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recht.de • Thema anzeigen - Privatpatient / Darf ein "Vertretungsrezept" etwas kosten?
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BeitragVerfasst: 09.11.16, 11:02 
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Hallo,
ich habe eine Frage, und vielleicht kann mir jemand diese beantworten.
Vor einiger Zeit war ich bei meiner Hausärztin und wollte ein Rezept holen. Diese war aber im Urlaub und es hing ein Zettel an der Tür mit der Adresse der Vertretungsärztin.
Dort bin ich dann hin, und habe mir das Rezept ausstellen lassen.
Zwei Wochen später, kam dann die Rechnung (ich bin Privatpatient).
Ich bin nicht kleinlich und mir geht es auch nicht um die 3,15 Euro.
Allerdings verärgert es mich, dass in der Rechnung steht:
Diagnose: Magenbeschwerden: V.a. Gastritis
Ich habe doch nur ein Rezept für meine Diabetes-Tabletten geholt! Die Ärztin hat mich weder untersucht noch hat sie mich zu Gesicht bekommen. Wie kann sie mir dann eine Rechnung schicken, in der die Diagnose Magenbeschwerden steht? Dies ist schlichtweg unwahr!
Dürfen Ärzte so etwas, weil sie sonst ein „Vertretungsrezept“ nicht ausstellen können, bzw. sonst kein Geld dafür bekommen?
Ich habe bereits versucht eine Information diesbezüglich von der Vertretungsärztin zu erhalten, bekomme aber von der Sprechstundenhilfe nur „ich weiß nicht, die Ärztin ruft sie zurück“, was natürlich nie passiert ist.

Hat jemand Informationen über so einen oder ähnlichen Fall?
(Wie gesagt: es geht mir nicht um die paar Euro, sondern um das Prinzip).

Danke schon einmal im Voraus.


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BeitragVerfasst: 09.11.16, 11:29 
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Beiträge: 495
Wäre die Rechnung denn okay gewesen, wenn als Diagnose Diabetes vermerkt worden wäre ?

Bei der Hausärztin hätte wäre die Ausstellung des Rezeptes doch auch mit 3,15 € abgerechnet worden.

Was wäre denn die Alternative ?

Die Hausärztin ist in Urlaub. Die Vertretungsärztin macht erst einmal eine Komplett-Untersuchung,
schreibt dann ein Rezept für die gewünschten Tabletten aus und auf der Rechnung stehen dann nicht
nur die Gebühren für das Rezept, sondern auch noch für ein Beratungsgespräch, eine ausführliche
Untersuchung und die Laborkosten ?

M.E. hat die Vertretungsärztin doch sehr patientenfreundlich und kostenbewusst gehandelt.


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BeitragVerfasst: 09.11.16, 11:54 
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Beiträge: 3

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>>Bei der Hausärztin hätte wäre die Ausstellung des Rezeptes doch auch mit 3,15 € abgerechnet worden.<<

Meine Hausärztin hat noch nie die Rezepte in Rechnung gestellt.
Das habe ich extra vorher nachgesehen, um nicht eine Frage zu stellen, die ich mir selbst beantworten könnte.
Mich wundert es nur, dass eine falsche Diagnose drauf steht. Und das war die eigentliche Frage.
(Dürfen Ärzte so etwas, weil sie sonst ein „Vertretungsrezept“ nicht ausstellen können, bzw. sonst kein Geld dafür bekommen?)


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BeitragVerfasst: 09.11.16, 12:31 
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Beiträge: 1770
Nona.G hat geschrieben:
Ich habe doch nur ein Rezept für meine Diabetes-Tabletten geholt! Die Ärztin hat mich weder untersucht noch hat sie mich zu Gesicht bekommen. Wie kann sie mir dann eine Rechnung schicken, in der die Diagnose Magenbeschwerden steht?

