Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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Cordelia
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Cordelia » 09.03.16, 07:16

Frauen sind nicht so dumm wie Du und Deine Partei sie gerne hättest, lieber Nordi...

Name4711
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Name4711 » 09.03.16, 08:12

@Cordelia

Nun gibt es sicherlich einen ganzen riesen Haufen guter Argumente gegen die AfD - warum muss man sich dann immer solche heraussuchen, die der Truppe höchstens noch Wähler in die Arme treibt?

Ich versuch euch mal etwas zu erklären - bitte stark sein, das hat etwas mit Mathematik zu tun:

Eine Partei, die 20% anstrebt, kann eine Position vertreten, die nur 30% Zustimmung hat. Sie muss ja bei einer Wahlbeteiligung von 50% nur 10% der Wähler an die Urne bekommen.

Eine Partei. die 40%+ idealerweise anstrebt, muss das anders angehen, weil sie nicht mit einer Position potenzielle Wähler abschrecken will. Nur mal so grob als Skizze...

So, wenn das soweit gesackt ist, werfen wir mal einen Blick auf dieses Thema "Frauenquoten"...

Bei der CDU z.B. war das auch nicht immer das Lieblingsthema - ist aber mittlerweile akzeptiert, weil sich dagegen mittlerweile keine Mehrheiten mehr bilden lassen. Ursprünglich ist das aber eher ein Thema z.B. der Grünen mit denen die AfD kaum Überschneidungen hat.

Trotzdem wird man feststellen müssen, dass es bestimmt einen Teil vo 30-40% der Bevölkerung gibt, die tatsächlich von "Frauenquoten" und "Gleichstellungsbeauftragte" völlig abgenervt sind, das aber ggf. auch nicht immer jedem sofort auf's Butterbrot schmieren. Als Feministin bekommt man das so mit Sicherheit nicht mit.

Für eine Partei, die so bei 10% angesiedelt ist, wird aber so der Aufschrei: Oh, die sind gegen Frauenquote!

...zur wirkungsvollen Wahlkampfhilfe. Es ist dsogar so, dass die AfD damit ein Alleinstellungsmerkmal bekommt...

Cordelia
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Cordelia » 09.03.16, 21:08

Die Politik der AFD richtet sich ja nicht nur gegen die Frauenquote sondern ist ganz offen frauenfeindlich. Hier geht es doch um deutlich mehr als eine Feuilleton-Spaß-Inszenierung über das richtige Frauenleben. Es ist ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht jeder Frau (und so manchen Mannes). Im Zuge der Landtagswahl bin ich selbst unterwegs (schwäbische Mädels sind fleißige Helferlein :wink: ) und werde in das ein oder andere Gespräch verwickelt. Selbst Frauen, die mit Feminismus nichts am Hut haben und von Frauenquoten abgenervt sind, lassen sich nur ungern in ihrer Entscheidungsfreiheit einschränken und wünschen sich ins letzte Jahrhundert zurück. Vielleicht bekommt man das als Mann ja nicht so mit...

Nordland
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Nordland » 11.03.16, 21:11

Cordelia hat geschrieben:Frauen sind nicht so dumm wie Du und Deine Partei sie gerne hättest, lieber Nordi...
Ich bin in keiner Partei. Und nicht nur deswegen passt deine Aussage eher auf dich und deine Partei.

Denn in der Tat hältst du Frauen offensichtlich für dumm. Du siehst in ihnen lediglich potenzielle Mitstreiterinnen für deine politischen Thesen. Und während bei dir Überzeugungsarbeit auf Sachebene relativ kurz kommt, setzt du lieber auf den Versuch, festzustecken, was richtig oder falsch zu sein hat.

Und in der Tat sind nicht alle Frauen so dumm, darauf reinzufallen. Ein Beispiel ist die bosnische Autorin Safeta Obhodjas:
welt.de hat geschrieben:Ein Wort benutzt Obhodjas in den Gesprächen am häufigsten: Multikulti. Sie meint damit eine politische wie gesellschaftliche Verständniskultur, in der Probleme der Zuwanderung wie fehlende Integration kleingeredet und ausblendet werden.

