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recht.de • Thema anzeigen - anwaltliche Aktivität ohne Rücksprache mit Mandanten?
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BeitragVerfasst: 02.11.16, 10:36 
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Moin,

Ein Kostenfestsetzungsbeschluss stellt fest, dass der Gegner dem Mandanten (nicht dem Anwalt!) Summe x erstatten muss.
Gegner schreibt dem Mandanten, dass er das Geld nicht in einer Summe habe und schlägt eine kurze Ratenzahlung vor (2 Raten). Der Gegner bittet von einer Zwangsvollstreckung abzusehen.
Kurze Zeit später erhält der Gegner eine Zahlungsaufforderung mit Frist 7 Tage und der Ankündigung nach Fristablauf sofort die Zwangsvollstreckung einzuleiten. Zitat: "... bin ich gehalten umgehend die Zwangsv.. einzuleiten...."

Auf Nachfage des Gegners beim Mandanten erklärt der Mandant, er habe keine Kenntnis vom dem anwaltl. Schreiben und habe es im übrigen auch nicht initiert, da er mit der Ratenzahlung einverstanden sei.

Ist das glaubwürdig oder handelt der Anwalt statthaft, wenn er das nicht mit seinem Mandanten besprochen hat?

Gruß
Carl


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 00:18 
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Die Frage muss anders gestellt werden:

hat denn der Mandant seinem Anwalt gesagt und informiert, dass er den Gegner selbst Ratenzahlung bewilligt hat? (wenn auch leider wohl nur mündlich, mithin unverbindlich und unsicher)

Wenn der Anwalt davon nichts wusste, hat er schlicht und einfach seine Pflicht getan mit diesem üblichen Standardschreiben nach 788 ZPO.


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 14:59 
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Und die Frage muss weiterhin lauten:

Hat denn der Mandant seinen Anwalt überhaupt schon bezahlt?

Ist er denn bereit selber die Zahlung zu erbringen, damit er überhaupt in der Lage ist sich mit Ratenzahlungen einverstanden zu erklären?

_________________
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 16:31 
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Wo alle noch Fragen haben... hätte ich auch eine:

Treibt der Anwalt in eigenen Namen ein also ein Beschluss nach § 126 ZPO (?) oder im Namen des Mandanten?

... und hier müsste ein Profi mal sagen, ob das überhaupt noch im ursprünglichen Mandat enthalten ist, oder das Eintreiben der Forderung eines erneuten Auftrags bedarf....

denn: Ansonsten stünde doch auch ein Anspruch des Anwalts an den Mandnten nur unabhängig neben dem des Mandanten an den ehem. Prozessgegner... :?:


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 17:31 
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Name4711 hat geschrieben:
Wo alle noch Fragen haben... hätte ich auch eine:

Treibt der Anwalt in eigenen Namen ein also ein Beschluss nach § 126 ZPO (?) oder im Namen des Mandanten?

Diese Frage läßt sich bereits beim Lesen (und Verstehen) der Eingangsfrage mit "nein" beantworten.

_________________
SusanneBerlin hat geschrieben:
Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 18:32 
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Kobayashi Maru hat geschrieben:
Name4711 hat geschrieben:
Wo alle noch Fragen haben... hätte ich auch eine:

Treibt der Anwalt in eigenen Namen ein also ein Beschluss nach § 126 ZPO (?) oder im Namen des Mandanten?

Diese Frage läßt sich bereits beim Lesen (und Verstehen) der Eingangsfrage mit "nein" beantworten.


:lachen:

Eine Frage die ein "ODER" enthält kann auch nur ein Jurist so eloquent mit "NEIN" beantworten 8)

Mir ging es dabei aber auch (ersichtlich) um den Auftrag die Forderung zu betreiben...


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 01:23 
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Auch wenn Sie, Name4711, immer alles mit wieherndem Pferdegelächter-Smiley gern kommentieren, was wenig zum Sachgehalt beiträgt:

diese Ihre Frage des erteilten Auftrages kann man nur der dortige Anwalt beantworten, ob er bereits einen Auftrag hatte, die Forderung gegen den Gegner beizutreiben, oder aber, nur geltend zu machen.


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 01:54 
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Nordlicht14 hat geschrieben:
...was wenig zum Sachgehalt beiträgt:

diese Ihre Frage des erteilten Auftrages kann man nur der dortige Anwalt beantworten, ob er bereits einen Auftrag hatte, die Forderung gegen den Gegner beizutreiben, oder aber, nur geltend zu machen.


