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recht.de • Thema anzeigen - Hecke roden durch Gartenbaufirma
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 Betreff des Beitrags: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 27.03.17, 10:44 
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Hallo,
ich möchte eine Mauer in meinem Garten am Haus erstellen lassen. Um die Mauer setzen zu können muss die Baufirma eine ca. 3m lange Thuja entfernen. Jetzt ist der 1.3. natürlich schon vorbei und eigentlich darf man die nun gar nicht mehr entfernen. Die Baufirma sagte mir er würde die einfach wegmachen ohne eine Genehmigung.
Meine Frage nun:
- Falls mich jetzt jemand anzeigt bin ich dafür haftbar wenn der Unternehmer die Hecke entfernt hat? Auch wenn im Auftrag ausdrücklich daraufhingewiesen ist das er die Hecke entfernt?
- ist es möglich die Hecke nicht zu entfernen sondern nur zu versetzen? Das ist ja keine Rodung der Hecke.
Wie ist die Rechtslage hierzu?

Vielen dank Gruß Jchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 27.03.17, 12:32 
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bullijochen hat geschrieben:
Falls mich jetzt jemand anzeigt bin ich dafür haftbar wenn der Unternehmer die Hecke entfernt hat? Auch wenn im Auftrag ausdrücklich daraufhingewiesen ist das er die Hecke entfernt?

Wenn Du einen Auftrag zur Heckenentfernung erteilst dann ist doch klar, dass Du haftest. Der Unternehmer wird die Arbeiten sicher nicht auf eigene Kappe ausführen und das Risiko eines Bußgeldes tragen (und wenn er es doch tut dann gegen saftigen Aufpreis).

bullijochen hat geschrieben:
ist es möglich die Hecke nicht zu entfernen sondern nur zu versetzen? Das ist ja keine Rodung der Hecke.

Mal davon abgesehen dass es mich wundern sollte, wenn die Hecke das überlebt - die darin (theoretisch) nistenden Vögel dürften einen Umzug auch nicht überleben (bzw. deren Behausungen, Eier usw.). Das Umsetzen einer Hecke ist auch ein Eingriff in den Bestand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 27.03.17, 12:40 
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Tja da bleibt dann wohl nur.....warten und das ganze für den Herbst planen.....ist ja nicht mehr lange hin :wink:

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"Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit." Zitat Mark Twain


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 28.03.17, 10:17 
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Hallo Zusammen,
die Baufirma hat nun beim Amt angerufen und eine mündlich Zusage erhalten das die Hecke entfernt werden kann. In wie weit ist das rechtens, im Fall das mich jemand anzeigt?

Gruß Jochen


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 28.03.17, 11:35 
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Ist die Frage ernst gemeint? Wenn Du die angebliche mündliche Zusage beweisen kannst bekommst Du keinen Ärger. Kannst Du das?
Sowas lässt man sich immer schriftlich geben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 28.03.17, 12:41 
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lottchen hat geschrieben:
Ist die Frage ernst gemeint? Wenn Du die angebliche mündliche Zusage beweisen kannst bekommst Du keinen Ärger. Kannst Du das?
Sowas lässt man sich immer schriftlich geben!
Zu erwähnen ist noch, dass hier das Bauamt nicht für zuständig ist, sondern die Naturschutzbehörde. Daher sind solche Aussagen des Bauamtes mit äußerster Vorsicht zu genießen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 29.03.17, 16:32 
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lottchen hat geschrieben:
bullijochen hat geschrieben:
Falls mich jetzt jemand anzeigt bin ich dafür haftbar wenn der Unternehmer die Hecke entfernt hat? Auch wenn im Auftrag ausdrücklich daraufhingewiesen ist das er die Hecke entfernt?

Wenn Du einen Auftrag zur Heckenentfernung erteilst dann ist doch klar, dass Du haftest. Der Unternehmer wird die Arbeiten sicher nicht auf eigene Kappe ausführen und das Risiko eines Bußgeldes tragen (und wenn er es doch tut dann gegen saftigen Aufpreis).


Mit "haftbar" dürften hier im Ergebnis strafrechtliche bzw. ordnungswidrigkeitenrechtliche Konsequenzen gemeint sein. Nicht jedoch zivilrechtlicher Schadensersatz.

Und da ist die Firma. bzw. der Arbeiter, der gegen die jeweilige Vorschrift verstößt, zuallererst verantwortlich, egal ob er es (freiwillig?) auf die eigene Kappe nimmt oder nicht. Eher zweitrangig dürfte sich die Frage stellen, ob genug Beweise vorliegen, dass auch ein Auftraggeber bestraft werden kann.

Wenn ich einen Handwerker beauftrage, gehe ich zunächst davon aus, dass er die fachspezifischen Vorschriften kennt und einhält. Da dürfte es dann aber natürlich auch auf die Besonderheiten des Einzelfalles ankommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 29.03.17, 19:03 
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ktown hat geschrieben:
lottchen hat geschrieben:
Ist die Frage ernst gemeint? Wenn Du die angebliche mündliche Zusage beweisen kannst bekommst Du keinen Ärger. Kannst Du das?
Sowas lässt man sich immer schriftlich geben!
Zu erwähnen ist noch, dass hier das Bauamt nicht für zuständig ist, sondern die Naturschutzbehörde. Daher sind solche Aussagen des Bauamtes mit äußerster Vorsicht zu genießen.
Ist schon erstaunlich, welcher Fliegenschiss hier hochgespielt wird. Bei uns in der Gegend wird jetzt noch gerodet, vom Bauamt der Stadt wohlbemerkt. Sicher kann man so eine Hecke auch nach Gelegen absuchen. Andererseits ist es auch nicht dramatisch ein Gelege zu zerstören. Die Vögel werden innerhalb kürzester Zeit ein neues anlegen, so dass der Schaden marginal bleibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 29.03.17, 19:31 
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Hanomag hat geschrieben:
vom Bauamt der Stadt wohlbemerkt
An der Aussage merkt man, dass sie von nichts eine Ahnung haben und davon sehr viel.