"Die Multikulti-Leute wollten nur die netten Seiten der Migration zeigen", erzählt Obhodjas. Sie hätten, wie im Sozialismus damals, "ihre schöne Theorie und wollen sie einzementieren. Auf diesem Fundament sind Tausende von Frauen groß geworden als Dienerinnen und Sklavinnen. Wenn die Multikulti-Political-Correctness nicht so groß gewesen wäre, wäre auch die Unfreiheit nicht so groß gewesen", sagt Obhodjas.

[...]

Bei Lesungen sei sie schon von Bosnierinnen als "Nestbeschmutzerin" beschimpft worden, ein anderes Mal habe ihr eine Schauspielerin Hetze vorgeworfen.

"Bin ich rechts, bin ich ein Rassist, weil ich sage, dass die ganze Politik bisher verfehlt war? Nein, das bin ich nicht. Wir haben die kritischen Stimmen erstickt. Es passte niemandem, dass ich kritisch über Muslime geschrieben habe", sagt Obhodjas. Sie fühlt sich ausgegrenzt, einsam, größere Verlage zeigten kein Interesse.
Das, was du zum Beispiel der AfD in Sachen Gleichberechtigung vorwirfst, geht meilenweit an der Realität vorbei. Das ist so ähnlich wie mit dem erfundenen Schießbefehl, den man einigen AfD-Politikerinnen in den Mund gelegt hat. Es gibt schlicht und einfach keine derartigen Forderungen seitens der Partei.

Im Übrigen ist es - wie gesagt - absolut unglaubwürdig, gegen eine angebliche Rückständigkeit in Frauensachen vorzugehen, wenn man das ganze auf Grundlage einer präjudiziellen Kategoriebildung tut. Das heißt, wenn man jegliche Kritik von vornherein nur auf ein von vornherein bestehendes Feindbild projiziert, das im Wesentlichen aus dem reaktionären weißen Mann und konservativen westlichen Frauen besteht, während man von vornherein keine Kritik zulässt, sobald es um den Islam oder um Migranten geht.

Obhodjas beweist eindrucksvoll, dass ein nur auf Anpassung und Gruppendruck beruhendes Agieren ins Leere führt. Der Islam und die Migration werden zu heiligen Kühen hochstilisiert, welche unberührbar sind. Selbst schlimmste Auswüchse, wie wir sie in islamischen Ländern Tag für Tag sehen, wie wir sie in der Silvesternacht miterlebt haben und wie sie in schriftlicher und mündlicher Form sogar ganz offen niedergelegt sind, werden von dir relativiert, wie man weiter vorne im Thread gesehen hat.

Auf der anderen Seite bekämpfst du aber Gespenster. Das sieht man auch daran, wie sehr du darauf wert legst, dass die Personen oder Parteien, die bei dem Gruppendruck nicht mitmachen, doch unbedingt rechts, rassistisch, frauenfeindlich usw. sind. Dass sie es zum Beispiel bei der AfD nicht oder zumindest nicht in dem von dir suggerierten Ausmaß sind, passt nicht in dein Konzept. Und so kommt es zu der skurrilen Situation, dass sich zum Beispiel auch solche AfD-Mitglieder gegen Homophobie-Vorwürfe verteidigen müssen, die selbst stockschwul sind. Oder dass, wie jüngst in deinem "Ländle", ein jüdischer AfD-Verantwortlicher von der Antifa attackiert wird, weil er ein Nazi sei.

Was du vertrittst, ist kein Kampf gegen rechts. Es ist kein Kampf für Menschenrechte und schon gar nicht für die Demokratie. Es ist ausschließlich ein Kampf gegen dich selbst. Ein Kampf gegen das Aufbrechen von Vorurteilen, ein Kampf gegen die Veränderung in eine Richtung, in der man sich selbst nicht sehen möchte. Ein Kampf im Angesicht der Furcht vor Ausgrenzung.
Es ist unser Land.