Naja, ausserhalb der Jurisprudenz gibt es die Gepflogenheit, dass i.d.R. sowohl Auftragnehmer als auch Auftraggeber Kenntnis darüber haben, was der Inhalt einer Beauftragung sein soll.

Hier scheint der Mandant, in der Schilderung des TE, sich nicht bewusst zu sein, einen Auftrag erteilt zu haben, das Geld beizutreiben oder geltend zu machen.
Wegen der doch "etwas anderen Gepflogenheiten" in der Rechtspflege ist meine Frage durchaus ernst gemneint:

Normalerweise würde ich davon ausgehen, dass nach einem Urteil und auch Kostenfeststellungsbeschluss, die Partei sich über einen Titel freut und der Anwalt erstmal mit seinem "Ding" durch ist.

Der Anwalt rechnet über seinen Vorschuss mit dem Mandanten ab und gut. So könnte ich mir das vorstellen.

Deshalb die Frage ob es einen Automatismus gibt, den ich nicht kenne, dass der Anwalt sich dann auch noch automatisch darum kümmert aus dem Titel die Forderung zu betreiben.

Falls dem nicht so ist, wäre der Gedanke des TE doch wohl berechtigt zu fragen, wieso der Anwalt hier "ohne Rücksprache aktiv wird".

Keine Ahnung woran es lieg, dass ich, Name4711, immer so kunstvoll missverstanden werde, dabei benutze ich Begriffe gar nicht in einer Zweit - oder Drittbedeutung wie z.B. "weiterhin" im Sinne von "darüber hinaus" (da ist er wieder der Pferde(?)lacher :lachen: )


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 08:02 
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Name4711: Und weil Sie mit den "Gepflogenheiten" nicht vertraut sind, schmeißen Sie mal eben wahllos mit irgendwelchen Fachbegriffen und Paragraphen (126 ZPO) um sich, um eine völlig unbeachtliche Baustelle zu eröffnen (so denn jemand drauf angesprungen wäre)? Und wundern sich dann, daß Sie mißverstanden werden? Mich wundert das nicht und meine Lust, auf Ihre Fragen zu antworten, hält sich in Grenzen.

In der "Jurisprudenz" gibt es nicht lediglich 1 und 0. Das scheinen Sie nicht zu verstehen.

_________________
SusanneBerlin hat geschrieben:
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BeitragVerfasst: 05.11.16, 08:52 
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Höchstwahrscheinlich hat doch der Anwalt dem Mandanten ganz am Anfang der Mandatserteilung erzählt, dass im Fall des Obsiegens im Prozess, der Gegner sämtliche Kosten zu tragen hat und demzufolge dem Mandat der Anwalt "nichts kostet". Und man kann davon ausgehen, dass der Mandant darüber erfreut war und nicht etwa gesagt hat: "Nein nein, stellen Sie mir ruhig erst die Rechnung, ich kümmer mich selber drum dass der Gegner mir die Anwaltskosten ersetzt."

Demzufolge hat der Anwalt nach dem Urteil einen Kostenfestsetzungsbeschluss beantragt und sein Honorar beim Gegner eingefordert mit den üblichen die Konsequenzen aufzeigenden Floskeln "Wenn nicht... dann...Zwangsvollstreckung", denn die Möglichkeit besteht ja tstsächlich, aus dem Beschluss zu vollstrecken und er hats seinem Mandanten schließlich versprochen, dass das Honorar unproblematisch vom Gegner einzuholen ist.

Oder, CarlNDS? War es so, dass der Anwalt am Anfang sagte: "Meine Beauftragung wird Sie nichts kosten, wenn wir den Fall gewinnen und davon gehe ich aus, dann zahlt der Gegner das Honorar" oder nicht?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 09:15 
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@SusanneBerlin: Leider antwortet der TE auf die berechtigte Frage von Nordlicht14 nicht. Auf deren Beantwortung kommt es wohl an.

Es gehört nämlich tatsächlich zu den Gepflogenheiten, dem Mandanten nicht einfach den Kostenfestsetzungsbeschluß zu übersenden nach dem Motto: "jetzt sieh zu, wie du an dein Geld kommst", sondern den Gegner aufzufordern, Zahlung zu leisten. Dies auch gerne mit der Androhung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, sollte zwischen der Zustellung des Beschlusses und der Zahlungsaufforderung mehr als zwei Wochen vergangen sein. Allerdings macht sich kein Anwalt diese Arbeit, wenn er rechtzeitig vom Mandanten darüber informiert wird, daß dieser keinen Wert auf schnelle, vollumfängliche unf verzinste Zahlung Wert legt, sondern dem Gegner Ratenzahlung gewährt. Kann man machen - nur sollte man den Anwalt eben entsprechend informieren.

