Hund. Wird Besitzer irgendwann Eigentümer?

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Qilin
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Hund. Wird Besitzer irgendwann Eigentümer?

Beitrag von Qilin » 02.06.17, 09:27

Hallo zusammen :)

Es geht mal wieder um einen Hund und Eigentumsfragen.
Ich nutze fiktive Namen, statt A und B.

Erika hat einen Rassehund mit Papieren von Luise, unentgeldlich, bekommen.
Der Hund war 12 Wochen und es war eine Ausstellungs-/ und Zuchtverwendung durch Erika und Luise geplant.
Erika hat alle Kosten, also Steuer, Tierarzt, Futter usw bezahlt, der Hund hielt sich ununterbrochen bei Erika auf.
Der Hund wurde als Welpe ausgestellt, hat sich aber so entwickelt, dass er nicht für die Zucht geeignet ist. (Übergröße, diverse Erkrankungen und Standardfehler bei Wurfgeschwistern, kranke Nachkommen), Erika hat den Hund aber trotzdem, als reines Haustier, bei sich behalten und zahlt seit 3,5 Jahren, alle Kosten vollständig alleine.

Nach 3,5 Jahren meldet sich Luise und will den Hund nun trotz ihr bekannter Fehler, zur Zucht, pocht auf ihr Eigentumsrecht und will den Hund bei Erika abholen.


Darf Luise das tatsächlch so einfach? Einen Hund an Erika geben, 3,5 Jahre kaum bis gar kein Interesse zeigen und dann irgendwann wieder abholen? Oder wird ein Besitzer nach X Jahren zum Eigentümer?
Muss Erika den Hund sang- und klanglos, an Luise heraus geben, wenn Luise vor der Tür steht?


Liebe Grüße und vielen Dank!

webelch
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Re: Hund. Wird Besitzer irgendwann Eigentümer?

Beitrag von webelch » 02.06.17, 11:35

Vielleicht zum ersten Einlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Dereliktion

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