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recht.de • Thema anzeigen - Standfestigung eines Baumes ? Welcher Gutachter ?
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BeitragVerfasst: 15.10.14, 16:59 
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Wohnort: Bremen
Guten Tag,

im Garten einer Eigentumswohnanlage soll die Standfestigkeit eines ca. 30 m hohen Baumes geprüft werden. Die Eigentümer sind unterschiedlicher Ansicht hinsichtlich der Bestellung eines Gutachters:

a) soll der Gutachter vereidigt und/oder öffentliche bestellt sein.

Oder

b) soll ein Landschaftsgärtner mit angeschlossener Baumfäll-Abteilung als Gutachter

gewählt werden.

Der nicht vereidigte Gutachter ist weitaus preisgünstiger.
Die Verwaltung ist der Ansicht, dass man gehalten ist, immer die preisgünstigste Alternative zu ordern.

Gibt es Erfahrungen und/oder Stellungnahme/Meinungen und/oder gesetzliche Vorgaben, warum der nicht vereidigte Gutachter preisgünstiger sein soll ?

Genießen vor Gericht und Versicherung beide gleich starkes Vertrauen?

Danke für Kommentare, Nennung von möglichen Fällen (AZ) oder gar Statistiken (bei wem fällt der Baum schneller?)
Grüsse,

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Fluxus


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BeitragVerfasst: 15.10.14, 19:31 
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Beiträge: 1884
Wohnort: Europa
Klasse Frage: Wann fällt der Baum schneller?
Ist aber natürlich rein fiktiv ... :lachen:

Reine Erfahrungswerte:
Sollte es zu einem Rechtsstreit zwischen den Eigentümern um die Fällgenehmigung kommen - der in dieser Fragestellung implizit steckt - ist ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger immer die bessere Wahl.
Dem "Landschaftsgärtner mit angeschlossener Baumfäll-Abteilung" könnte relativ einfach wirtschaftliches Interesse beim Gutachten unterstellt werden.

_________________
Ich verabscheue Ihre Meinung, doch ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß sie sie äußern dürfen!(E.B. Hall)
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist. (C.-L. de Montesquieu)


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BeitragVerfasst: 15.10.14, 19:51 
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Beiträge: 73
Wohnort: Azoren
Wir hatten vor ca. 10 Jahren in NRW auch einmal so eine Frage und haben uns an das zuständige Forstamt gewand. Die Begutachtung hat uns noch nicht mal was gekostet. Ich würde es einfach mal versuchen.


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BeitragVerfasst: 17.10.14, 22:56 
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Beiträge: 220

Themenstarter
Wohnort: Bremen
Mike Gimmerthal hat geschrieben:
Klasse Frage: Wann fällt der Baum schneller?
Ist aber natürlich rein fiktiv ... :lachen:

Reine Erfahrungswerte:
Sollte es zu einem Rechtsstreit zwischen den Eigentümern um die Fällgenehmigung kommen - der in dieser Fragestellung implizit steckt - ist ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger immer die bessere Wahl.
Dem "Landschaftsgärtner mit angeschlossener Baumfäll-Abteilung" könnte relativ einfach wirtschaftliches Interesse beim Gutachten unterstellt werden.


Die Genehmigung zum Fällen ist vorhanden: bei einem Durchmesser von weniger als 3 m ist das kein Problem (so die Umweltbehörde). Handelt es sich um eine Tanne, bedarf es auch dann keiner behördlichen Genehmigung, wenn der Durchmesser über 3 m beträgt.
Der Baum hat einen Durchmesser von ca. 2,50 m. Es ist doch auch eine Frage von Baumerhalt. Oder ?
Andere sehen den Baum nur als einen Schattenwerfer. Und: die Kosten für das Fällen eines 30 m hohen Baumes belaufen sich auf ca. 3000 Euro. (inkl. Abtransport, Kran, Seilkletterer usw).
Könnte es sein, dass bei einem nicht vereidigten Gutachter (Landschaftsgärtner mit angeschlossener Fällabteilung) Bäume 3 x öfter fallen als bei einem öffentliche bestellten, vereidigten Gutachter? Gibt es Kommentare, Lektüre, Statistiken und Kritik bei den Umweltschützern ?

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Fluxus


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BeitragVerfasst: 18.10.14, 06:29 
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Beiträge: 718
Bemerkung am Rande:

Mit der behördlichen Genehmigung zur Baumfällung dürfte wohl eine Befreiung von einer örtlichen Baumschutzverordnung gemeint sein.
Derartige Befreiungen greifen in die Eigentumsverhältnisse nicht ein.
D.h. selbst wenn eine Behörde eine Befreiung ausspricht, darf man den Baum nicht ohne Weiteres gegen den Willen eines Eigentümers oder sonstigen (zivilrechtlich) berechtigten Fällen.


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BeitragVerfasst: 18.10.14, 11:21 
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Beiträge: 1198
Ruffuss hat geschrieben:
Die Genehmigung zum Fällen ist vorhanden: bei einem Durchmesser von weniger als 3 m ist das kein Problem

Ach...! :shock: Wie groß mag denn der Anteil von Bäumen sein, deren Stämme mehr als 3 m Durchmesser haben?

Ruffuss hat geschrieben:
Der Baum hat einen Durchmesser von ca. 2,50 m.

Krass! :o Das bedeutet ja, dass er einen Umfang von sage und schreibe 7,85 m hat! Ich staune. :!:


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BeitragVerfasst: 18.10.14, 11:32 
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Beiträge: 220

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Wohnort: Bremen
FelixSt hat geschrieben:
Ruffuss hat geschrieben:
Die Genehmigung zum Fällen ist vorhanden: bei einem Durchmesser von weniger als 3 m ist das kein Problem

Ach...! :shock: Wie groß mag denn der Anteil von Bäumen sein, deren Stämme mehr als 3 m Durchmesser haben?

Ruffuss hat geschrieben:
Der Baum hat einen Durchmesser von ca. 2,50 m.

Krass! :o Das bedeutet ja, dass er einen Umfang von sage und schreibe 7,85 m hat! Ich staune. :!:


Danke. Anstatt Durchmesser muss es Umfang heißen.
Fluxus Ruffuss.

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