Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

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Tastenspitz
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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Tastenspitz » 23.06.19, 17:03

FelixSt hat geschrieben:
23.06.19, 16:27
dass alles Geschriebene zutrifft.
Danke für die Bestätigung der Theorie. Aber irgendwie ahnten wir es alle schon. Und nett, dass sie gleich in "wir" Form für beide antworten. :mrgreen:
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Gaia
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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Gaia » 23.06.19, 17:18

Oktavia hat geschrieben:
23.06.19, 10:31
Arbeite dich doch nicht an unseren zwei Forentrollen ab. Vermutlich ist das sowieso nur eine Person. Und zwar eine die ansonsten im Leben nix hat und sich mit Rechtschreibhinweisen oder provokativen und abwertenden Statements über andere stellen möchte weil sie im echten Leben ein Duckmäuserdasein fristet. Also relax :wink:
Danke für die Aufklärung. Ich bemühe mich, aber manches will ich nicht einfach so stehen lassen.
Tastenspitz hat geschrieben:
23.06.19, 12:10
Hier dazu der Hinweis wie schon oft gegeben: Bei den Betreffenden auf den Link mit dem Nicknamen klicken, dann auf "zu den ignorierten Mitgliedern hinzufügen" und dann mit "Ja" bestätigen und schon ist das Geschreibsel weg. Was leider bleibt, sind die Zitate in den anderen Beiträgen.
Prinzipiell eine gute Idee. Hier geht es aber um ein Neumitglied, daß schon nach seinem ersten Beitrag in einer Art und Weise angegangen wird, die sicherlich keine Werbung für das Forum ist und das eben nicht weiß, daß es derartige Schreib-Tourette-Anfälle besser einfach überlesen sollte und möglicherweise sogar glaubt, dort sei irgendwas inhaltlich brauchbares zu finden.

FM
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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von FM » 23.06.19, 17:40

Dieter_Meisenkaiser hat geschrieben:
22.06.19, 22:59
Vombatulus hat geschrieben:
22.06.19, 22:46
Natürlich habe ich ihn gefragt und seine Antwort war eben, dass generell nach der Qualifikation und nicht nach der Tätigkeit eingruppiert wird.
Sorry, aber der hat wohl nicht alle Tassen im Schrank. Auch die AWO-Richtlinien sehen selbstverständlich keine Eingruppierung nach Qualifikation vor. Ich glaub, es geht los.
Doch, das tun sie sehr wohl. Es wurde zwar nicht erwähnt um welchen AWO-Tarifvertrag es geht (seit 2004 gibt es keinen bundesweiten mehr), aber die mir bekannten richten sich bei der SuE-Eingruppierung weitgehend wörtlich nach dem TVöD. Und dort ist bei SuE die Formulierung "Angestellte in der Tätigkeit von ...." ganz typisch. Gemeint ist damit jemand, der z.B. als Kinderpfleger/Erzieher/Sozialpädagoge arbeitet, aber den Berufsabschluss nicht hat.

Das führt dann allerdings tariflich zu einer niedigeren Entgeltgruppe - zeigt aber dennoch, dass die Qualifikation sehr relevant ist.

Hiwer liegt eine höhere Qualifikation vor, anders als in obiger Formulierung gemeint. Die Kindheitspädagogin kann aber natürlich sagen: anderswo bekomme ich mindestens S 9, eher mehr, für S 6 nehme ich die Stelle nicht an. Und der Arbeitgeber kann sich dann entscheiden, übertarifliche Bezahlung ist ja nicht gesetzlich verboten. Der Betriebsrat könnte dagegen vorghehen, aber nicht einzelne andere Beschäftigte. Diese können aber natürlich androhen "dann will ich aber mehr als S 9 bekommen, sonst kündige ich."

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Tastenspitz » 24.06.19, 06:18

Zu den Eingruppierungen der AWO:
https://www.agv-awo.de/downloads/
Die Tassen sind wohl im Schrank vollzählig.
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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 19:32

Auwei, Entschuldigung, ich hatte irgendwie das Thema für beendet empfunden. Ich arbeite mich mal durch...

