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recht.de • Thema anzeigen - arztbrief - arzt hat diagnosen erfunden!
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BeitragVerfasst: 11.07.17, 18:26 
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Beiträge: 25
hallo,

ich habe einige schwerwiegende erkrankungen,
sodass ich regelmäßig zu fachärzten muss!

es ist ein rheumatologe mit dabei, rheuma bedingt.
neurologe, ms bedingt.
es ist auch ein schmerztherapeut dabei.
und noch einige fachärzte mehr.

jetzt kam eine neue fachrichtung dazu, weil meine
nieren krankhaft betroffen sind.
zu dem neuen nephrologen, habe ich etliche meiner befunde mitgenommen.

die untersuchungen/gespräch lief gut.

jetzt erhielt ich den arztbrief.
dieser assistenzarzt schrieb als diagnose, medikamenten abusus!
ich weiß nicht, wo er das her hat? in keinem meiner arztbriefe
wird diese diagnose erwähnt, nicht mal von schmerztherapeut!
auch habe ich nie missbrauch betrieben.

das ärgert mich sehr, weil wenn das andere ärzte lesen,
werde ich sofort in eine schublade gesteckt.
außerdem wird der arztbrief in meiner elektronischen akte des
krankenhauses gespeichert sein!
für jeden ist dieser abusus nun ersichtlich!
jedem pfleger/schwester/arzt!

ich finde das einfach nur dreist!
weil es nicht den tatsachen entspricht.

ich habe den arzt ne mail geschickt, und hoffe auf eine
positive reaktion.

wenn nicht, was kann ich tun?
ich würde sogar einen anwalt einschalten. ich finde das ist rufschädigung!

hat jemand eine idee?
danke!


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BeitragVerfasst: 11.07.17, 19:23 
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Beiträge: 85
Ich, selbst Arzt im Krankenhaus, würde erstmal das ruhige, sachliche Gespräch mit dem Assistenzarzt suchen. Vielleicht auch im Beisein des zuständigen Oberarztes. Ruhig einen Termin geben lassen und ohne Vorurteile ins Gespräch gehen.

Das Problem ist, Arzneimittel- oder Medikamentenabusus ist ja kein fest stehender, definierter Begriff. Was ist noch "normale" Medikamenteneinnahme, wo fängt der Abusus an? Die Übergänge sind fließend.

Sollten Assistenz- und Oberarzt auf dieser Diagnose bestehen, wird man wohl auch richtigerweise keine vernünftige Möglichkeit haben, diese aus der Welt zu kriegen.

So würde ich das beurteilen.


Zuletzt geändert von gandolf am 11.07.17, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.07.17, 19:36 
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Registriert: 02.03.14, 17:57
Beiträge: 263
Weis der Nephrologe denn von den anderen Erkrankungen und den damit Einhergehenden Medikamentengaben?


Zuletzt geändert von ratlose mama am 11.07.17, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.07.17, 19:42 
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Beiträge: 85
Sie schrieben ja selber, Sie haben etliche ihrer Befunde mitgenommen. Also nehm ich mal an, dass der Nephrologe schon ganz gut Bescheid wußte.

Muss er ja auch, sonst könnte er Sie ja gar nicht behandeln. Wie er dann auf Medikamentenabusus kam, ist natürlich von hier schwer zu sagen.


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BeitragVerfasst: 11.07.17, 20:33 
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Beiträge: 395
Falls keine Verständigung möglich ist bleibt noch, den Arztbrief (so man ihn selbst in der Hand hält) in die Rundablage zu befördern. Eine Nachricht an das Krankenhaus, dass man der Datenweitergabe generell widerspricht, sollte den Rest bewirken. Normalerweise braucht es dafür sogar das explizite Einverständnis des Patienten, welches aber bei Anfragen durch andere Ärzte schon mal grundsätzlich vorausgesetzt wird.

Und auch innerhalb des KKH sollte doch nicht jeder Angestellte Zugriff auf Akten anderer Stationen haben, oder irre ich mich?


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BeitragVerfasst: 11.07.17, 20:52 
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Beiträge: 25

Themenstarter
hallo,

danke für die antworten!
ich hoffe sehr, das es ein einlenken gibt!

meine ex kollegen arbeiten in dieser klinik,
ich bin selber krankenschwester, und wurde wegen der
rheuma, ms diagnosen berentet.

nicht nur kollegen sind in dieser klinik, sondern auch bekannte von uns.
jeder gibt mal den namen im interanet von bekannten oder
kranken kollegen ein.
und schon würde das gerede losgehen!

auch wenn es meine ex kollegen sind, und ich sie kaum noch sehe.
bei unseren bekannten die dort arbeiten, sieht es schon
anders aus! die sehen wir öfter.....
und schon würde es die runde in unserem freundeskreis machen.
der gedanke daran, ist alleine schon ätzend!
und ja, ich habe auch schon in ruhigen nachtdiensten, kollegen im
intranet (pc) gesucht, und deren arztbriefe gelesen.