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Cordelia » 12.03.16, 09:33

Nordland hat geschrieben:Ich bin in keiner Partei...
Wirklich nur Sympathisant? Dann besteht ja noch Hoffnung.
Nordland hat geschrieben:Denn in der Tat hältst du Frauen offensichtlich für dumm. Du siehst in ihnen lediglich potenzielle Mitstreiterinnen für deine politischen Thesen
So unterschiedlich die politischen Thesen von Frauen auch sind dürften wir uns in einem Punkt doch einig sein: Die wenigsten Frauen wünschen sich ins letzte Jahrhundert zurück oder wollen sich gar vorschreiben lassen, wie eine „normale deutsche Familie“ und eine „natürliche Geschlechterordnung“ auszusehen habe.
Nordland hat geschrieben:Und in der Tat sind nicht alle Frauen so dumm, darauf reinzufallen. Ein Beispiel ist die bosnische Autorin Safeta Obhodjas: Ein Wort benutzt Obhodjas in den Gesprächen am häufigsten: Multikulti…
Frauenrechte machen auch vor Multikulti nicht Halt. Du pickst Dir hier wieder geschickt einzelne Fragmente heraus und versuchst sie in unzulässiger Weise zu vermischen.
Ich finde ja hochinteressant, dass die AFD ganz offen für ein rückständiges Frauenbild wirbt und eben dieses rückständige Frauenbild anderer Kulturen verteufelt. Unterscheidet sich denn das christlich geprägte antiquierte Frauenbild der AFD so wesentlich von dem antiquierten Frauenbild des Islam?
Nordland hat geschrieben:Das, was du zum Beispiel der AfD in Sachen Gleichberechtigung vorwirfst, geht meilenweit an der Realität vorbei. Das ist so ähnlich wie mit dem erfundenen Schießbefehl, den man einigen AfD-Politikerinnen in den Mund gelegt hat. Es gibt schlicht und einfach keine derartigen Forderungen seitens der Partei.
Ich würde Dir ja einen Blick ins Wahlprogramm empfehlen hättest Du nicht bereits die Antwort gegeben
und drittens ist das, was in Parteiprogrammen steht, sowieso größtenteils Makulatur
Genauso verhält es sich mit provokanten Äußerungen. Es wird vieles ausgesprochen und hinterher will doch niemand etwas gesagt haben.
Nordland hat geschrieben:Das heißt, wenn man jegliche Kritik von vornherein nur auf ein von vornherein bestehendes Feindbild projiziert, das im Wesentlichen aus dem reaktionären weißen Mann und konservativen westlichen Frauen besteht, während man von vornherein keine Kritik zulässt, sobald es um den Islam oder um Migranten geht
Die AFD ist eine Partei von Männern, denen ihr natürlich empfundener Machtanspruch entglitten ist. Die Vorfälle in Köln wurden geschickt instrumentalisiert, um sich als Beschützer aufzuspielen. Für Frauenrechte interessiert sich die AFD doch nur, wenn sie rechtspopulistisch genutzt werden können.
Nordland hat geschrieben:Auf der anderen Seite bekämpfst du aber Gespenster. Das sieht man auch daran, wie sehr du darauf wert legst, dass die Personen oder Parteien, die bei dem Gruppendruck nicht mitmachen, doch unbedingt rechts, rassistisch, frauenfeindlich usw. sind
Nach meinem Empfinden ist die AFD rechts, rassistisch und frauenfeindlich. Noch herrscht bei uns Meinungsfreiheit und ich darf meine persönliche Meinung dazu auch äußern.
Nordland hat geschrieben:Was du vertrittst, ist kein Kampf gegen rechts. Es ist kein Kampf für Menschenrechte und schon gar nicht für die Demokratie. Es ist ausschließlich ein Kampf gegen dich selbst. Ein Kampf gegen das Aufbrechen von Vorurteilen, ein Kampf gegen die Veränderung in eine Richtung, in der man sich selbst nicht sehen möchte. Ein Kampf im Angesicht der Furcht vor Ausgrenzung.
Nordland hat geschrieben:Diese Tendenz zur Solidarisierung mit den Tätern kommt schon fast in die Nähe eines Stockholm-Syndroms
Bin ich jetzt im falschen Forum gelandet? Bei dem Bild, das Du von mir zeichnest, muss ich wohl aufpassen demnächst nicht in Zwangsjacke abgeführt zu werden. :lol:

Erspar mir Deine bizarren Ergüsse und beschränke Dich auf den politischen Dissenz: Fakten, Thesen, Argumente. Das müsste doch auch für Dich zu schaffen sein?