Viele Grüße
Vombatulus

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 19:38

Die Eingruppierung, wie hier beschrieben, ist zwar skandalös, es geht aber in der Tat nicht (vgl. Beitrag von Felix) um das Rumgezicke einer derzeit abwesenden Kollegin. Das ist schlicht und ergreifend nicht relevant und auch keine Rechtsfrage.
[/quote]

Daher war meine Frage auch schlicht, ob die Eingruppierung rechtens ist. Wenn sie nicht rechtskonform wäre, würde ich nach einer sachlichen, rechtskonformen Lösung suchen. Ich habe nie geschrieben, dass ich Gejammer unterstütze und mich von irgendeinem Mitarbeiter missbrauchen lasse, dessen Belange durchzusetzen. Das wäre dann so oder so ihr Job.
Zuletzt geändert von Vombatulus am 25.06.19, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 19:43

FelixSt hat geschrieben:
22.06.19, 23:34
Vor diesen Karren sollten Sie sich in ihrer Vorgesetztenrolle besser im eigenen Interesse nicht spannen lassen. Es kann im Falle einer Konfrontation auch schnell zu der Frage kommen, warum und woher eine in Elternzeit befindliche Kollegin so genau über Eingruppierungsvorgänge bei anderen Leuten Bescheid weiß. Dieser Tratsch macht sich nicht gut. Die neue Kollegin mag falsch eingruppiert sein - es geht aber längst nicht jeden etwas an.
Da haben Sie Recht: Wenn, dann wäre es der Job der MA. Mich interessiert nur die Rechtslage.

Die neue Mitarbeiterin wurde von den alten Mitarbeitern verwundert gefragt, warum sie bereit ist, als studierte Kindheitspädagogin für ein Erziehergehalt zu arbeiten. Und sie "prahlte" damit, dass sie in E9 eingruppiert ist entsprechend ihrer Qualifikation. Berufsanfängerin;) Ich denke, sie hat daraus gelernt...

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 19:47

Oktavia hat geschrieben:
23.06.19, 00:08
Ich vermute mal, der Träger lehnt sich nur an den TVÖD an und nutzt noch den alten. Mittlerweile sind im ÖD die Kitas in den S-Tarif überführt. Im ÖD wäre eine Eingruppierung wie hier geschehen nur mit Tricks möglich. Man müsste (vorübergehend) die Stellenbeschreibung ändern. Menschen die "Überqualifiziert" sind Sozialpädagogin auf Erzieherstelle könnte nur als Erzieher bezahlt werden. Im ÖD kann es wirklich passieren, dass Mitarbeitende mehr Geld bekommen als ihre Führungskraft. Der Tarifvertrag ist eh ziemlich Grütze und die neue Entgeltordnung hats nicht besser gemacht!
Rechtlich wird hier nix zu holen sein und auch der Betriebsrat hat wenig Möglichkeiten, er hat ja der Eingruppierung zugestimmt.
zwei Anmerkungen:
Bei uns gibt es keine Stellenbeschreibungen.
Der Betriebsrat wurde bisher bei den Eingruppierungen nicht hinzugezogen, will das jetzt wohl aber ändern.
Bei der Kollegin hat er also nicht zugestimmt. Daher auch meine Anfrage hier. Der Vertrag muss jetzt verlängert werden. Muss der Betriebsrat jetzt automatisch zustimmen oder könnte er eingreifen?

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 19:57

Es gibt leitende Mitarbeiterinnen, die sich um das Betriebsklima insbesondere in ihrem Bereich Gedanken machen. Für die ist die unterschiedliche Bezahlung ihrer Mitarbeiter (m/w) auf dem selben bzw. vergleichbaren Posten spätestens dann relevant, wenn die schlechter bezahlte Mitarbeiterin (m/w) das hinterfragt. Daß das für die schlechter bezahlte Mitarbeiterin (m/w) relevant ist, brauchen wir nicht ernsthaft diskutieren.
'Unzufriedenheit' ist in der Tat keine Rechtsfrage. Wahrscheinlich wurde genau deshalb danach auch nicht gefragt.


DANKE!
Ja: Gefühle sind nicht rechtsrelevant. In einer kleinen Einrichtung, die mit "zweitem Zuhause für die Kinder" wirbt, haben sie aber enormen Einfluss. Und um das "flach" zu halten, sind Rechte und Gesetze, nach denen ich fragte, kombiniert mit der Botschaft an die Mitarbeiter "Ich nehme euch ernst und mache alles, was im Rahmen des Gesetzes möglich ist" ein hoch effektives Mittel, das Betriebsklima positiv zu beeinflussen.
"Ja, leitende Mitarbeiterinnen sollten sich aus Problemen z.B. der Einordnung in ihrem Bereich heraushalten. "
Jein: Wenn man von den Mitarbeitern angesprochen wird, muss man reagieren. Nicht Partei ergreifen, sondern es sachlich klären. Das sehe ich schon als meinen Job. Die Eingruppierungsmerkmale sind ja festgelegt. Da brauche ich mich Gott sei Dank nicht drum kümmern.

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 20:04

Hier geht es aber um ein Neumitglied, daß schon nach seinem ersten Beitrag in einer Art und Weise angegangen wird, die sicherlich keine Werbung für das Forum ist und das eben nicht weiß, daß es derartige Schreib-Tourette-Anfälle besser einfach überlesen sollte und möglicherweise sogar glaubt, dort sei irgendwas inhaltlich brauchbares zu finden.

