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recht.de • Thema anzeigen - Verfahrensgebühr - wann fällig ?
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 Betreff des Beitrags: Verfahrensgebühr - wann fällig ?
BeitragVerfasst: 03.11.16, 16:56 
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Verfahrensgebühr

wann fällt eine Verfahrensgebühr an?

bei dem Erstgespräch habe ich dem Anwalt Klagevollmacht erteilt
der Streitwert war noch nicht bekannt, da wollte sich der Ra erst einlesen und
dann beim 2. Termin mit mir drüber sprechen

er hatte mir Versprechungen gemacht - die er nicht eingehalten hat
deshalb habe ich ihm nach 2 Wochen das Mandat gekündigt
ausser dass er meine Unterlagen im Original vehalten hat und aus meiner Sicht
Kopien ohne Ende nach Mandatskündigung gemacht hat
hat er nichts gemacht
Klageschrift hat er auch erst nach Mandatskündigung angefangen - Standardformulierung
ohne gegl. Streitwert einzutragen
über eine Höhe des Streitwertes wurde nie gesprochen

meine Frage
reicht allein die Klageerteilung und die Einreichung von Unterlagen für eine Verfahrensgebühr aus ??

vielleicht kennt hier jemand einen ähnlich gelagerten Fall mit Aktenzeichen ???


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BeitragVerfasst: 03.11.16, 19:15 
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Hildi07 hat geschrieben:
reicht allein die Klageerteilung und die Einreichung von Unterlagen für eine Verfahrensgebühr aus ??

Ja. Es kommt allein auf den Auftrag an, der dem Anwalt erteilt wurde. Hier wurde offenbar Klageauftrag erteilt, damit ist die Verfahrensgebühr entstanden. U.U. ermäßigt sie sich.

_________________
SusanneBerlin hat geschrieben:
Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 09:18 
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Themenstarter
vereinbart war...... innerhalt von 2 Wochen eine Klageschrift anzufertigen....
das hat er nicht gemacht...... mich auch nicht informiert.... warum sie nicht fertig ist....

er hat lediglich bei meiner Rechtschutzversicherung eine Vorabvergütung geschickt mit der Bitte um Überweisung
da hat er einen Streitwert angegeben.... der überhaupt nicht abgesprochen war

eine Beratung o.ä fand nicht statt.... nur immer die Ansage... er müsse sich erst die Unterlagen anschauen.....

daraufhin habe ich dann das Mandat gekündigt...
nach Mandatskündigung hat er dann an den Beklagten 2 Briefe geschrieben....... wo er auch den selbst ernannten Streitwert eingefordert hat.

muss er nicht.... um diese 0,8 Verfahrensgebühr zu bekommen - zu verlangen
schon in irgendeiner Weise tätig gewesen sein?

in meinen Augen ist das arglistig
er labert mich beim Erstgespräch zu..... macht Versprechungen......
ich erteile ihm mündlich den Auftrag..... wir haben nichts schriftliches festgehalten.....
er lehnt sich zurück und macht nichts....
verlangt aber das Honorar....
zuerst in voller Höhe.......
schnell verdientes Geld....

Hildi


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 09:50 
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Beiträge: 5683
Die.... 0,8 Gebühr ist nach....Sachverhaltsschilderung .....richtig.....
.....berechnet :roll:

_________________
SusanneBerlin hat geschrieben:
Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 10:08 
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Themenstarter
dann schule ich um und werde Anwalt.......


in keiner anderen Branche wird das so gemacht.....
ein Arzt operiert und bekommt dann sein Honorar....
ein Autowerkstatt repariert das Auto und bekommt dann sein Geld
ich kaufe im Supermarkt ein und muss an der Kasse wür die Ware bezahlen....


Hildi


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 10:09 
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Beiträge: 4

Themenstarter
und wenn über den Streitwert überhaupt noch nicht gesprochen wurde...?
dann kann der RA sich die Höhe aussuchen...?