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Nordland » 12.03.16, 11:27

Cordi, dass du so einiges missverstanden hast, ist nun offensichtlich. Die Frage ist eher, ob du es gezielt missverstehen willst. Darauf deutet leider sehr viel hin.

Die "natürliche Geschlechterordnung" ist für dich ein Problem? Du glaubst, wer diese natürliche Geschlechterordnung anerkenne, sei dafür, alle Frauen wieder an den Herd zu schicken, Homosexualität zu verteufeln usw.? Mitnichten. Es geht einfach nur um das Anerkennen grundlegender Tatsachen und dass man sich entsprechend darauf einstellt. Und vor allem geht es darum, Fehlentwicklungen in "Gender"-Dingen entgegenzutreten. So steckt hinter der angeblichen Forderung "Frauen an den Herd" oftmals nur der Wunsch, dass man es in gleicher Weise honorieren möge, wenn eine Frau sich für die Familiensorge entscheidet, wie wenn sie arbeiten geht.

Wir sind hier im Bereich von Feinheiten. So etwa in der Frage, ob Homos eine Ehe gründen können oder ob es "nur" um eine eingetragene Partnerschaft geht, was im Prinzip aufs gleiche hinausläuft. Es ist abstrus, hier irgendwelche grundlegenden Probleme zu konstruieren, während man sich gleichzeitig für einen ungebremsten Zustrom auch von Menschen ausspricht, die aus Kulturkreisen kommen, in denen ein niedriger Wert von Frauen, das Verbot von Homosexualität, Antisemitismus usw. gesellschaftlich fest verankert sind. Und wer - wie du - genau diese abstrusen Gegensätze in der Argumentation verkörpert, muss sich gefallen lassen, auf diese Widersprüche und auf diese vollkommen unlogischen Sichtweisen hingewiesen zu werden.

Indes steht es dir offen, selbst unlogisches und widersprüchliches frei zu äußern. Ich habe nicht geschrieben, dass du dies nicht tun dürftest. Da deine Zuschreibungen jedoch nachweislich falsch sind, darfst du dich nicht wundern, wenn man deine Ansichten nicht teilt. Und würdest du dich ebenfalls für das Recht auf freie Meinungsäußerung einsetzen, wenn jemand die gescheiterte Flüchtlingspolitik kritisiert, den Islam ablehnt oder sich gegen offene Grenzen ausspricht?

-------------------------

Aktuell hat sich die AfD für ein Verbot religiöser Beschneidungen ausgesprochen. Wir erinnern uns: Vor ein paar Jahren haben die Fraktionen im Bundestag mehrheitlich dafür gestimmt, diesen unnötigen medizinischen Eingriff an Kindern zu legalisieren. Ungeachtet einzelner Abgeordneter haben also alle etablierten Parteien unisono für die Legalisierung dieser Körperverletzung gestimmt. Die AfD ist demnach die einige ernstzunehmende Partei auf dem Wahlzettel, die sich hier anders positioniert.

Das ist genau so wie in der Flüchtlingspolitik. Alle Parteien, von Union über SPD bis hin zu den Grünen und der Linkspartei, unterstützen mehrheitlich Merkels Kurs des ungehemmten Zustroms, von dem sie ja (siehe Anne Will) partout nicht abrücken will. Was kann nun die AfD dafür, dass sie als einige unter den etwas größeren Parteien offen eine andere Sichtweise vertritt?

Wer also heute gegen den ungebremsten Zustrom in unsere Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssysteme ist, wer den dringend notwendigen Paradigmenwechsel von der Willkommens- hin zur Verabschiedungskultur wirklich angehen möchte, muss morgen AfD wählen.
Es ist unser Land.

