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recht.de • Thema anzeigen - Asyl-Urteil des EuGH - wer entscheidet für Deutschland?
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BeitragVerfasst: 10.10.17, 12:00 
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Zitat:
Das setzt voraus, dass bei weniger Flüchtlingskosten auch weniger Steuern gezahlt werden müssten

Kommt es zu einer aktuellen Regierungsbildung mit der FDP halte ich diesen Schluss für alles andere als

Zitat:
Ein naiver Trugschluss wie ich finde


Wäre eine Linke Regierung gewählt worden oder gibt es ein Revival der Großen Koalition gebe ich dir sofort Recht. Das Geld wird sofort woanders verbrannt.

Unter der Annahme die Kosten wären nachhaltig (was ja wenn man "den Bodensatz der Flüchtlinge" hier behält so wäre), dann wäre es unabhängig davon ob es nun eine direkte Steuererstattung gibt oder nicht in jedem Falle ungünstig. Wird das Geld dann mal knapper und man kann an dieser Schraube nicht mehr drehen ist die Steuererhöhung (die sonst hätte vermieden werden können) dann nicht weit.

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...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 10.10.17, 12:47 
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windalf hat geschrieben:
Dabei spielt nur die Verteilung eine Rolle und die wäre so, dass es im Ergebnis ein Großteil gut finden würde.


Das hört sich sehr nach Donald Trump an "Ich weiß nicht, wie es wird, aber es wird großartig, vertrau mir".

Wie gesagt, ich bezweifle, dass sich Mehrheiten finden lassen, damit statt 2 Millionen Flüchtlinge nunmehr 2 Millionen Großverdiener etwas mehr Geld bekommen, aber ich sehe auch, dass wir hier dein Dogma diskutieren, und keine Argumente mehr, als schließ ich hier für mich ab.

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Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.


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BeitragVerfasst: 10.10.17, 13:02 
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Zitat:
Das hört sich sehr nach Donald Trump an "Ich weiß nicht, wie es wird, aber es wird großartig, vertrau mir".

Soll das jetzt ein Argument dagegen sein? Das einzig echte Argument dagegen ist doch das von Tastenspitz

Zitat:
Ursache für die Flucht die wir erleben und erlebt haben ist leider sehr oft Krieg, Hunger und erst dann die wirtschaftlichen Gründe. Vermutlich nehmen alle Flüchtlinge es wahr, dass es hier eben in allen Bereichen besser ist als in der Heimat, aber Hauptursache für Flucht ist nicht der so pralle deutsche Geldbeutel.
Wenn man sich die Länder ansieht aus denen derzeit die meisten Menschen fliehen bzw. geflohen sind, wird auch klar, dass es dabei nicht um den fehlenden Zweitwagen geht, sondern ums Überleben.


Fakt ist auch diese Durchschnittsrechnungen die im Ergebnis sagen sollen "alles Peanuts und betrifft dich nicht" sind Blödsinn. Es muss doch erlaubt sein die Frage zu stellen wieviel Prozent meines Einkommens bin ich bereit für "die Sache" in den Ring zu schmeißen. Aus Gutverdienersicht finde ich es ist es eine Unverschämtheit, das man diese Frage nicht stellen darf und sofort abgekanzelt wird.

Zitat:
Wie gesagt, ich bezweifle, dass sich Mehrheiten finden lassen, damit statt 2 Millionen Flüchtlinge nunmehr 2 Millionen Großverdiener etwas mehr Geld bekommen, aber ich sehe auch, dass wir hier dein Dogma diskutieren, und keine Argumente mehr, als schließ ich hier für mich ab.

Eben. Wenn deine eigenen Zahlen/Fakten gegen dich sprechen dann ziehen wir uns mal schnell zurück. Weil eben nicht rausgekommen darf was nicht gewünscht ist. Grundsätzlich finde ich auch nicht schlimm vergleichsweise stark für das Thema herangezogen zu werden. Was ich aber sehen will ist a) das alles dafür getan wird die Kosten niedrig zu halten, b) das das nicht noch weiter ausufert und c)das insbesondere die straffällig gewordenen Pfosten direkt wieder dahingeschoben werden wo der Pfeffer wächst. Die letzten 2 Jahre habe ich davon bisher wenig gesehen...

Fakt ist man sollte man offen und ehrlich auch diskutieren, wo denn nun die Schmerzgrenze dessen liegt, was der Bürger dafür berappen muss bzw. zukünftig wird berappen müssen. Dieses sofortige abgekanzel man darf nicht diskutieren was vermeintlich moralisch nicht diskutiert werden soll und dieses woanders schmeißen wir noch mehr Geld zum Fenster raus geht mir einfach nur auf die Ketten. (Deshalb nehme ich bei diesem Thema auch immer gerne die andere Extremposition ein)

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 10.10.17, 16:04 
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Beiträge: 97
Charon- hat geschrieben:
... als schließ ich hier für mich ab.

Kenne ich das nicht von irgendwo her? :mrgreen:

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Nach dem "Grundgesetz der Intelligenz" kann keiner dümmer daherreden als er selber ist. Trotzdem ist alles, was ich hier äußere, in jeder Hinsicht unverbindlich!


