Navigationspfad: Home arrow Foren
Foren
recht.de • Thema anzeigen - Rechtslage bei überteuerter Abrechnung Totenschein
Aktuelle Zeit: 26.06.17, 03:32

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 07.11.16, 20:58 
Offline
noch neu hier

Registriert: 07.11.16, 20:35
Beiträge: 3
Guten Abend Zusammen,
folgender Diskussionsverhalt:
Person A verstirbt Nachts im Pflegeheim, der Arzt kommt nach ca 3 Stunden (er wusste vom bereits eingetretenen Tot)
Schickt den Angehörigen eine Rechnung mit knapp 170 Euro ( GöA 50, G, 4, 100, TP (gibt es nicht, Wegegeld ;-))
Angehörige kommen dahinter, bitten um Rechnungskorrektur. Antwort: Nein, der Bestatter ist viel teurer.
Klientin bezahlt den ihr für angemessenen Betrag und auf Anraten der Ärztekammer auch den Restbetrag.
Nächste Vorgehensweise: Ärztekammer, von dort Weiterleitung an Ärztlichen Kreisverband.
Dann wird die Originalrechnung eingefordert und eine stornierte Neurechnung über 100.- € weniger geschickt.
Die Originalrechnung wurde von den Angehörigen mit der Bitte, den Betrag zu überweisen.
Nach einigen Tagen kommt ein Brief ins Haus, in dem die Angehörige als "spezielle" Klientin angesprochen wird und es wird behauptet, daß nie die gesamte Rechnung beglichen wurde.
Wie seht ihr die Rechtslage? Wie könnte man da vorgehen?
Viele Grüße
Hertha


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.11.16, 08:00 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 16.11.13, 14:23
Beiträge: 4024
Hertha 2016 hat geschrieben:
Klientin bezahlt den ihr für angemessenen Betrag und auf Anraten der Ärztekammer auch den Restbetrag.


etwas unverständlich beschrieben. Also: Die Angehörigen zahlen erst den aus ihrer Sicht "angemessenen Betrag" und auf Anraten der Ärztekammer dann auch den Rest?

Zitat:
Nächste Vorgehensweise: Ärztekammer, von dort Weiterleitung an Ärztlichen Kreisverband.
Dann wird die Originalrechnung eingefordert und eine stornierte Neurechnung über 100.- € weniger geschickt.


neue Rechnung ausgestellt, nachdem die komplett bezahlt wurde?

Zitat:
Die Originalrechnung wurde von den Angehörigen mit der Bitte, den Betrag zu überweisen.


Die Originalrechnung wurde was? verschickt, eingereicht, weitergeleitet...?

Zitat:
Nach einigen Tagen kommt ein Brief ins Haus, in dem die Angehörige als "spezielle" Klientin angesprochen wird und es wird behauptet, daß nie die gesamte Rechnung beglichen wurde.
Wie seht ihr die Rechtslage? Wie könnte man da vorgehen?


Wenn das o.a. richtig verstanden wurde: Wohl mitteilen und mit entsprechenden Unterlagen nachweisen, dass man die erste, später stornierte Rechnung bezahlt hat und um die offenbar ausstehende Rücküberweisung bitten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.11.16, 15:16 
Offline
noch neu hier

Registriert: 07.11.16, 20:35
Beiträge: 3

Themenstarter
Hallo Winterspaziergang,
1) wurde der angemessene Betrag bezahlt, dann der Rest, also die komplett eingeforderte Rechnung.
2) Nachdem die Ärztekammer gebeten hat, dem Arzt die Originalrechnung zu schicken, wurde diese, mit der Bitte, den zuviel bezahlten Betrag zurück zu bezahlen per Post an den Arzt gesendet.
3) sendet Arzt einen Brief an die Kammer, in dem er die Angehörigen als "speziell" beschimpft und behauptet, dass nie die Geamtrechnung beglichen wurde.

