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recht.de • Thema anzeigen - Nach Anklage des Täters Schadensersatz fordern ?
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BeitragVerfasst: 13.11.17, 17:53 
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Registriert: 12.08.17, 21:26
Beiträge: 3
Guten Abend,

ich war heute in Stadt XX vor Gericht als Zeuge geladen, da ich im vergangenen Jahr mein Telefon(Forenregeln beachten) verkauft hatte und kein Geld erhalten hab. Ich hatte den Ausweis des Täters und daher konnte ich und 7 weitere Personen ihn anklagen. Ich habe heute vergessen das wichtigste zu fragen, ob ich denn überhaupt den Wert meines Telefons zurückerhalte. Ich habe nun im Internet gesucht, aber leider nichts passendes gefunden oder einfach falsch gesucht. Sollte ich nun zu einem Anwalt gehen und das Geld einfordern oder macht dies keinen Sinn?

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen
Martin


Zuletzt geändert von ktown am 13.11.17, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 13.11.17, 18:08 
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FDR-Moderator

Registriert: 06.10.04, 15:43
Beiträge: 13981
Automatisch passiert das durch das strafrechtliche Urteil nicht.
Außer der Täter wurde explizit dazu dazu verurteilt und ist zahlungsfähig/-willig.

Ansonsten muss zivilrechtlich ggf. mir Hilfe eines Anwaltes an den Täter wenden.


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BeitragVerfasst: 13.11.17, 18:21 
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FDR-Moderator

Registriert: 13.12.04, 12:44
Beiträge: 2142
Wohnort: Ulm
Das heute dürfte ein Strafverfahren wegen Betruges gewesen sein. Da ging es nur darum, welche Strafe der Täter bekommt.
Er wurde auch nicht von dem Geschädigten oder den anderen 7 angeklagt. Das macht der Staatsanwalt, nachdem der Geschädigte und seine 7 Leidensgenossen denjenigen angezeigt haben.

Die Zahlung des Kaufpreises oder Schadensersatz müssen zivilrechtlich geltend gemacht werden, d.h. entweder indem man denjenigen verklagt, einen Antrag auf einen Mahnbescheid und danach auf einen Vollstreckungsbescheid stellt oder im Strafverfahren einen Adhäsionsantrag stellt.

Das Problem mit allen zivilrechtlichen Ansprüchen ist halt, dass man mit den Kosten und Gebühren in Vorleistung gehen muss, dann irgendwann einen Titel hat, mit dem wieder den Gerichtsvollzieher losschicken muss, hierfür wieder Gebühren bezahlen muss und hinterher hat derjenige weder Vermögen noch pfändbares Einkommen und guckt in die Röhre.

Daher sollte man das von der Person des Täters abhängig machen, sofern man keine Rechtschutzversicherung hat oder so geringes Einkommen, dass der Staat mit Prozesskostenhilfe einspringt.

Bei einem 18jährigen Gymnasiasten mit deutscher Staatsbürgerschaft wäre mir die Wahrscheinlichkeit höher, dass er in 10 oder 15 Jahren mal pfändbares Einkommen erzielt und ich meine Ansprüche inkl. Zinsen realisieren kann als bei einem 55jährigen alkoholkranken Langzeitarbeitslosen oder einem Flüchtling aus einem sicheren Herkunftsland....

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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Albert Einstein


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BeitragVerfasst: 13.11.17, 19:15 
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Registriert: 31.01.05, 08:14
Beiträge: 17101
Wohnort: Auf diesem Planeten
Milo hat geschrieben:
Bei einem 18jährigen Gymnasiasten mit deutscher Staatsbürgerschaft wäre mir die Wahrscheinlichkeit höher dass er in 10 oder 15 Jahren mal pfändbares Einkommen erzielt und ich meine Ansprüche inkl.
Warum das? Woran machen sie das fest? Ist ein Migrationshintergrund gleichzusetzen mit dem Sozialstaat auf der Tasche liegen?

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 13.11.17, 21:12 
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Registriert: 18.07.11, 22:30
Beiträge: 2370
Es geht um Wahrscheinlichkeiten. Eine gute Schulbildung und entsprechende hiesige Sozialisierung machen ein erfolgreiches Berufsleben wahrscheinlicher wie das meiste andere.

Es gib regelmäßig Berichte aus allen möglichen Ecken, dass die Durchdringung sozialer Schichten Deutschland vergleichsweise schwierig ist. Insofern hat er recht.

Auch wenn es politisch schwer unkorrekt ist.


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BeitragVerfasst: 13.11.17, 22:13 
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FDR-Moderator

Registriert: 13.12.04, 12:44
Beiträge: 2142
Wohnort: Ulm
ktown hat geschrieben:
Milo hat geschrieben:
Bei einem 18jährigen Gymnasiasten mit deutscher Staatsbürgerschaft wäre mir die Wahrscheinlichkeit höher dass er in 10 oder 15 Jahren mal pfändbares Einkommen erzielt und ich meine Ansprüche inkl.
Warum das? Woran machen sie das fest? Ist ein Migrationshintergrund gleichzusetzen mit dem Sozialstaat auf der Tasche liegen?


Ich sprach nicht von Migrationshintergrund, sondern nahm als ein Beispiel einen "Flüchtling aus einem sicheren Herkunftsstaat".
Der darf im Regelfall nicht arbeiten und hat kaum eine Bleibechance.

http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschut ... -node.html

Wenn man hier dieses Beispiel als politisch schwer inkorrekt bezeichnet, möge man mir die Wahrscheinlichkeit darlegen, dass ein Flüchtling aus einem sicheren Herkunftsland in den nächsten 30 Jahren in Deutschland ein Monatseinkommen von mehr als 1139 Euro netto erzielt.

Aber ich will nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich hätte was gegen Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten. Die Jungs sind Hauptsponsor für den Geigenunterricht meiner Töchter :ironie: :devil:

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Albert Einstein


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BeitragVerfasst: 14.11.17, 01:05 
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Registriert: 15.07.16, 19:06
Beiträge: 471
Es existiert das sog. Adhäsionsverfahren. Allerdings muss man das beantragen, und Strafgerichte haben häufig keine Lust darauf. So macht sich die Justiz doppelt Arbeit und lässt Opfer im Regen stehen.


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