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BeitragVerfasst: 11.10.17, 08:59 
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Wohnort: Daheim
windalf hat geschrieben:
Es muss doch erlaubt sein die Frage zu stellen wieviel Prozent meines Einkommens bin ich bereit für "die Sache" in den Ring zu schmeißen.

Diese Frage zu stellen ist sicher erlaubt. Nur wird das eben nicht jeder für sich selbst entscheiden können, wieviel von seinem Steueraufkommen dafür verwendet wird. diese Entscheidungskompetenz hat man abgetreten.
windalf hat geschrieben:
Aus Gutverdienersicht finde ich es ist es eine Unverschämtheit, das man diese Frage nicht stellen darf und sofort abgekanzelt wird.

Dies Abkanzelung resultier mM nach eher aus deinen Ausdrücken die du hier gerne und immer wieder verwendest: "Pfosten, Bodensatz, schlechte Flüchtlinge" um mal nur einige zu verwenden.
Wenn man eine
windalf hat geschrieben:
Extremposition
einnehmen will ist es trotzdem nicht erfordelich solche abwertenden Begriffe zu verwenden.
windalf hat geschrieben:
man sollte man offen und ehrlich auch diskutieren, wo denn nun die Schmerzgrenze dessen liegt, was der Bürger dafür berappen muss bzw. zukünftig wird berappen müssen.

Es ist genügend Geld da. Das Problem ist die Verteilung. Und die Mitbestimmung darüber hatten wir grade in Form der BT Wahl. Das hier FDP und AFD enorm zugelegt haben ist ein deutliches Signal für diejenigen, welche bisher hier die Richtung vorgegeben haben.
windalf hat geschrieben:
Was ich aber sehen will ist a) das alles dafür getan wird die Kosten niedrig zu halten, b) das das nicht noch weiter ausufert und c)das insbesondere die straffällig gewordenen Pfosten direkt wieder dahingeschoben werden wo der Pfeffer wächst.

Wünschen kann man sich viel. Und es ist auch immer persönlich für jeden vermutlich eine andere Sache, ob und wann für ihn a b und c erfüllt sind.
Wichtig hierbei ist nmE., dass sich alles im Rahmen der Gesetze abspielt. Und wenn diese ein Verfahren vorgeben sollte man das auch einhalten wenn es dann eben länger dauert und damit mehr kostet.

_________________
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Nehmt das ihr Cookies:Blondine, Bikini, Strand, Insel, Hawaii, Palme, Cocktail.
Und unsere Hooligans grüße ich mit einem freundlichen "AHOI" :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 19:15 
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Beiträge: 97
... und was lernt man nun aus so einem exzessiven "Zahlen-Gemetzel"? Meine Erkenntnisse daraus sind:

1) Die angebliche "Belastbarkeit" von scheinbar unverrückbar objektiven Zahlen erweist sich letztlich nur als eine "Elastizität", abhängig vom jeweiligen Denkansatz, von der Festsetzung bestimmter Prioritäten, verschiedenen Verkettungen von Sachzusammenhängen mit verschiedenen Auswirkungen usw. usf....
Bei Zahlen ist es genau wie beim Recht, wo auch so ziemlich alles irgendwie "schlüssig" erscheinend begründet werden kann, wenn man nur geschickt genug dafür ist.

2) Die Verbissenenheit der Streitparteien in diesem kleinen Rahmen signifiziert m.E. in aller Deutlichkeit auch im großen Rahmen den tiefen Spalt und Riss (siehe auch die massiven politischen Verwerfungen bei der BT-Wahl, deren Ausgang ganz maßgeblich auch von den konträren politischen Ansichten zu Merkels Migrationspolitik bestimmt war), der durch unsere Gesellschaft geht, seit wir dieses (höchstselbst geschaffene!) Migrations-Chaos im Land haben.

Und damit sind wir "nebenbei" sogar wieder einmal auf die eigentliche Ausgangs-Frage zurückgekommen: Durfte Merkel im Herbst 2015 ohne vorherige Rücksprache und Absicherung mit den übrigen EU-Partnern eigenmächtig die Grenzen Deutschlands und der EU (mit allen daraus zwischenzeitlich erwachsenen Schadensfolgen, die auch von vornherein absehbar waren!) aus humanitären Gründen unkontrolliert und unvorbereitet öffnen, ohne damit "unterm Strich" in Deutschland und in der gesamten EU mehr politischen und gesellschaftlichen Schaden anzurichten als humanitär Gutes zu tun? Und ist dies ggf. mit der weitergehenden rechtlichen Konsequenz verbunden, dass dann
=> die unkontrollierte Grenzöffnung gegen das Dublin-Abkommen verstoßen hat,
=> ihr Handeln wegen einer insgesamt "negativen Nutzen-Schaden-Bilanz" bei den geschützten Gütern (= nationales Interesse; internationale Interessen; Gründe der Humanität) auch nicht von der EuGH-Entscheidung "gedeckt" ist und
=> ihr Handeln ihren Kanzler-Eid verletzt hat, Schaden von Deutschland abzuwenden?

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