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Name4711 » 12.03.16, 12:57

Nach meiner Sicht, ist diese ganze "Pseudokrise" ein totales versagen der Linken und der Sozialdemokraten.

Als der erste Bus an der Grenze stand hätten sie eine Vermögensabgabe zur deckung der Kosten die absehbar entstehen werden fordern müssen. Dann Hätte "Deutschland" mal zeigen können wie Willkommenskultur funktioniert.

Vermutlich wäre diese dann aber ganz schnell abgesagt worden. Wenn nun Meister Gabriel - in der Angst beinahe unter die Sonstigen bei den Wahlen zu geraten eien "Solidarpackt" fordert, kommt das dümmste Argument ever: Er Spaltet und hetzt die Armen auf...

Wer eien Blick in die Statistiken zur Vermögensverteilung wirft, erkennt: Da gibt's nichts zu spalten, weil es ein WIR immer nur dann gibt, wenn es etwas zu bezahlen gibt. Also "wir schaffen das" usw.

Das ist die traurige Wahrheit - und so wählen nun tausende Hartzer und Geringverdiener die AfD, weil die Parteien der Mitte ihenn wie Pest und Cholera vorkommen.

In diesem Sinne hat das Ganze schon Ähnlichkeiten mit Vorgängen in der Geschichte.

@cordelia

Ich hab schon lange nicht mehr soviel 20.Jh in einem Frauenbild gesehen wie in deinem - das 21.Jh ist da schon viel entspannter :mrgreen:

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von fool1 » 12.03.16, 17:20

Moin!
Nordland hat geschrieben:Die "natürliche Geschlechterordnung" ist für dich ein Problem? Du glaubst, wer diese natürliche Geschlechterordnung anerkenne, sei dafür, alle Frauen wieder an den Herd zu schicken, Homosexualität zu verteufeln usw.? Mitnichten. Es geht einfach nur um das Anerkennen grundlegender Tatsachen und dass man sich entsprechend darauf einstellt.
Magst mir die "natürliche Geschlechterordnung" mal erklären? Abgesehen davon das Männer nicht schwanger werden können?
Cordelia hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Ich bin in keiner Partei...
Wirklich nur Sympathisant? Dann besteht ja noch Hoffnung.
Wenn er nicht Mitglied ist bekommt er Geld für sein Geseire :lachen:
Nordland hat geschrieben:Da deine Zuschreibungen jedoch nachweislich falsch sind, darfst du dich nicht wundern, wenn man deine Ansichten nicht teilt.
Wo genau ist der Nachweis?
Ich finde es wieder einmal sehr lustig wenn Nordi über Meinungsfreiheit sinniert. Gemessen an seinen eigenen Ansprüchen :lachen:

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Cordelia » 12.03.16, 19:43

Nordland hat geschrieben:Die "natürliche Geschlechterordnung" ist für dich ein Problem? Du glaubst, wer diese natürliche Geschlechterordnung anerkenne, sei dafür, alle Frauen wieder an den Herd zu schicken, Homosexualität zu verteufeln usw.?...
Bei der AFD zeigt sich durchgängig eine Diskrepanz zwischen postulierter Programmatik und radikalen Forderungen. Die Rhetorik spricht für sich. „Die klassische Familie ist wieder zum gesellschaftlichen Leitbild zu erheben.“ Man wünscht sich die guten alten Zeiten zurück, in denen die Rolle der Frau klar definiert war: Mutter sein, Kinder großziehen und ansonsten die Klappe halten. Die „natürliche Geschlechterordnung“ als patriarchale Ordnungsinstanz. Männern wird die Autorität in Wirtschaft und Politik zugesprochen und Frauen sollen zu ihrer naturgegebenen Rolle als Hausfrau und Mutter zurückkehren. Dazu kommt die geforderte Verschärfung des § 218. “Die deutsche Politik hat eine Eigenverantwortung, das Überleben des eigenen Volkes, der eigenen Nation sicherzustellen“. Da fühlt man sich doch unmittelbar an die islamfeindliche Schrift Sarrazins erinnert, der die traditionelle Familie (Mann-Frau-Kinder) als überlebenswichtig für ein Volk sieht. Zuwanderung wird als Bedrohung für den Fortbestand der Nation gesehen. Das ist doch rechter reaktionärer Mist.