Hildi


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 12:14 
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Beiträge: 1765
Hildi07 hat geschrieben:
und wenn über den Streitwert überhaupt noch nicht gesprochen wurde...?
dann kann der RA sich die Höhe aussuchen...?

Hildi


Naja - je nach Gegenstand der Klage ergibt sich halt der Streitwert auch mal aus den Umständen...
Ausserdem taucht der Streiwert ja nun im Schriftverkehr auf.

Über den Zeitpunkt der Mandatskündigung dürfte wohl auch Uneinigkeit bestehen :lachen:

Zitat:
vereinbart war...... innerhalt von 2 Wochen eine Klageschrift anzufertigen....
das hat er nicht gemacht...... mich auch nicht informiert.... warum sie nicht fertig ist....


2 Wochen :lachen:

Zitat:
ich erteile ihm mündlich den Auftrag..... wir haben nichts schriftliches festgehalten.....


Mandat auch nicht schriftlich gekündigt?

Ich sag mal so...

Das ist für mich auch eines der Mysterien des Anwalt/Mandant Verhältnisses:

Anwälte raten immer dazu alles wasserdicht zu machen - und bloß keine mündlichen Absprachen zu treffen -
...zumindest wenn es Dritte angeht...
Sie selbst berufen sich aber gerne auf mündliche Verträge, wobei die für den Mandanten günstigen Bestandteile ....wohl oft Missverständlich sind oder unterschiedlich erinnert werden :?


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 12:20 
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Registriert: 13.12.04, 12:44
Beiträge: 2114
Wohnort: Neu-Ulm
Der Arzt bekommt sein Honorar aber auch, wenn der Patient stirbt
In der Werkstatt schließe ich einen Werkvertrag, da wird ein Erfolg geschuldet.
Im Supermarkt schließe ich einen Kaufvertrag, da wird Übergabe und Übereignung der Kaufsache geschuldet.
Der Anwaltsvertrag ist ein Dienstvertrag. Damit ist zunächst nur eine Tätigkeit (z.b. auch eine rechtliche Prüfung, Sichtung von Unterlagen, Urteilsrecherche) geschuldet.

Für den Gegenstandswert gibt es Vorgaben und Regeln, wie z.B. Jahresmiete für Wohnraumkündigungen, Quartalslohn für Kündigungsschutzklagen im Arbeitsrecht, Betrag bei Zahlungsklagen.
Im Verwaltungsrecht gibt es einen Katalog: http://www.bverwg.de/medien/pdf/streitwertkatalog.pdf
In seltenen Fällen kann der Anwalt den Wert tatsächlich nach billigem Ermessen festsetzen:

23 RVG

Zitat:
Soweit sich der Gegenstandswert aus diesen Vorschriften nicht ergibt und auch sonst nicht feststeht, ist er nach billigem Ermessen zu bestimmen; in Ermangelung genügender tatsächlicher Anhaltspunkte für eine Schätzung und bei nichtvermögensrechtlichen Gegenständen ist der Gegenstandswert mit 5 000 Euro, nach Lage des Falles niedriger oder höher, jedoch nicht über 500 000 Euro anzunehmen.



Ob jetzt per se eine rechnerisch korrekte Rechnung bezahlt werden muss oder nicht, wurde hier im Forum schon zu Genüge diskutiert. Nachdem ohne Nachfristsetzung gekündigt wurde, könnte der Mandant ein Problem haben.....


.... :ironie: zumal jeder andere Anwalt des Landes ihm nicht glauben wird, dass

a) eine Klage binnen 2 Wochen mit RSV in Hintergrund versprochen wurde - Es sei denn der letzte Tag der 2 Wochen fällt auf den 31.12.
b) ein Anwalt überhaupt etwas verspricht :ironie:

_________________
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Albert Einstein


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 12:47 
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Registriert: 31.05.15, 07:19
Beiträge: 1765
Wieso eigentlich :ironie:


Was mich mal interessieren würde, wäre die Frage wie das mit der Tätigkeit nach Mandatsende zu werten/verstehen ist...


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