Ich hoffe, ich habe es nun verständlcher geschrieben :lachen:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.11.16, 16:33 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 30.11.05, 16:48
Beiträge: 412
[quote="Hertha 2016"]
1) wurde der angemessene Betrag bezahlt, dann der Rest, also die komplett eingeforderte Rechnung.

Wo ist das Problem?
Darüber existiert doch sicher ein Beleg, Überweisung per Bank oder Quittung der Praxis bei bar Bezahlung.
Dem der Die Behauptung aufstellte, dass nie der ganze Betrag gezahlt wurde, diesen Beleg in Kopie zukommen lassen und die Auszahlung der Restsumme einfordern. b.m.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.11.16, 21:06 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 08.12.04, 20:03
Beiträge: 702
GÖÄ 50 beim Totenschein abzurechnen grenzt auch schon an gewerbsmäßigen Betrug. Das müsste sich doch langsam bis zum letzten Arzt rumgesprochen haben, dass man dafür einen noch lebenden Patienten braucht. Zumalen dann auch die Krankenversicherung des Verstorbenen dafür zahlt.

Die 4 (Fremdanamnese) ist da etwas kreativer aber genauso unzulässig.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.11.16, 21:32 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 21.01.05, 19:42
Beiträge: 12087
Wohnort: Rheinlandpfalz
hallo,

ich habe beim Tod eines Angehörigen auch eine total überteuerte Re bekommen. Die Lief aber über den Bestatter. Der hat mich darauf hingewiesen, dass die Re nicht in Ordnung ist und mir den richtigen Betrag samt Begründung mitgeliefert. Habe die Re zurück geschickt und um korrekte Abrechnung gebeten. Die kam innerhal einer Woche ordnungsgem. zurück.
Man kanns ja mal probieren, oft achten Hinterbliebene garnicht auf solche Dinge weil sie keinen Kopf dafür haben.
Solche Ärzte sind das Letze und schaden ihren anständigen Kollegen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 11.11.16, 19:57 
Offline
noch neu hier

Registriert: 07.11.16, 20:35
Beiträge: 3

Themenstarter
Hallo,
also die Angehörigen haben den Arzt ja angeschrieben und um Korrektur gebeten, was er ja abgelehnt hat.
Auch zu leugnen, daß die komplette Rechnung bezahlt wurde ist dreist.
Ich weiß nicht, ob ich meiner Freundin raten sollte, doch einen Anwalt einzuschalten und Anzeige zu erstatten.
Natürlich geht es nur um 100- € , aber das bei 10 Patienten gemacht, sind schon ein schönes Urlaubsgeld.
LG
Hertha


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 11.11.16, 23:17 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 16.11.13, 14:23
Beiträge: 4024
Hertha 2016 hat geschrieben:
Hallo,
also die Angehörigen haben den Arzt ja angeschrieben und um Korrektur gebeten, was er ja abgelehnt hat.
Auch zu leugnen, daß die komplette Rechnung bezahlt wurde ist dreist.


ist dumm von ihm, falls er nachweislich falsche Posten berechnet hat und mag sein, dass er dreist ist, aber zunächst mal stellte sich doch die Frage

Hertha 2016 hat geschrieben:
Nach einigen Tagen kommt ein Brief ins Haus, in dem die Angehörige als "spezielle" Klientin angesprochen wird und es wird behauptet, daß nie die gesamte Rechnung beglichen wurde.
Wie seht ihr die Rechtslage? Wie könnte man da vorgehen?



und die Antwort hierauf ist, dass man das irgendwie wird nachweisen können und die Forderung von sich weisen kann. Man muss keine unberechtigten Forderungen bezahlen.

Zitat:
Ich weiß nicht, ob ich meiner Freundin raten sollte, doch einen Anwalt einzuschalten und Anzeige zu erstatten.


wogegen? Man sollte darauf achten, welche Beschuldigung man ausspricht.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
©  Forum Deutsches Recht 1995-2017. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Lesen Sie hier unsere Mediadaten!