Ja, war schon ein bisschen irritierend. Aber ich habe mir die sachlichen Beiträge - und da waren ja doch ein paar sehr wertvolle dabei (herzlichen Dank!!!!) - herausgefiltert.

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 20:07

Tastenspitz hat geschrieben:
24.06.19, 06:18
Zu den Eingruppierungen der AWO:
https://www.agv-awo.de/downloads/
Die Tassen sind wohl im Schrank vollzählig.
Genial! Danke:) So etwas habe ich gesucht.

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 20:15

Es wurde zwar nicht erwähnt um welchen AWO-Tarifvertrag es geht
AWO-Tarifvertrag Baden-Württemberg

Hier liegt eine höhere Qualifikation vor, anders als in obiger Formulierung gemeint. Die Kindheitspädagogin kann aber natürlich sagen: anderswo bekomme ich mindestens S 9, eher mehr, für S 6 nehme ich die Stelle nicht an. Und der Arbeitgeber kann sich dann entscheiden, übertarifliche Bezahlung ist ja nicht gesetzlich verboten. Der Betriebsrat könnte dagegen vorghehen, aber nicht einzelne andere Beschäftigte. Diese können aber natürlich androhen "dann will ich aber mehr als S 9 bekommen, sonst kündige ich."
Und letzteres ist jetzt natürlich zu befürchten...
Und bei dem Fachkräftemangel und den schlechten Vertrags- und Arbeitsbedingungen der AWO ist Personalsuche definitiv kein Spaß.

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Vombatulus » 25.06.19, 20:39

Und noch ein Nachsatz:
Formulierungen, wie :
"Befindlichkeiten oder dem Gerechtigkeitsempfinden irgendwelcher neidischen Kollegen und insbesondere Kolleginnen"

"Gequengel der neidischen Kollegin"

"Vermutlich spielen die Hormone noch verrückt."

"Rumgezicke"

"Stutenbissigkeit"

"die in Elternzeit weilende beleidigte Jungmutti einen feuchten Kehricht angeht"

finde ich, sind für ein Forum völlig indiskutabel. Selbst wenn es faktisch so wäre, dass die Mitarbeiterin quengelt, hormongesteuert ist oder sonst was - und davon habe ich überhaupt nichts geschrieben, das sind reine Unterstellungen - sind diese Begriffe komplett daneben. Wenn es denn angedeutet oder geschrieben werden muss, dann kann man es sachlich machen. z. B. : Verständlicherweise fühlt die Mitarbeiterin sich betrogen und beklagt dies. Rechtlich ist das allerdings nicht von Belang.

Ich war sehr irritiert, dass hier solche Begriffe toleriert werden und war tatsächlich kurz davor, die Beiträge zu melden.
Es ist nicht nur der Mitarbeiterin gegenüber beleidigend und unsachlich, sondern auch für mich verletzend: Indem ich eine Sachlage geschildert habe, und meine Mitarbeiterin beleidigt wird, habe ich sie quasi auf dem Gewissen.

Ich danke dennoch für die sachlichen, rechtlichen Informationen, die in diesen Beiträgen auch enthalten waren.

Viele Grüße
Vombatulus

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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von Tastenspitz » 26.06.19, 05:20

Vombatulus hat geschrieben:
25.06.19, 20:39
Ich war sehr irritiert, dass hier solche Begriffe toleriert werden
Och das hab ich schon schlimmer gesehen. Und wie gesagt - ignore hilft. Wie im richtigen Leben... :)
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windalf
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Re: Eingruppierung als Elternzeitvertrung und Eingruppierung Leitung/Stellvertretende Leitung

Beitrag von windalf » 26.06.19, 07:55

Wo wir gerade bei politisch korrekt sind
Es gibt leitende Mitarbeiterinnen, die sich um das Betriebsklima insbesondere in ihrem Bereich Gedanken machen. Für die ist die unterschiedliche Bezahlung ihrer Mitarbeiter (m/w) auf dem selben bzw. vergleichbaren Posten spätestens dann relevant, wenn die schlechter bezahlte Mitarbeiterin (m/w) das hinterfragt. Daß das für die schlechter bezahlte Mitarbeiterin (m/w) relevant ist, brauchen wir nicht ernsthaft diskutieren.
(m/w/d) heißt das aktuell...

Und zum Thema an sich. Das ganze Gejammer der Erzieher ist erbärmlich. Wenn die mehr Geld wollen, müssen die einfach mal konsequent Markt spielen statt zu jammern. Es ist ja nicht so, als ob es am Markt zu viele Erzieher gibt...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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