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recht.de • Thema anzeigen - Höhe der Notargebühren ? / Ankauf eines Hauses
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BeitragVerfasst: 04.12.16, 12:48 
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Guten Tag,

a) wie hoch sind die Notarkosten: Gebühren für Beurkundung, Grundbucheintragungen etc. sowie Löschung einer Darlehensbelastung für den Käufer eines Hauses (Objekts), welcher der Notar nach Ankauf berechnet ?
(Bei einem Wert: 1. Objekt (Haus) ca. € 340.000 / 2. Hypothek-Eintragung einer ETW ca. € 150.000).

b) Wie hoch sollten die max. Kosten für Fotokopien (über Euro 100?) sein ?

c) ist der Notar verpflichtet, eine Gebührentabelle (Gnot KG) der Rechnung als Anlage beizufügen ? Ist die Gebühr für das Beurkundungsverfahren ebenfalls in der Knot KG zu finden ? Wie kann der Rechnungsempfänger die Rechnung sachllich/rechnerisch prüfen ? (Notar könnte doch in die falsche Zeile gerutscht sein ...).

Übrigens: die Kostenrechnung des Amtsgerichts/Grundbuchamt ist ähnlich "unlesbar"/wenig nachprüfbar. Ebenfalls keine Gebührentabellen beigefügt. Dort nimmt man wohl auch die GnotKG als Grundlage.

Hat der Zahler ein Recht auf "Übersetzung" ? Oder nur "schweig' und bezahle" ?

Vielen Dank im Voraus für Stellungnahmen!
:christmas

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BeitragVerfasst: 04.12.16, 13:08 
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Die Übersetzung findet sich im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Nach diesem Gesetz berechnen der Notar und das Gericht auch ihre Gebühren. In beiden Rechnungen finden sich auch die Paragraphen zu den Wertvorschriften sowie die angewandete Kostenverzeichnisnummer (KV 1234) nach dem vorgenannten Gesetz.

Zu a):
Ohne Kenntnis des Vertragsinhaltes kann die Frage nicht beantwortet werden. Nach dem Vertragsinhalt bestimmt sich der Geschäftswert und die Kosten.

Zu b):
Es gibt keine maximal Gebührenhöhe

Zu c):
Eine Gebührentabelle ist nicht beizufügen. Diese ergibt sich aus dem Gesetz.
Ruffuss hat geschrieben:
Wie kann der Rechnungsempfänger die Rechnung sachllich/rechnerisch prüfen ? (Notar könnte doch in die falsche Zeile gerutscht sein ...).
Durch Blick in das Gesetz.
Ist er mit der Rechnung nicht einverstanden, kann er die Entscheidung des Landgerichts beantrage. Steht doch auch auf der Notarrechnung!

Das Landgericht kann natürlich auch zum Ergebnis kommen, dass der Notar zu wenig berechnet hat. Dann ist der Notar nach dem Gesetz verpflichtet nachzubessern.

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 04.12.16, 13:27 
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allerbesten Dank für Ihre Sicht der Dinge.
Ich würde es halt besser finden, wenn Gebührentabellen der Rechnung beizufügen sind. Jeder kann sich vertippen oder mit dem Finger in die falsche Spalte rutschen. Und: professioneller, höflicher und demoktratischer wäre es auch ...
Aber wahrscheinlich muß das ganze "Getöns" so kompliziert, umfangreich/bürokratisch aufgemotzt werden (wie Steuererklärungen oder früher Stromrechnungen).
Ich verlasse mich denn darauf, dass weder das Grundbuchamt noch der Notar versehentlich nicht in die falsche Gebührentafelseite gerutscht sind. Auch will das Katasterfortführungsgebührengesetzt richtig interpretiert sein ?!. Ich verstehe jetzt, warum die Vereinfacher und/oder Populisten Konjunktur haben. Der Optimierungswahn generiert das Gegenteil.
Noch etwas: betragen die Notarkosten ca. 3 % der Kaufsumme ? Und: Grundbuch: 1 % ?

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BeitragVerfasst: 04.12.16, 13:49 
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Beiträge: 5241
Wohnort: Leverkusen
Ruffuss hat geschrieben:
Jeder kann sich vertippen oder mit dem Finger in die falsche Spalte rutschen. ...
Jeder der arbeitet, macht auch Fehler bei seiner Arbeit.

Die Fehlerquellen in Notarrechnungen liegen eher in der kostenrechtlichen Bewertung eines Vertrages und der daraus resultierenden Kostenfolge.

Beim Standard-Vertrag dürfte die Fehlerquote im Promillebereich liegen, da die wenigsten Notare noch händisch mit der Tabelle, sondern EDV-gestützt, arbeiten. Wenn der Geschäftswert korrekt eingegeben wird, dürfte auch die Berechnung korrekt sein. Bei Aufwendungskosten wie den Kopier- und Postauslagen wird sich nach meiner Erfahrung regelmäßig zu Gunsten des Kunden verrechnet.
Ruffuss hat geschrieben:
und demoktratischer wäre es auch
Was hat das Veifügen der Gebührentabelle bei der Rechnung des Notars mit Demokratie zu tun?
Ruffuss hat geschrieben:
Noch etwas: betragen die Notarkosten ca. 3 % der Kaufsumme ?
Das kommt auf den Einzelfall an. Von 0,8% bis 2,0% (ohne Kopier, Postauslagen und Kosten der Einsichtnahme in öffentliche Register) ist die Spanne.

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khmlev


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BeitragVerfasst: 04.12.16, 14:07 
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Beiträge: 1622
:mrgreen:

Er kann ja einen Anwalt beauftragen die Abrechnung zu prüfen...

Sollte er aber - um den dann auch noch bezahlen zu können - eine neue Hypothek eintragen lassen müssen: Vorsicht! sonst geht der Zauber von Vorne los :lachen:


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BeitragVerfasst: 04.12.16, 14:50 
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Wie bereits ausgeführt kann die Entscheidung des Landgerichts über die Kostenberechnung beantragt werden. Das Verfahren ist kostenlos. Par. 127 GNotKG

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