@ gmmg,
jeder pfleger, jede schwester, jeder arzt hat zugang
zu sämtlich arztbriefen und befunden!
das ist keine große sache!


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BeitragVerfasst: 11.07.17, 21:02 
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Beiträge: 25

Themenstarter
hallo gandolf,

"Das Problem ist, Arzneimittel- oder Medikamentenabusus ist ja kein fest stehender, definierter Begriff. Was ist noch "normale" Medikamenteneinnahme, wo fängt der Abusus an? Die Übergänge sind fließend.

Sollten Assistenz- und Oberarzt auf dieser Diagnose bestehen, wird man wohl auch richtigerweise keine vernünftige Möglichkeit haben, diese aus der Welt zu kriegen"


die frage ist halt, ob es einem assistenzarzt zusteht eine für mich,
so schwerwiedende diagnose zu stellen!

wenn dann hätte doch mein schmerztherapeut, eher das recht dazu!

jetzt habe ich den assistenzarzt angeschrieben, wenn ich
keine raktion bekomme, schreibe ich den oberarzt an.
wenn das alles nicht helfen sollte, werde ich einen anwalt
einschalten.
allerdings hoffe ich, dass das nicht nötig sein wird!

der assistenzarzt kann gerne von regelmäßige medikamenten
einnahme schreiben, alle andere geht für meine begriffe zu weit.
ich muss die konsequenz tragen, nicht der junge arzt...


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BeitragVerfasst: 11.07.17, 23:46 
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Beiträge: 395
aorta hat geschrieben:
@ gmmg,
jeder pfleger, jede schwester, jeder arzt hat zugang
zu sämtlich arztbriefen und befunden!
das ist keine große sache!
Soweit so schlecht, das scheint mir weit ab von der Rechtmäßigkeit zu sein. Vgl. bspw. http://www.bsafb.de/fileadmin/downloads ... flicht.pdf S. 37 unter "Schweigepflicht unter Ärzten"

Sicher, die Praxis schaut oft dürftig aus, das konnte ich auch selbst erleben. Hier ist es wichtig immer wieder die beteiligten Personen auf die Schutzwürdigkeit der Daten und den eigenen WIllen hinzuweisen.


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BeitragVerfasst: 12.07.17, 08:25 
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Beiträge: 263
aorta hat geschrieben:
und ja, ich habe auch schon in ruhigen nachtdiensten, kollegen im
intranet (pc) gesucht, und deren arztbriefe gelesen.


Mal davon abgesehen, dass das wohl auch rechtlich sicher bedenklich ist...

Du hast selber vertrauliche Dinge gelesen. Wahrscheinlich waren diese Kollegen aber zu dieser Zeit keine Patienten auf deiner Station. Also war es reine Neugier und nicht ein notwendigs Übel zur Ausübung deiner Tätigkeit. Was hattest du denn mit den so erworbenen Infos angefangen?

Irgendwie hat das schon was ironisch, dass gerade diese Praxis dir jetzt unangenehm ist.

Mehr als mit dem Arzt zu sprechen wird dir nicht übrig bleiben. Vielleicht ändert er den Bericht, vielleicht besteht er aber auch auf seiner Meinung, dass eben trotz Erkrankung zuviele Medis genommen wurden


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BeitragVerfasst: 12.07.17, 09:57 
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Beiträge: 25

Themenstarter
Zitat:
Mal davon abgesehen, dass das wohl auch rechtlich sicher bedenklich ist...

Du hast selber vertrauliche Dinge gelesen. Wahrscheinlich waren diese Kollegen aber zu dieser Zeit keine Patienten auf deiner Station. Also war es reine Neugier und nicht ein notwendigs Übel zur Ausübung deiner Tätigkeit. Was hattest du denn mit den so erworbenen Infos angefangen?

Irgendwie hat das schon was ironisch, dass gerade diese Praxis dir jetzt unangenehm ist.

Mehr als mit dem Arzt zu sprechen wird dir nicht übrig bleiben. Vielleicht ändert er den Bericht, vielleicht besteht er aber auch auf seiner Meinung, dass eben trotz Erkrankung zuviele Medis genommen wurden

-------------

wie gut, das du dich in diesem bereich so gut auskennst!

echt fachliche antwort!

du bildest dir ein urteil über mich, ohne die fakten zu kennen,
sehr hilfreich!

vielleicht kannst du dir vorstellen, das man mit etlichen grunderkranken
auch entsprechend eingestellt ist!
danke das du mich dafür verurteilst!

du scheinst nie groß krank oder chr. krank gewesen zu sein.
freu dich!
warum sollte man auch ms, rheuma usw. medikamentös einstellen?
ist ja egal, ob ich im rollstuhl lande oder pflegefall werde!
stimmt, ich sollte die medis, spritzen, die infusionen im schubfall
einfach weglassen! dann geht es halt schneller abwärts mit mir!

ich bin froh, das nicht viele deine einstellung teilen.....

aber vielleicht hat man als rastlose mama, ja die qualifikation
solche tollen tipps zu geben!

verschone mich mit deinen kommentaren!