Für Zwangsvollstreckungsmaßnahmen muß der Anwalt selbstverständlich gesondert mandatiert werden.

_________________
SusanneBerlin hat geschrieben:
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BeitragVerfasst: 05.11.16, 10:05 
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Zitat:
Ist das glaubwürdig oder handelt der Anwalt statthaft, wenn er das nicht mit seinem Mandanten besprochen hat?


Im Ausgangsbeitrag steht:
Zitat:
Gegner schreibt dem Mandanten, dass er das Geld nicht in einer Summe habe und schlägt eine kurze Ratenzahlung vor (2 Raten). Der Gegner bittet von einer Zwangsvollstreckung abzusehen.

Wenn Sie jetzt fragen, ob der Anwalt dieses Bitte um Ratenzahlung des Gegners mit dem Mandant besprechen muss, dann frage ich mal zurück: Woher wußte der Anwalt denn von dieser Bitte des Gegners? Anscheinend wußte der Anwalt nix davon, denn der Brief ging ja direkt an den Mandanten. Es wåre an dem Mandanten gewesen, den Anwalt zu informieren, dass der Gegner in 2 Teilraten zahlen will; dass er, der Mandant damit einverstanden wäre und ob der Anwalt bereit ist, noch länger auf einen Teil seines Honorars zu warten. Hat der Mandant das?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 12:08 
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SusanneBerlin hat geschrieben:
Höchstwahrscheinlich hat doch der Anwalt dem Mandanten ganz am Anfang der Mandatserteilung erzählt, dass im Fall des Obsiegens im Prozess, der Gegner sämtliche Kosten zu tragen hat und demzufolge dem Mandat der Anwalt "nichts kostet". Und man kann davon ausgehen, dass der Mandant darüber erfreut war und nicht etwa gesagt hat: "Nein nein, stellen Sie mir ruhig erst die Rechnung, ich kümmer mich selber drum dass der Gegner mir die Anwaltskosten ersetzt."


Das ist jetzt aber auch spekuliert. Ist es nicht genauso wahrscheinlich, dass der Anwalt bereits einen Vorschuss in Höhe der Kosten verlangt (und bekommen) hat ?
SusanneBerlin hat geschrieben:
Demzufolge hat der Anwalt nach dem Urteil einen Kostenfestsetzungsbeschluss beantragt und sein Honorar beim Gegner eingefordert mit den üblichen die Konsequenzen aufzeigenden Floskeln "Wenn nicht... dann...Zwangsvollstreckung", denn die Möglichkeit besteht ja tstsächlich, aus dem Beschluss zu vollstrecken und er hats seinem Mandanten schließlich versprochen, dass das Honorar unproblematisch vom Gegner einzuholen ist.

"Floskeln " hin oder her ist ja schön und gut, aber zu schreiben " 7 Tage ... Zitat: "... bin ich gehalten umgehend die Zwang..." dann hat das für mich die Bedeutung:
Ich habe den bedingten Auftrag die Zwangsvollstreckung zu betreiben.

SusanneBerlin hat geschrieben:
Oder, CarlNDS? War es so, dass der Anwalt am Anfang sagte: "Meine Beauftragung wird Sie nichts kosten, wenn wir den Fall gewinnen und davon gehe ich aus, dann zahlt der Gegner das Honorar" oder nicht?


Ihr Juristen liebt es doch sonst immer so Haare zu spalten - nur die Frage nach dem Auftrag kann man dann nicht mit ja oder nein beantworten?


Für mich ist es "rechtlich" doch so , dass der Anwalt (ggf. noch) eine Forderung gegen den Mandanten hat und der Mandant gegen den ehemals Beklagten.

Daraus ergibt sich doch nicht(?) schon die "Unmöglichkeit", dass der Mandant Rate4nzahlung gewähren kann (->Rabenthaus)...
Auch ob der Anwalt informiert war (->Nordlicht14) ist eine zwar berechtigte Frage, allerdings würde ich darauf bestehen, dass Schreiben die an der Gegenseite gehen mit mir soweit abgesprochen werden, dass ich auch die Formuliereungen kenne: ggf. bin ich mit dem Gegner trotz allem noch geschäftlich verbunden und möchte es vermeiden noch Öl ins Feuer zu gießen.


