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recht.de • Thema anzeigen - Nachbar parkt ständig auf meinem Privatparkplatz
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BeitragVerfasst: 12.05.17, 08:19 
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Hallo liebe Leute,
vorab ich suche keine Rechtsberatung sondern nur eure Ansicht der Lage und wie ihr Handeln würdet.

Also der Sachverhalt ist wie folgt:

Ein Nachbar parkt dauernd unerlaubt auf meine PrivatParkplatz.
Habe ihn schon ca. 5 mal freundlich gebeten dies zu unterlassen.
Er sagte zwar ständig, das er in Zukunft nicht mehr dort parken wird, doch meistens 1-2 Tage später parkte er wieder dort. Habe ihm dann per Einschreiben/Rückschein eine Abmahnung geschickt. Dort stand drinnen, das er beim nächsten mal abgeschleppt wird und ich rechtlich gegen ihn vorgehen werde. Habe auch jeden Tag Fotos gemacht, wenn er auf meinem Parkplatz stand.
Die Abmahnung hatte Wirkung gezeigt, er stand einen Monat nicht mehr da. Doch jetzt stellt er sich wieder ab und zu dorthin. Ich möchte ihn ungern abschleppen lassen, da ich ja erstmal auf den Kosten sitzen bleibe bis ich diese vor Gericht eingeklagt habe.
Ich habe für nächste Woche einen Handwerker bestellt, dieser baut mir eine Parkplatzsperre hin. Nur habe ich Angst, das am Tag wenn der Handwerker kommt, mein Nachbar auf dem Parkplatz steht.
Findet ihr meine Handlungen gerechtfertigt?
Wie würdet ihr euch in meiner Situation verhalten?

Hoffe auf antworten!

Viele grüße


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 08:36 
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Jerrysun hat geschrieben:
Ich habe für nächste Woche einen Handwerker bestellt, dieser baut mir eine Parkplatzsperre hin. Nur habe ich Angst, das am Tag wenn der Handwerker kommt, mein Nachbar auf dem Parkplatz steht.


Nun, da müssen Sie einfach mal praktisch und kreativ denken. Es muss möglich sein, den Parkplatz im Vorfeld des Handwerkereinsatzes provisorisch zu blockieren bzw. zu sperren, um eine Nutzung durch den Nachbarn zu vermeiden (eigenes Auto oder Krad frühzeitig hinstellen, mit sonstigen Gegenständen, Ketten etc. sperren). Weiterhin können Sie dem Nachbarn mitteilen, dass er an diesem Tag auf gar keinen Fall dort parken darf, weil Sie einen (nicht näher bezeichneten) Handwerker bestellt haben.

Jerrysun hat geschrieben:
Findet ihr meine Handlungen gerechtfertigt?

Ja.


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 09:33 
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Man könnte ja auch überlegen, dass der Nachbar überhaupt nicht mehr auf ihrem Privatparkplatz parken kann.
Als Beispiel wären mal "automatische Poller" genannt. Effektiv wäre damit ihr Parkplatz immer frei und Sie brauchen weder Mahnen, fotografieren, telefonieren und sind relaxter wenn Sie nach hause kommen :D


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 09:48 
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Beiträge: 6116
Jerrysun hat geschrieben:
...
Wie würdet ihr euch in meiner Situation verhalten?

Hoffe auf antworten!

Viele grüße



Also ich hätte da keine Lust mich auch noch in Unkosten zu stürzen.

Besitz und Eigentum sind ein geschütztes Rechtsgut. Eine "strafbewehrte Unterlassungserklärung" sollte da Ruhe schaffen. Die Anwaltskosten muss der "Störer" tragen, man muss bloß darauf achten, daß man auch nachweisen kann, wer konkret das Auto abgestellt hat.


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 09:51 
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Beiträge: 547
Jerrysun hat geschrieben:
Ich möchte ihn ungern abschleppen lassen, da ich ja erstmal auf den Kosten sitzen bleibe bis ich diese vor Gericht eingeklagt habe.


Sofern davon auszugehen ist, dass du nicht schlussendlich auf den Kosten sitzen bleibst, würde ich abschleppen lassen. Anders ist deinem ignoranten Nachbarn offensichtlich nicht beizukommen...vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn er einmal tief in die Tasche gegriffen hat.


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 10:40 
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Sandra71 hat geschrieben:
Jerrysun hat geschrieben:
Ich möchte ihn ungern abschleppen lassen, da ich ja erstmal auf den Kosten sitzen bleibe bis ich diese vor Gericht eingeklagt habe.

Sofern davon auszugehen ist, dass du nicht schlussendlich auf den Kosten sitzen bleibst, würde ich abschleppen lassen.


