Weihnachtsgeld "inclusive" !

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turboman2
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Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von turboman2 » 08.06.19, 13:45

Hallo,

Wenn ein Arbeitgeber zur Berechnung der Arbeitsstunden einer Teilzeitstelle, das Weihnachtsgeld zwar extra bezahlt, aber in das pauschale Monatsgehalt mit "einrechnet", sich dass Gehalt dadurch quasi "schmälert" damit sich bei der Arbeitsstundenberechnung im Monat mehr Stunden ergeben, dann ist das sicher nicht ganz richtig.

Was aber, wenn dies einem bei der Vertragsunterzeichnung nicht klar war, auch wenn die Wochenstunden dort genau deklariert waren (wie das pauschale Monatsgehalt), man aber beim "Überschlagen" der besagten Stundenzahl im Monat damit klar kam (weil die grobe Kopfrechnung 4x Anzahl Wochenstunden war, und nicht richtigerweise 4,33x Anzahl Wochenstunden) da ja das Jahr 52 Wochen hat (anstelle von 48 Wochen, ergibt einen Wochenschnitt von 4,33 im Monat).

Wäre da rechtlich noch was zu machen, oder gilt: Unterschrieben ist unterschrieben?

Vielen Dank im Voraus für Antworten....

SusanneBerlin
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von SusanneBerlin » 08.06.19, 13:54

Hallo,

leider ist die Beschreibung nicht verständlich ohne Gehirnakrobatik.

Bitte zitieren Sie was im Arbeitsvertrag steht, und teilen Sie uns mit wieviel Euro der Arbeitgeber monatlich bezahlt. Dann kann man ganz einfach feststellen, ob sich der AG an den Vertrag hält, oder nicht.

Oder zusammengefasst, glaube ich zu verstehen: der Arbeitgeber hat bei der mündlichen Mitteilung des Stundenlohns, das Weihnachtsgeld bereits in diesen Stundenlohn mit eingerechnet, so dass der tatsächlich gezahlte Stundenlohn geringer ist, wie sich nach der Berechnung unter zuhilfenahme eines Taschenrechners herausstellte. Leider erst nach Unterzeichnung dws Arbeitsvertrags, denn die vor Unterzeichnung vorgenommene Kopfrechnung des Arbeitnehmers stellte sich als falsch heraus.
Grüße, Susanne

turboman2
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von turboman2 » 08.06.19, 14:16

Oder zusammengefasst, glaube ich zu verstehen.....
Ja so kommts hin. Die Entlohnung unter dem Strich stimmt, aber es müssen durch dieses rechnerische "schmälern" mehr Arbeitsstunden geleistet werden, als "eigentlich" gedacht.
Und nun?

SusanneBerlin
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von SusanneBerlin » 08.06.19, 15:02

Dann hätte man vorab doch einfach nach der Anzahl der Stunden pro Woche fragen können wenn das der entscheidende Aspekt für den AN war.
Grüße, Susanne

ExDevil67
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von ExDevil67 » 08.06.19, 15:27

Und warum müssen dann mehr Stunden geleistet werden als gedacht?

matthias.
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von matthias. » 10.06.19, 09:56

SusanneBerlin hat geschrieben:
08.06.19, 13:54


Bitte zitieren Sie was im Arbeitsvertrag steht,

turboman2
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von turboman2 » 10.06.19, 11:40

Ich würde das Thema bitte schließen, weil ich glaube es führt zu nichts, und ist schwierig zu erklären.

Zu wissen was im Arbeitsvertrag steht, "löst" das Problem nicht. Es geht darum, was vorher mündlich abgemacht wurde, im Vertrag aber letztlich für mich nachteilig "umgesetzt" wurde, mit einer höher ausfallenden Stundenwoche (was ich aber nicht gleich erkannt habe), als es hätte sein dürfen.

Da der Monats-Bruttolohn aber der gleiche ist, verdiene ich so quasi "weniger".... Das was ich weniger verdiene, entspricht der Höhe des Weihnachtsgeldes.

SusanneBerlin
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Re: Weihnachtsgeld "inclusive" !

Beitrag von SusanneBerlin » 10.06.19, 12:00

Ist doch nicht so schwer zu erklären:
Der AG nannte mündlich einen Stundenlohn, im schriftlichen Vertrag steht eine Wochenarbeitszeit und ein fixer Monatslohn (z.B. 450€ bei einem Minijob).

Berechnet man den Stundenlohn mit den Angaben des Vertrags, ist der tatsächliche Stundenlohn geringer als der zuvor mündlich genannte. Der AG rechtfertigt die abweichende mündlich genannte Zahl damit, dass er das Weichnachtsgeld anteilig in den Monatslohn mit eingerechnet habe.

Würde der fixe Monatslohn durch den mündlich genannte Stundenlohn geteilt werden, dann ergäben sich weniger Arbeitsstunden und der AN müsste weniger Stunden aufwenden um die 450 € zu verdienen.
Grüße, Susanne

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