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 16:57 
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Es wird weder dieses Standardschreiben nach 788 ZPO nach Ablauf der 14 Tages Frist, die der Schuldner hat zum Zahlen auf einen Titel hin, abgesprochen mit dem Mandanten, noch dessen Formulierung. Es sind zum einen Standardschreiben, die in der Kanzleisoftware gespeichert sind und nicht jedes Mal neu getextet werden, mit festem Inhalt (... Haben Sie nicht in der gesetzlichen Leistungszeit des 750 ZPO von 14 Tagen nach Zustellung des Titels bezahlt ..... Zahlungsaufforderung bis zum - 1 Woche - .... Zur Vermeidung der gerichtlichen ZV. Die Kosten dieser vorgerichtlichen Vollstreckungsmassnahme haben Sie nach 788 ZPO im Verzug ebenfalls zu ersetzen). Generell werden nur d ersten, sachverhaltsenthaltenden, Schreiben ggf mit dem Mandanten textlich abgestimmt und zwar dann, wenn der Mandant den Sachverhalt überprüfen soll auf Vollständigkeit hin. Danach werden sie nicht mehr abgestimmt vorher und erhält er die Korrespondenz zur Kenntnis

Das sind kleine Klickerklacker-Schreiben, die nicht groß abgestimmt werden und basta. Dafür würden gerade Sie nicht Zeithonorar zahlen, noch den Text schön nett zu designen, wie er Ihnen dann gefällt.
Für die Prüfung ob bezahlt, das Schreiben u d die Überwachung des EinGangs danach, erhält der Anwöt lediglich eine Mickymaus-Gebühr von 0,3 Quote. Das sind bei dem geringsten Streitwert bis zu 500,- lediglich 12,- netto. Da wird nicht noch groß abgestimmt textlich und dem Grunde nach.

Der Anwalt ist nicht das Schreibgerät des Mandanten, der ihm diktiert.


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BeitragVerfasst: 05.11.16, 17:06 
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Soll heißen : Das ist ein Standardschreiben. Gut.
Heißt das auch , dass es automatisch, ohne Aufforderung , immer (?) herausgeht?
Zitat:
Es wird weder dieses Standardschreiben nach 788 ZPO nach Ablauf der 14 Tages Frist, die der Schuldner hat zum Zahlen auf einen Titel hin, abgesprochen mit dem Mandanten, noch dessen Formulierung. Es sind zum einen Standardschreiben, die in der Kanzleidoftware gespeichert sind und nicht jedes Mal neu getextet werden, mit festem Inhalt (... Haben Sie nicht in der gesetzlichen Leistungszeit des 750 ZPO von 14 Tagen nach Zustellung des Titels bezahlt ..... Zahlungsaufforderung bis zum - 1 Woche - .... Zur Verneidung der gerichtlichen ZV. Die Kosten dieser vorgerichtlichen Vollstreckungsmassnahme haben Sie nach 788 ZPO im Verzug ebenfalls zu ersetzen). Generell werden nur d ersten, sachverhaltsenthaltenden, Schreiben ggf mit dem Mandanten textlich abgestimmt und zwar dann, wenn der Mandant den Sachverhalt überprüfen soll auf Vollständigkeit hin. Danach werden sie nicht mehr abgestimmt vorher und erhält er die Korrespondenz zur Kenntnis


Wohl doch besser den Text abstimmen :wink:

Zitat:
Das sind kleine Klickerklacker-Schreiben, die nicht groß abgestimmt werden und basta. Dafür würden gerade Sie nicht Zeithonorar zahlen, noch den Text schön nett zu designen, wie er Ihnen dann gefällt.
Für die Prüfung ob bezahlt, das Schreiben u d die Überwachung des EinGangs danach, erhält der Anwöt lediglich eine Mickymaus-Gebühr von 0,3 Quote. Das sind bei dem geringsten Streitwert bis zu 500,- lediglich 12,- netto. Da wird nicht noch groß abgestimmt textlich und dem Grunde nach.

Der Anwalt ist nicht das Schreibgerät des Mandanten, der ihn diktiert.


Deshalb ja die Frage ob es nicht auch für eine Mickymaus-Gebühr von 0,3 Quote denn eines Auftrags bedarf.. so'n Geizknoten wie ich :lol: würd sich ggf auch das sparen...

Ist doch eigentlich eine simple Frage - warum die Aufregung?


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