Vielleicht, weil sie auch nur ein Mensch ist und eine Verwechslung vorliegt? :roll: :roll: :roll:


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BeitragVerfasst: 09.11.16, 12:47 
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Registriert: 09.11.16, 10:46
Beiträge: 3

Themenstarter
BäckerHD hat geschrieben:
Nona.G hat geschrieben:
Ich habe doch nur ein Rezept für meine Diabetes-Tabletten geholt! Die Ärztin hat mich weder untersucht noch hat sie mich zu Gesicht bekommen. Wie kann sie mir dann eine Rechnung schicken, in der die Diagnose Magenbeschwerden steht?

Vielleicht, weil sie auch nur ein Mensch ist und eine Verwechslung vorliegt? :roll: :roll: :roll:



Schon möglich...
Aber leider hält sie es dann auch nicht für nötig mich zurückzurufen, und es mir zu erklären. (Kann sie mir dann auch gerne als Beratungsgespräch in Rechnung stellen) :roll:
Schade...


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BeitragVerfasst: 10.11.16, 07:12 
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Beiträge: 3758
Nona.G hat geschrieben:
Zitat:
>>Bei der Hausärztin hätte wäre die Ausstellung des Rezeptes doch auch mit 3,15 € abgerechnet worden.<<


Meine Hausärztin hat noch nie die Rezepte in Rechnung gestellt.
Das habe ich extra vorher nachgesehen, um nicht eine Frage zu stellen, die ich mir selbst beantworten könnte.


dann verzichtet die Hausärztin darauf ihre Leistung vergüten zu lassen. Das muss die Vertretungsärztin nicht machen.
Oder um die Frage im Titel zu beantworten: Natürlich. Die Ausstellung des Rezeptes, ob Vertretung oder nicht, darf in Rechnung gestellt werden.

Nona.G hat geschrieben:
Mich wundert es nur, dass eine falsche Diagnose drauf steht. Und das war die eigentliche Frage.
(Dürfen Ärzte so etwas, weil sie sonst ein „Vertretungsrezept“ nicht ausstellen können, bzw. sonst kein Geld dafür bekommen?)


ja, auf einer Rechnung muss eine Diagnose stehen, weil diese sonst von der PKV nicht an den Versicherten erstattet wird. Das könnte der Ärztin in dem Fall nicht egal sein, da sie verpflichtet ist, die Rechnung so auszustellen, dass der Versicherte diese erstattet bekommt.

Es gibt sicher eine Reihe von Diagnosen, die man nicht fälschlich auf der Rechnung stehen haben möchte. Wieso man sich so über "Magenbeschwerden" aufregt, ist wenig verständlich.


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BeitragVerfasst: 12.11.16, 18:56 
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Beiträge: 3591
Wohnort: Wetter/Ruhr
winterspaziergang hat geschrieben:

Es gibt sicher eine Reihe von Diagnosen, die man nicht fälschlich auf der Rechnung stehen haben möchte. Wieso man sich so über "Magenbeschwerden" aufregt, ist wenig verständlich.


Weil schlichtweg die falsche Diagnose drauf steht?
Man stelle sich nur den Aufwand vor, wenn eine mögliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung sowas zu Gesicht bekommt und einen falschen Zusammenhang schliesst.
Es tut mir ja leid für die Extraarbeit, die dem Personal entsteht, aber wenn El Cheffe vorher die Diagnose richtig angibt, passiert sowas nicht.
Bei uns wurde aus einer Myokarditis ein Myokardinfarkt. Kein Spass da zwischen Versicherung und Arzt hin und her zu rennen.


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 10:19 
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Beiträge: 3758
flokon hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:

Es gibt sicher eine Reihe von Diagnosen, die man nicht fälschlich auf der Rechnung stehen haben möchte. Wieso man sich so über "Magenbeschwerden" aufregt, ist wenig verständlich.


Weil schlichtweg die falsche Diagnose drauf steht?