Diese Diskrepanz zeigt sich auch beim Thema Homosexuelle. Im September stellte die AFD eine fragwürdige parlamentarische Anfrage zur statistischen Erhebung wieviel Homo-, Bi- und Transsexuelle in Thüringen leben. Mit der Formulierung der Fragen wurde subtil deren Diskriminierung und Schutzwürdigkeit in Frage gestellt.

Die AFD fordert Verbote und Kontrolle: Geschlechterpolitik und –forschung beenden, Ausschluss homosexueller Lebensformen mit Kindern und Überwachung statt Datenschutz. Feminismus-Bashing steht dabei mittlerweile auf der Tagesordnung. Ohne Feminismus gäbe es kein Recht auf Abtreibung und auch kein Frauenwahlrecht. Als AFD-Sympathisant erinnerst Du Dich sicher noch an den Vorstoß eines Mitglieds des Wissenschaftlichen Beirats der AFD, der der Unterschicht das Wahlrecht absprechen wollte (Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie). Das würde nicht nur Arbeitslose, Geringverdiener und Rentner sondern auch Hausfrauen treffen.
Nordland hat geschrieben:Das ist genau so wie in der Flüchtlingspolitik. Alle Parteien, von Union über SPD bis hin zu den Grünen und der Linkspartei, unterstützen mehrheitlich Merkels Kurs des ungehemmten Zustroms, von dem sie ja (siehe Anne Will) partout nicht abrücken will. Was kann nun die AfD dafür, dass sie als einige unter den etwas größeren Parteien offen eine andere Sichtweise vertritt?
Es ist der Widerspruch von Reden und Handeln, der Politik unglaubwürdig macht und der AFD frustrierte Wähler in die Arme treibt. Merkels Willkommenspolitik ist doch längst Makulatur. „Menschen in Not muss geholfen werden. Das ist menschlich normal“ brachte es der Kandidat der Linken auf den Punkt. Dazu hat die Regierung nicht viel beigetragen. Möglich machte es das beherzte Engagement vieler Bürger, die dafür von der AFD als Gutmenschen verunglimpft werden. Toleranz und Hilfsbereitschaft gelten als naiv, dumm und weltfremd. Dabei gibt es nicht nur eine moralische Pflicht diesen Menschen zu helfen sondern auch eine rechtliche. Welchen Eindruck vermittelt ein Rechtsstaat seinen Bürgern wenn jeder einzelne Bürger für sein Fehlverhalten unmittelbar zur Verantwortung gezogen wird während sich die Staatsdiener ihrer rechtlichen Verpflichtung entziehen, weil es nicht in ihr politisches Kalkül passt?
Nordland hat geschrieben:Wer also heute gegen den ungebremsten Zustrom in unsere Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssysteme ist, wer den dringend notwendigen Paradigmenwechsel von der Willkommens- hin zur Verabschiedungskultur wirklich angehen möchte, muss morgen AfD wählen
Für einen Sympathisanten legst Du Dich ja mächtig ins Zeug, ist ja nicht die erste Wahlempfehlung die Du aussprichst. Fehlende bezahlbare Wohnungen, miserable Arbeitsbedingungen und den Abbau unseres Sozialstaats gab es doch schon vor den Flüchtlingen. Die Hetze gegen Sozialschmarotzer und faule Ausländer hat diese gesellschaftliche Entsolidarisierung erst möglich gemacht. „Wer hat uns verraten – die Sozialdemokraten.“ Ihrem einstigen Anspruch als Arbeiterpartei werden sie schon lange nicht mehr gerecht. Die AFD versucht nun den Anschein zu erwecken eine Partei für kleine Leute zu sein. Die wirtschaftlichen Forderungen lassen aber keinen Zweifel daran, dass sie allein die „Leistungsträger“ (Reichen) vertritt. Rassismus und das gesellschaftliche nach-unten-treten gehen Hand in Hand. Die AFD spaltet, grenzt aus und missachtet die Werte unserer Verfassung. In einer Zeit, in der Parteien immer mehr nach rechts rücken, braucht es in einer Demokratie zur Behebung der Schieflage Die Linke. Die AFD ist definitiv keine Alternative.
Name4711 hat geschrieben:Ich hab schon lange nicht mehr soviel 20.Jh in einem Frauenbild gesehen wie in deinem - das 21.Jh ist da schon viel entspannter
Wenn Du auch nur einmal Deine Aussagen konkretisieren würdest, könnte ich auch darauf eingehen. Aber das wäre wohl zuviel Ehre für "Primimäuschen" und Co.