Ansonsten sei gesagt, dass es nicht in der Verantwortung des Forums liegt, was der TE macht. Es werden nur die rechtlichen Aspekte aufgezeigt. Bewerten und entscheiden muss jeder für sich selbst und er muss letztlich, sollte es auffallen und jemand bei der zuständigen Behörde nicht gefallen, die Konsequenz selbst tragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 29.03.17, 22:01 
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ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:
vom Bauamt der Stadt wohlbemerkt
An der Aussage merkt man, dass sie von nichts eine Ahnung haben und davon sehr viel.
Na und, da habe ich den Bauhof versehentlich als Bauamt betitelt, ändert aber nichts am Fakt, dass staatliche Stellen auch mal gegen geltendes Recht verstoßen.

Jeder ist in einem oder mehreren Bereichen ahnungslos, aber von nichts eine Ahnung zu haben, trifft allenfalls auf ein Neugeborenes zu. Deshalb ist die pauschale Aussage einem Erwachsenen gegenüber, er wäre ahnungslos oder hätte von nichts eine Ahnung, nicht nur falsch sondern auch noch dumm. Dazu hast Du ja bereits Mark Twains in Deiner Signatur trefflich zitiert, "Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit." Der hat allerdings auch nur das von sich gegeben, was schon seit Menschengedenken Realität ist.

ktown hat geschrieben:
Tja da bleibt dann wohl nur.....warten und das ganze für den Herbst planen.....ist ja nicht mehr lange hin :wink:
Duckmäuser werden vielleicht, ohne auszuloten was machbar ist, so eine Empfehlung annehmen. Aber wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Die Vogeleltern verlieren mit dem Bau eines neuen Geleges vielleicht zwei Wochen, der Bauherr und auch der Bauunternehmer hätten einen ganz anderen Schaden zu verzeichnen.

ktown hat geschrieben:
Ansonsten sei gesagt, dass es nicht in der Verantwortung des Forums liegt, was der TE macht. Es werden nur die rechtlichen Aspekte aufgezeigt. Bewerten und entscheiden muss jeder für sich selbst und er muss letztlich, sollte es auffallen und jemand bei der zuständigen Behörde nicht gefallen, die Konsequenz selbst tragen.
Umso wichtiger für den TE vielseitige Meinungen zu hören.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 29.03.17, 23:02 
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Hanomag hat geschrieben:
Duckmäuser werden vielleicht, ohne auszuloten was machbar ist, so eine Empfehlung annehmen. Aber wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Die Vogeleltern verlieren mit dem Bau eines neuen Geleges vielleicht zwei Wochen, der Bauherr und auch der Bauunternehmer hätten einen ganz anderen Schaden zu verzeichnen.


Wo läge denn ein Schaden?
Ich kenne deine Argumentation von vielen uneinsichtigen Egoisten wenns um Parken in Feuerwehreinfahrten o.ä. geht.
Ab 1.3. jeden Jahres ist es eben aus gutem Grund verboten Hecken zurückzuschneiden oder zu roden.
Wenn man versäumt hat dies vorher zu tun, hat man eben Pech gehabt, war ja genug Zeit es zu tun. Wir haben jetzt fast April, d.h. es ist schon ein Monat rum. Das Ganze kann eben auch teuer werden Klick. Da der Handwerker schon anbot das ohne Genehmigung zu machen wqürde ich ihm nicht glauben dass er wirklich eine mündliche Genehmigung bekommen hat. Zumal er eine falsche Stelle angerufen hat. Kann ihm ja auch egal sein, das Bußgeld muss er ja auch nicht zahlen.

Ich hoffe, die Mauer ist genehmigungsfrei oder es ist eine Baugenehmigung eingeholt worden. Ein Handwerker der so offensichtlich Regeln missachten will dem trau ich zu dass er dazu auch nix gesagt hat. Für Baugenehmigungen ist nämlich auch der Bauherr zuständig!

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"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw


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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 30.03.17, 06:36 
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Hanomag hat geschrieben:
da habe ich den Bauhof versehentlich als Bauamt betitelt
auch das ist falsch.....aber egal :wink:
Hanomag hat geschrieben:
ändert aber nichts am Fakt, dass staatliche Stellen auch mal gegen geltendes Recht verstoßen.
wenn's so einfach wäre :lachen: Erstens enthält das Gesetz Außnahmen und zweitens kann es andere Gründe geben, die einen Eingriff jetzt notwendig machen.

Beim TE scheint beides nicht zuzutreffen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hecke roden durch Gartenbaufirma
BeitragVerfasst: 30.03.17, 20:08 
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Registriert: 16.07.13, 21:59
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Oktavia hat geschrieben:
Zumal er eine falsche Stelle angerufen hat. Kann ihm ja auch egal sein, das Bußgeld muss er ja auch nicht zahlen.


Warum wird im Thread eigentlich immer wieder behauptet, ein Handwerker darf gegen geltendes Recht verstoßen ohne dafür verantwortlich zu sein ?


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