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Verwirkung wegen Untätigkeit des gegnerischen Anwalts?

01.02.17, 13:07

Ich habe am 2.11.16 ein Schreiben von einem Anwalt erhalten, der für seinen Mandanten für der Verkauf eines 12 Jahre alten Autos Sachmängelhaftung geltend macht, obwohl diese vertraglich ausgeschlossen wurde. Darauf habe ich in meiner Antwort vom 14.11.16 hingewiesen.
2,5 Monate habe ich nichts gehört und bin nach Treu und Glauben davon ausgegangen, dass ich die unbegründeten Forderungen erfolgreich abgewehrt habe.
Am 25.01.2017 nach 9 Wochen bzw. 72 Tagen erhalte ich überraschender Weise ein Schreiben von dem Anwalt, der behauptet, er hätte erst jetzt mit seinem Mandanten sprechen können.
Er beharrt auf den Forderungen und droht mit Beweissicherung und gerichtlicher Auseinandersetzung.
Ich bin der Meinung, dass der Anwalt nach den üblichen Gepflogenheiten in angemessener Zeit hätte reagieren müssen.
Er hätte zumindest einen Zweizeiler schreiben können, dass er seinen Mandanten nicht erreichen kann und demnächst auf die Angelegenheit zurückkommt.
2,5 Monate Untätigkeit durch einen Anwalt. Ist das nicht Verwirkung, wenn man darauf vertraut hat, dass die Angelegenheit erfolgreich abgewehrt wurde?
Wie ist die Rechtslage?

Re: Verwirkung wegen Untätigkeit des gegnerischen Anwalts?

01.02.17, 13:13

Hallo,

9 Wochen Reaktionszeit auf ein Schreiben sind in Rechtsstreitigkeiten kein Zeitinterfall, der eine Verjährung oder Verwirkung bewirkt.
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