D.h. es geht nur ums Prinzip

Zitat:
Man stelle sich nur den Aufwand vor, wenn eine mögliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung sowas zu Gesicht bekommt und einen falschen Zusammenhang schliesst.


Daher wird ja auch darauf Bezug genommen, wieso die fiktive Patientin sich an den "Magenbeschwerden" stört. Was sollte eine AUV denn bei einer Diabetikerin mit Magenbeschwerden oder nehmen wir mal die Befindlichkeit Flatulenz, so aufregend finden, dass es einen "Aufwand" gibt?

Zitat:
Es tut mir ja leid für die Extraarbeit, die dem Personal entsteht, aber wenn El Chefs vorher die Diagnose richtig angibt, passiert sowas nicht.


Ja, wenn alle perfekt wären, wäre das Leben ideal, oder auch nicht

Zitat:
Bei uns wurde aus einer Myokarditis ein Myokardinfarkt. Kein Spass da zwischen Versicherung und Arzt hin und her zu rennen.


mag sein, daher steht ja wie gesagt auch, dass es sicher Diagnosen gibt, die man nicht fälschlich im Arztbrief haben möchte, sich aber die Frage stellt, was an "Magenbeschwerden", so aufregend finden.

Dass man statt Myokarditis keinen Myokardinfarkt im Brief haben möchte, ist nun mal inhaltlich auch für den Punkt der Versicherung eine andere Sache, als die nichts aussagenden und in ihrer Natur meist vorüber gehenden "Magenbeschwerden" oder auch der v.a. Gastritis bei einer Person, die ohnehin eine schon eine weitaus schwer wiegendere chronische Erkrankung hat.


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 10:56 
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Wohnort: Leverkusen
Nona.G hat geschrieben:
Ich habe bereits versucht eine Information diesbezüglich von der Vertretungsärztin zu erhalten, bekomme aber von der Sprechstundenhilfe nur „ich weiß nicht, die Ärztin ruft sie zurück“, was natürlich nie passiert ist.
Wenn der Widerspruch gegen die Rechnung telefonisch keinen Erfolg hat, sollte der Widerspruch schriftlich erfolgen und die Zahlung bis zur Klärung unterbleiben. Der Patient hat Anspruch auf eine korrekte Rechnung. Mehr gibt es hierzu nicht auszuführen.

Ob die Ärztin die auf der Rechnung aufgeführte Diagnose tatsächlich auch gestellt hat, steht doch in den Sternen. Der Hausarzt muss doch von seinem Vertretungsarzt informiert worden sein. Von daher sollte sich doch auf dieser Schiene der Sachverhalt aufklären lassen.

_________________
Ich habe meine Aktivitäten in diesem Forum zum 10.02.2017 eingestellt.
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 20.11.16, 11:28 
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Beiträge: 3758
khmlev hat geschrieben:
Wenn der Widerspruch gegen die Rechnung telefonisch keinen Erfolg hat, sollte der Widerspruch schriftlich erfolgen und die Zahlung bis zur Klärung unterbleiben. Der Patient hat Anspruch auf eine korrekte Rechnung. Mehr gibt es hierzu nicht auszuführen.


Doch, es gibt mehr auszuführen: Die Rechnung für die Leistung, das Ausstellen des Rezepts, kann von der TE nicht bestritten werden, sie ist nach den Ausführungen nicht falsch. Der Widerspruch gilt der Diagnose, nicht der in Rechnung gestellten Leistung.

Zitat:
Ob die Ärztin die auf der Rechnung aufgeführte Diagnose tatsächlich auch gestellt hat, steht doch in den Sternen. Der Hausarzt muss doch von seinem Vertretungsarzt informiert worden sein. Von daher sollte sich doch auf dieser Schiene der Sachverhalt aufklären lassen.


Ob sich bis zu Aufklärung der Frage nach der Diagnose, die Zahlung der in Rechnung gestellten erfolgten Leistung verweigern lässt, ist fraglich.


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