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BeitragVerfasst: 12.07.17, 11:43 
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Beiträge: 2271
Wohnort: Thüringen
Hallo

wieso so aggressiv? Niemand hat Sie veurteilt (bis jetzt).

um es einmal ganz klar fest zu halten. Sie sagen keinem hier ob er etwas schreiben darf oder nicht. Wenn Ihnen irgendetwas (zum Beispiel mein Text) nicht gefällt dann ist das Ihr Problem das Sie mit sicgh alleine ausmachen müssen. Schreiben Sie einfach nichts, dann gibt es auch keine Antworten über die Sie sich ärgern müssen.

Im Übrigen: Haben Sie eigentlich schon einmal darüber nachgedacht ob der Arzt vielleicht einfach nur Recht hat mit der Diagnose? Wie wollen Sie oder wir als Laien ohne Kenntnisse des Sachverhaltes das beurteilen.

Ich rate, was schon geschrieben wurde, nämlich ein ruhiges und vernünftiges Gespräch mit Arzt und Chefarzt bei dem Sie die beiden um eine Erläuterung der Dignose mit entsprerechenden Nachweise bitten. Wenn Sie gegenüber dem Assistenzarzt so agressiv auftreten wie hier im Forum wird es allerdings schwierig.

_________________
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.


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BeitragVerfasst: 12.07.17, 12:00 
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Registriert: 13.09.11, 17:21
Beiträge: 176
Guten Tag,
heutzutage sind doch die Diagnosen meist nach dem ICD (International Classif. of Diseases) codiert. Welcher ICD Schlüssel wird denn angegeben.
Oftmals sind nämlich die Klartextbeschreibungen missverständlich.

Ein Beispiel:

ICD F55 nennt sich u.a. "Schädlicher Gebrauch von Medikamenten"

Der Nephrologe versteht darunter meist völlig wertneutral den vielfachen Gebrauch diverser Arzneimittel, der ja bekanntermassen die Nieren schädigt.

Der Nervenarzt kann (muß aber nicht) etwas anderes damit meinen, nämlich einen nicht bestimmungsgemäßen Übergebrauch von Arzneimitteln (auch ohne med. Begründung)

Somit sind Diagnosen/ICD-Codes auch immer im Kontext der jeweiligen Fachdisziplin zu sehen.

Einfach formuliert: Was für den Einen "Usus" ist, mag für den Anderen "Abusus" sein.

Ich kann aus rein mediz. Sicht gut nachvollziehen, daß die "Abusus-Schwelle" bei einem Nephrologen sehr tief hängt wenn man sich vor Augen hält, daß die WEIT ÜBERWIEGENDE MEHRZAHL von Nierenschäden bis hin zur Dialysepflicht durch Medikamentengebrauch verursacht wird.
Insofern sehe ich auch keine juristisch begründbare Pflicht, diese Diagnose nachträglich zu ändern.
Ein Arzt weiß die Befunde/Diagnosen sicher auch korrekt zu werten, wenn sie Ihm vorgelegt werden.


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BeitragVerfasst: 12.07.17, 12:10 
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Registriert: 02.03.14, 17:57
Beiträge: 263
Ich hatte nur angemerkt, das ein unnötiges Lsen von Patientenakten aus Datenschutzgründen rechtlich sehr zweifelhaft ist.

Jeder AN im medizinischen Bereich (ob direkt oder nur indirekt) hat in seinem Arbeitsvertag eine Veschwiegenheitsklausel und oft auch einen Hinweis darauf, das man nur in die Akten schauen darf, die für den eigenen Arbeitsbereich notwendig sind.

Ja, ich arbeite in dem Bereich. Aber ich muss mir z.B. keine komplette Patientenakte angucken, wenn ich Rechnungen ausstelle. Dazu reicht die VO. Alles andere geht mich nichts an und interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Ebenso die Daten der anderen MA. Von meiner Stelle her verwalte ich u.a. die AU. Da würde mir aber auch nicht im Traum einfallen mit einem anderen MA darüber zu reden. Wozu auch.

Und von daher ist es für mich einfach befremdlich, wenn man für sich etwas in Anspruch nehmen will, was man bei anderen nicht so genau nimmt ;-)

Ich habe jedes Verständnis für schwer und chronisch Erkrankte. Keine Frage. Allerdings ist es eben ab und zu auch mal so, das Arzt und Patient unterschiedlicher Meinung sind, da sie einfach von verschiedenen Seite draufgucken. Was für den einen noch unter normale Medikamentendosis fällt beurteilt der andere evtl. eben schon als kritisch. Viellicht auch mit dem Hintergrund, das viele Medis eben irgendwann zu Nierenschäden führen können


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