Selbst WENN man das mal aus eigener Tasche zahlt und nicht zurück bekommt - wenn der Falschparker erstmal ein Taxi rufen muss, um sein 10km weiter auf dem städtischen Bauhof abgestelltes Auto wieder abholen zu können (auch wenn es ihn sonst nix kostet), hilft das oft als "Denkanstoß". Hat für mich vor etlichen Jahren in einem ähnlichen Fall wahre Wunder bewirkt, da es immer der gleiche "Besitzstörer" war.

Auf der anderen Seite kostet ein Umlegepoller nun auch nicht die Welt (so man diesen denn einfach aufstellen darf) und man hat Ruhe vor allen Störern, nicht nur vor dem einen.


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 10:59 
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zimtrecht hat geschrieben:
Sandra71 hat geschrieben:
Jerrysun hat geschrieben:
Ich möchte ihn ungern abschleppen lassen, da ich ja erstmal auf den Kosten sitzen bleibe bis ich diese vor Gericht eingeklagt habe.

Sofern davon auszugehen ist, dass du nicht schlussendlich auf den Kosten sitzen bleibst, würde ich abschleppen lassen.


Selbst WENN man das mal aus eigener Tasche zahlt und nicht zurück bekommt - wenn der Falschparker erstmal ein Taxi rufen muss, um sein 10km weiter auf dem städtischen Bauhof abgestelltes Auto wieder abholen zu können (auch wenn es ihn sonst nix kostet), hilft das oft als "Denkanstoß". Hat für mich vor etlichen Jahren in einem ähnlichen Fall wahre Wunder bewirkt, da es immer der gleiche "Besitzstörer" war.

Auf der anderen Seite kostet ein Umlegepoller nun auch nicht die Welt (so man diesen denn einfach aufstellen darf) und man hat Ruhe vor allen Störern, nicht nur vor dem einen.



Wie kommen Sie darauf, dass das Fahrzeug auf einem städtischen Bauhof landet? Die Gemeinde hat mit dem gesamten SV nichts zu tun.


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 11:59 
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Townspector hat geschrieben:
Wie kommen Sie darauf, dass das Fahrzeug auf einem städtischen Bauhof landet? Die Gemeinde hat mit dem gesamten SV nichts zu tun.


Ah, sorry, regionaler Bias... bei uns hat der örtliche Abschlepper sein Lagergelände neben dem Bauhof (sind dann aber eher 4-5 als 10km im Ort). Da landet alles, was sich nicht in unmittelbare Nähe umsetzen lässt - und wenn es in der Nähe freie Parkplätze gäbe, würde man sich ja nicht auf einen privaten stellen... Ein einfaches Umsetzen ist also meist nicht möglich.


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BeitragVerfasst: 12.05.17, 12:16 
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Sandra71 hat geschrieben:
Sofern davon auszugehen ist, dass du nicht schlussendlich auf den Kosten sitzen bleibst, würde ich abschleppen lassen. Anders ist deinem ignoranten Nachbarn offensichtlich nicht beizukommen...vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn er einmal tief in die Tasche gegriffen hat.


Der Zweck des Abschleppens ist keine Bestrafung oder erzieherische Maßnahme gegen den Falschparker. Es geht nur darum, dass der Zustand wieder beendigt, also der Parkplatz frei wird. Wenn man weiß, wer der Besitzer des Fahrzeuges ist, und wenn dieser auch noch sehr leicht erreichbar ist (Nachbar), könnte die Abschleppaktion unverhältnismäßig sein.


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BeitragVerfasst: 13.05.17, 20:39 
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Wie ist das eigentlich mit einer privaten zufahrt zu mehreren Häusern, die auch als Feuerwehrzufahrt ausgewiesen ist.
Wenn die auch immer so halb zugestellt ist, dass man mit dem PKW zwar so durchkommt - aber mit einem LKW der Feuerwehr würd's eng...

Kann man da eigentlich auch abschleppen lassen - und wer zahlt's?


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BeitragVerfasst: 13.05.17, 21:11 
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Im Ernstfaall kümmert sich die Feuerwehr dann drum. Und wenn sie die Autos mit dem eigenen "sanft" auf die Seite schieben ;-)


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BeitragVerfasst: 14.05.17, 13:34 
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Das Halteverbot an (echten) Feuerwehrzufahrten ist öffentlich-rechtlicher Natur. Hier muss also nicht der Grundstücksbesitzer selbst tätig werden, ein eventuell nötiges Abschleppen würde durch die zuständigen Behörden in die Wege geleitet.


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BeitragVerfasst: 15.05.17, 04:51 
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FM hat geschrieben:
Das Halteverbot an (echten) Feuerwehrzufahrten ist öffentlich-rechtlicher Natur. Hier muss also nicht der Grundstücksbesitzer selbst tätig werden, ein eventuell nötiges Abschleppen würde durch die zuständigen Behörden in die Wege geleitet.


Natürlich ist das eine "echte" Feuerwehrzufahrt - nur kommt da halt nur alle Schaltjahre eine Streife vorbei - und die interesiert das wahrscheinlich ohnehin nicht so wirklich...


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