haus bzw. das DG bewohnen könnte. Das würde aber noch dauern.
Da Sohn B ja noch Aufstocker ist, war die Idee mit der überschreibung auf den Enkel da.


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BeitragVerfasst: 25.02.17, 17:14 
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@oktavia: das werden wird man wohl machen müssen, danke


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BeitragVerfasst: 03.03.17, 10:27 
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Hallo,

und warum muss das Haus jetzt sofort auf den Enkel überschrieben werden? Man kann dem "guten" Sohn B oder dem Enkel doch das Haus ganz normal vererben, nach dem eigenen Ableben.

Ist das beliebte "das Haus vor dem Sozialamt retten wollen" der Beweggrund? D.h. dass im Fall der eigenen Pflegebedürftigkeit kein Vermögen mehr da sein soll, damit das Sozialamt die Zuzahlungen an das Pflegeheim übernimmt?

Dazu ist zu sagen, dass ein Haus auch dann Schonvermögen darstellt, wenn die Eigentümerin in ein Pflegeheim übergesiedelt ist, der Ehemann jedoch das (angemessene) Haus noch bewohnt.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 04.03.17, 17:20 
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Wohnort: Bonn
SusanneBerlin hat geschrieben:
Hallo,

und warum muss das Haus jetzt sofort auf den Enkel überschrieben werden? Man kann dem "guten" Sohn B oder dem Enkel doch das Haus ganz normal vererben, nach dem eigenen Ableben.

Ist das beliebte "das Haus vor dem Sozialamt retten wollen" der Beweggrund? D.h. dass im Fall der eigenen Pflegebedürftigkeit kein Vermögen mehr da sein soll, damit das Sozialamt die Zuzahlungen an das Pflegeheim übernimmt?

Dazu ist zu sagen, dass ein Haus auch dann Schonvermögen darstellt, wenn die Eigentümerin in ein Pflegeheim übergesiedelt ist, der Ehemann jedoch das (angemessene) Haus noch bewohnt.


In diesem Falle ist es mehr als klug, noch zehn Jahre mit dem Pflegeheim zu warten. Solange können Schenkungen nämlich rückgängig gemacht werden...wenn das Geld/Rente nicht für's Pflegeheim reicht. Oder die Kinder/Enkel springen halt für den Differenzbetrag ein.

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Verba docent, exempla trahunt et quae nocent, docent.


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