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Nordland » 13.03.16, 13:21

Cordelia hat geschrieben:Bei der AFD zeigt sich durchgängig eine Diskrepanz zwischen postulierter Programmatik und radikalen Forderungen. Die Rhetorik spricht für sich. „Die klassische Familie ist wieder zum gesellschaftlichen Leitbild zu erheben.“ Man wünscht sich die guten alten Zeiten zurück, in denen die Rolle der Frau klar definiert war: Mutter sein, Kinder großziehen und ansonsten die Klappe halten.
Das ist schon ziemlich abwegig, wenn man sich mal vor Augen hält, dass sich deine Vorwürfe maßgeblich in Zusammenhang mit dem Wechsel im Parteivorstand abspielen. Und das war ein Wechsel von Herrn Lucke zu Frau Petry und nicht umgekehrt.

Eine wirtschaftsliberale Partei wird das, was du der AfD ohne Beleg in den Mund legst, nicht fordern. Die AfD wendet sich in erster Linie gegen Auswüchse der Gender-Politik und ideologisch motivierte Gleichsetzungen, so als ob es keine biologischen Unterschiede gebe und Geschlechter nur soziale Konstrukte seien. Vielleicht solltest du in deiner Partei mal gegen diese Auswüchse vorgehen, dann würden nicht so viele Menschen zur AfD wandern.
Cordelia hat geschrieben:Dazu kommt die geforderte Verschärfung des § 218. “Die deutsche Politik hat eine Eigenverantwortung, das Überleben des eigenen Volkes, der eigenen Nation sicherzustellen“. Da fühlt man sich doch unmittelbar an die islamfeindliche Schrift Sarrazins erinnert, der die traditionelle Familie (Mann-Frau-Kinder) als überlebenswichtig für ein Volk sieht. Zuwanderung wird als Bedrohung für den Fortbestand der Nation gesehen. Das ist doch rechter reaktionärer Mist.
Was für ein Unsinn, wieder verdrehst du alles. Es gibt doch genügend Leute, die die Zuwanderung als Ersatz für die niedrigen Geburtenraten bei uns ansehen. Diese Leute verdrängen jegliche kulturelle Unterschiede. Man kann nicht einfach fehlende Arbeitskräfte, fehlende Einzahler in die Kassen usw. ersetzen, indem Mann die Grenzen öffnet und jeden einreisen lässt. Auch hier gilt: Vielleicht sollte man dem Unsinn erst in den eigenen Reihen entgegentreten, bevor man den Kritikern an diesen Auswüchsen irgendetwas Reaktionäres vorwirft. Siehe das ständig wiederholte Märchen vom Fachkräftemangel, den es nie gegeben hat.
Cordelia hat geschrieben:Als AFD-Sympathisant erinnerst Du Dich sicher noch an den Vorstoß eines Mitglieds des Wissenschaftlichen Beirats der AFD, der der Unterschicht das Wahlrecht absprechen wollte (Der Schutz der Leistungseliten in der Demokratie). Das würde nicht nur Arbeitslose, Geringverdiener und Rentner sondern auch Hausfrauen treffen.
Hier gilt das gleiche wie oben: Wenn man genau hinschaut und bei der Wahrheit bleibt, dann sieht die Sache gleich ganz anders aus. Es handelte sich nicht um eine Parteiforderung. Es handelte sich lediglich um eine theoretische Überlegung eines Mitglieds, ohne dass jemals jemand konkret eine politische Umsetzung gefordert hätte, schon gar nicht die Partei selbst. Außerdem ist das schon Jahre her.

