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recht.de • Thema anzeigen - Zahnarzt Behandlung abgebrochen, Behandlungswunsch
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BeitragVerfasst: 19.03.17, 23:13 
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Beiträge: 58
Hallo Forum,

Patient bricht beim Popcornkauen ein Stück vom Zahn ab.
Er geht sofort zu seinem Zahnarzt. Dieser nimmt Digitales Röntgen vor. Der Patient ist schon lange in Behandlung und es bestehen keine Weiteren Wünsche bzw. Behandlungen. Der Arzt schaut sich den Zahn an und will eine Gesamtbehandlung einleiten. Es wird keine Behandlung weitervorgenommen oder vorgeschlagen und der Patient nachhause geschickt.
Eine Woche später erhält Patient Kostenvoranschläge für Brücken und Implantate.
Patient teilt telefonisch mit, dass er nur diesen einen Zahn per eventuell Krone behandelt haben möchte.
Es kommt zu keiner Reaktion der Praxis.

Wie ist die Rechtslage, muss der Zahnarzt Behandlung fortführen bzw. Behandlungswünsche entgegennehmen.
Der Zahnarzt scheint eine kostenintensive Behandlung zu präferieren und ansonsten nicht interessiert zu sein an einer Weiterbehandlung.

Vielen Dank

Viele Grüße
Susette


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BeitragVerfasst: 19.03.17, 23:32 
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Beiträge: 14089
Wenn ein Arzt eine vom Patienten gewünschte Behandlung für medizinisch falsch hält, kann man ihn nicht dazu zwingen.

Der Patient kann ja jederzeit zu einem anderen Arzt gehen.


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BeitragVerfasst: 20.03.17, 00:30 
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Wohnort: Niedersachsen
FM hat geschrieben:
Wenn ein Arzt eine vom Patienten gewünschte Behandlung für medizinisch falsch hält, kann man ihn nicht dazu zwingen.
Sieht aus, als bräuchte der Zahnarzt Geld. Mit Brücken und Implantaten einem Stück abgebrochenem Zahn zu begegnen ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Man muss als Patient auch nicht mit der vom Zahnarzt vorgeschlagenen Maßnahme einverstanden sein. Wenn Patient und Zahnarzt wegen der Behandlung nicht überein kommen, sollte sich der Patient tatsächlich einen anderen Zahnarzt suchen.

Da lobe ich mir im Übrigen meinen Zahnarzt, der bei gleichem Problem einfach ein Stück angeflickt hat mit den Worten: Mal sehen, wie lange das hält. Eine Krone können wir später immer noch drauf machen.

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Ich bin kein Jurist.
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BeitragVerfasst: 20.03.17, 06:34 
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Beiträge: 10429
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Froggel hat geschrieben:
Sieht aus, als bräuchte der Zahnarzt Geld.

Sieht eher so aus. als seien die Zähne in einem desolaten Zustand. Es ist nicht normal, dass ein Zahn abbricht, wenn man auf etwas so "hartem" wie Popcorn kaut.

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40th president of US (1911 - 2004)


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BeitragVerfasst: 20.03.17, 07:09 
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Wohnort: Berlin
Froggel hat geschrieben:
Sieht aus, als bräuchte der Zahnarzt Geld. Mit Brücken und Implantaten einem Stück abgebrochenem Zahn zu begegnen ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Wir kennen doch gar nicht den Zustand des Zahnes und des übrigen Gebisses.


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BeitragVerfasst: 20.03.17, 15:56 
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Beiträge: 2190
Wohnort: Niedersachsen
Dummerchen hat geschrieben:
Sieht eher so aus. als seien die Zähne in einem desolaten Zustand. Es ist nicht normal, dass ein Zahn abbricht, wenn man auf etwas so "hartem" wie Popcorn kaut.
Im Popcorn befinden sich oftmals auch Körner, die nicht aufgeplatzt sind. Diese können bei entsprechendem Alter und Zustand des Gebisses beim drauf Kauen durchaus dafür sorgen, dass Zahnteile wegplatzen, ohne dass das gesamte Gebiss gleich saniert werden muss. Ist mir auch schon passiert, obwohl niemand, am wenigsten mein Zahnarzt, mein Gebiss als desolat bezeichnen würde. Im Gegenteil - zweimal im Jahr gehe ich zur Vorsorge in die Praxis, grinse den Zahnarzt an und gehe nach der Untersuchung wieder mit einem warmen Handschlag. Wer kann das schon von sich behaupten?

Auch wenn das Gebiss vielleicht nicht mehr in ganz so gutem Zustand ist, ist das noch lange kein Grund, den Kostenvoranschlag für eine Vollsanierung zu machen, wenn es beim Gespräch lediglich um einen Zahn geht. Darüber hätte der Zahnarzt bereits bei der Untersuchung mit dem Patienten sprechen können. Das scheint aber gar nicht geschehen zu sein:
Susette hat geschrieben:
Es wird keine Behandlung weitervorgenommen oder vorgeschlagen und der Patient nachhause geschickt.
Abgesehen davon gibt es so einige (Zahn)ärzte, die gern mehr machen, als sie machen müssten. Wenn dem nicht so wäre, würden die Patiententests, die immer mal wieder stattfinden, ergebnislos verlaufen. Leider sind aber etliche Ärzte mehr Kaufmänner, als dass sie die für den Patienten sinnvollste Lösung wählen würden. Fazit: Man muss nicht alles glauben, was diese Fachleute von sich geben. So manches Mal ist es sinnvoll, sich eine zweite Meinung zu holen, insbesondere wenn es sich um dermaßen teure Maßnahmen handelt.

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