Navigationspfad: Home arrow Foren
Foren
recht.de • Thema anzeigen - Abgabe Katze ins Tierheim durch Polizei
Aktuelle Zeit: 19.10.17, 08:41

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 09.02.17, 05:21 
Offline
noch neu hier

Registriert: 09.02.17, 04:43
Beiträge: 2
Hallo zusammen,
ich bräuchte mal einen Rat bezüglich einer Tierheimunterbringung.
Folgender Sachverhalt:
Der Besitzer dreier Katzen wird durch die verständigte örtliche Polizei verstorben in seiner Wohnung aufgefunden. Noch am selben Tag wird ein Angehöriger A ermittelt und kontaktiert. Dieser Angehörige bespricht, neben allen anderen Dingen, die Möglichkeit der Übernahme der Katzen um einen Tierheimaufenthalt zu vermeiden. Angehöriger A findet in einem weiteren Angehörigem B jemanden der die Katzen bei sich aufnehmen möchte. Angehöriger A kontaktiert daraufhin wieder den zuständigen Polizeibeamten und hinterlässt auch die Handynr. des Angehörigen B zur Absprache des Übergabezeitpunktes. Aufgrund eines Missverständnisses beim Telefonat zwischen Polizeibeamten und Angehörigem B kamen die Katzen leider doch irrtümlich ins Tierheim (Angehöriger A wurde leider vorher nicht nochmal durch den Beamten angerufen). Angehöriger A erfährt dies noch am selben Tag und kontaktiert umgehend das entsprechende Tierheim. Diese wollen jedoch die Tiere erst nach Tierarztsichtung (findet nur einmal wöchentlich statt) herausgeben, und auch nur gegen Zahlung der TA-Kosten, einer Schutzgebühr und der Unterbringungskosten für die dort verbrachten Tage. Das beläuft sich dann für 3 Katzen schnell auf ein paar hundert Euro. Diesen Betrag können beide Angehörige jedoch nicht aufbringen, und genau das galt es ja auch zu vermeiden.
Meine Fragen: Darf das Tierheim diese Kosten veranschlagen? Und wenn ja, müssen diese wirklich die Angehörigen tragen obwohl die Heimunterbringung gegen deren Willen und ausdrücklichen Wunsch stattfand?
Vielen Dank schonmal für Tipps und Ratschläge.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.02.17, 10:05 
Offline
Interessierter

Registriert: 16.02.17, 09:41
Beiträge: 7
Hat hier niemand eine Antwort?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.02.17, 11:35 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 18.07.11, 22:30
Beiträge: 2339
Was für ein Missverständnis war es? Was wurde abgesprochen? Wie lange hätte es gedauert, bis die Katzen abgeholt worden wären? Wieso hätte A nochmals angerufen werden müssen?

edit:
in Polizeirecht wäre das besser aufgehoben - mit Tierrecht hat das nichts zu tun, auch wenn es um Katzen geht.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 17.02.17, 16:55 
Offline
FDR-Mitglied

Registriert: 07.06.11, 07:07
Beiträge: 71
Hallo Tarja,

die Schutzgebühr und die Tierarztkosten dürften nicht rechtmäßig sein, zumindest nicht, wenn die Tiere nicht sichtbar krank oder verletzt waren.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 17.02.17, 17:39 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 04.06.10, 13:19
Beiträge: 9494
Wohnort: Berlin
Wer sollte ihrer Meinung nach die Kosten der notwendigen Unterbringung und Untersuchung übernehmen?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 17.02.17, 22:20 
Offline
noch neu hier

Registriert: 09.02.17, 04:43
Beiträge: 2

Themenstarter
Das "Missverständnis" lag in den Umgebungsgeräuschen während des Telefonats und dem schlechten Empfang Angehöriger B meinte den Beamten etwas von "müssten erlöst werden" sagen gehört zu haben, was sich als falsch heraus stellte, und daraufhin dachte Angehöriger B die Aufnahme der Katzen würde keinen Sinn mehr machen.

Ich werde den Betreffenden nochmal Bescheid geben das Tierheim zu kontaktieren. Vielleicht können die Parteien sich irgendwie auf einen Kompromiss einigen hinsichtlich der Kosten (immerhin konnte bis jetzt wohl eine Tierarztsichtung und Kastration erstmal abgewendet werden)

Vielen Dank schonmal für die Antworten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 09.05.17, 15:53 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 16.01.05, 23:59
Beiträge: 1363
Aha - mal wieder ein Fall bei dem vermeintlich "unwichtige" Details erst im Nachgang geliefert werden ..

Der Sachverhalt stellt sich also letztlich so dar:

A hat Person B zur Aufnahme der Katzen an die Polizei vermittelt. B versteht dann beim Telefonat irgendwas falsch und lehnt die Aufnahme der Katzen ab.

Wie viel Aufwand muss denn die Polizei in einem solchen Fall ihrer Meinung nach treiben, um doch eine "Tierheimfreie" Unterbringung zu ermöglichen?
A sagt "ich nicht, vieleicht B", B sagt "nee - ich nicht".
Ergo: Die Tiere kommen ins Tierheim.
Es ist weder zielführend noch zulässig die Tiere für einen unbestimmten Zeitraum bis zur Klärung alleine im Haus des verstorbenen zu lassen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 09.05.17, 16:37 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 16.11.13, 14:23
Beiträge: 4570
tarja679 hat geschrieben:
...immerhin konnte bis jetzt wohl eine ... Kastration erstmal abgewendet werden)


na super. Dann stellt sich demnächst wohl die Frage, wer die Kosten für den Nachwuchs zu tragen hat


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 12.05.17, 00:39 
Offline
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied

Registriert: 02.11.12, 21:26
Beiträge: 378
Wohnort: Bonn
Die Eingangsuntersuchung ist bei der Aufnahme im Tierheim Standard - ohne diese würden ggf. Krankheiten eingeschleppt und evtl notwendige Behandlungen unnötig herausgezögert werden. Diese sind also natürlich zu bezahlen, sobald diese im Tierheim durchgeführt wurden. Diese werden meist kurz nach der Einlieferung durchgeführt.

Ebenfalls ist eine Kastration Standard. Nehmen Sie diese ruhig wahr, so preiswert bekommen Sie die nicht nochmal und in einigen Bundesländern ist die Kastration bei Freigängern sowieso Pflicht.

Wenn der zukünftige Besitzer nicht mal diese Kosten aufbringen kann, sollte von der Aufnahme der Tiere dringend abgesehen werden! Diese verursachen neben Futterkosten auch weitere Kosten, für die dann logischerweise wohl auch kein Geld da wäre....

_________________
Verba docent, exempla trahunt et quae nocent, docent.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
©  Forum Deutsches Recht 1995-2017. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Lesen Sie hier unsere Mediadaten!