Abgesehen davon gibt es derzeit in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen keine sozialere Partei als die AfD. Denn alle anderen etablierten Parteien (Union, SPD, Grüne, Linke) stellen sich hinter Merkels Kurs der offenen Grenzen, der zu einer Zuwanderung in Millionenhöhe geführt hat, welche weiterhin anhält. Die Verfechter dieser Politik ermöglichen also einen ungebremsten Migrantenzustrom, damit sie sich moralisch gut darstellen können. Die Politik geht aber zulasten derjenigen Personen, die wenig haben. Denn der Zustrom erzeugt Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt - und das vor allem unter denjenigen, wie wenig haben. Die kleine Rentnerin wird also kaum mehr eine bezahlbare Wohnung finden, während der Akademiker in seinem Eigenheim weniger Veränderung spüren wird. Ebenso wird sich die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt kaum bei dem Journalisten oder bei der Führungskraft bemerkbar machen, sondern beim kleinen Arbeiter. Und die verlängerten Wartezeiten beim Arzt, die sich durch massiven Zustrom von Menschen mit bislang unbehandelten Krankheiten verschärfend ergeben werden, machen sich sicherlich auch nicht zunächst beim Privatpatienten bemerkbar.

Die soziale Wahrheit sieht inzwischen so aus, dass Flüchtlinge Taxifahrten von zwei Kilometern gestellt kriegen, während die chronisch kranke Rentnerin alle Fahrten aus eigener Tasche bezahlen muss: FAKT. Und DU stellst dich in die Fußgängerzone und erzählst, wie sozial doch deine Partei sei.
Cordelia hat geschrieben:Toleranz und Hilfsbereitschaft gelten als naiv, dumm und weltfremd. Dabei gibt es nicht nur eine moralische Pflicht diesen Menschen zu helfen sondern auch eine rechtliche.
Das ist falsch. Es besteht weder eine moralische Pflicht, denn die Flüchtlinge wollen gezielt nach Deutschland, weil sie sich wirtschaftlich das beste Leben vorstellen. Moralisch verwerflich ist es, Menschen aus aller Welt unsere gewachsenen Sozialsysteme zur Verfügung zu stellen. Und in rechtlicher Hinsicht besteht keine Pflicht, durch aktives Ermöglichen einer Migration nach Deutschland die Probleme der Welt lösen zu wollen. Bitte sieh doch in Zukunft davon ab, derartige Falschbehauptungen zu treffen. Mit der Wahrheit kommt man immer weiter, liebe Cordi.
Cordelia hat geschrieben:Für einen Sympathisanten legst Du Dich ja mächtig ins Zeug, ist ja nicht die erste Wahlempfehlung die Du aussprichst.
Die Wahlempfehlung sprechen andere aus, zum Beispiel Frau Merkel, die von ihrem Kurs nicht abrücken möchte, und die Medien, die sich hinter sie stellen, obwohl ihre Politik nachweislich gescheitert ist.

Anders formuliert: Was können die AfD und die sogeannten Rechten dafür, dass ihre seit Jahren ausgesprochenen Warnungen, für die sie systematisch angegriffen und verunglimpft wurden, so eingetreten sind? Der massive Zustrom und die Vorfälle beispielsweise in Köln waren absehbar, sie kamen nicht aus dem Nichts. Wenn man sich aber in Erwartung des Friedensnobelpreises hinstellt und sinngemäß alle zu uns einlädt, dann braucht man sich nicht zu wundern.
Cordelia hat geschrieben:In einer Zeit, in der Parteien immer mehr nach rechts rücken, braucht es in einer Demokratie zur Behebung der Schieflage Die Linke.
Diese "linke" Politik ist doch schon längst gescheitert. Sie basiert nur auf Staatsausgaben und Schulden. Und genau das ist in Frankreich oder Griechenland eingetreten: Die Schulden häuften sich, während wegen abstruser Regulierungen am Arbeitsmarkt und des Aufbaus überzogener sozialer Netze mehr und mehr Unternehmen abwanderten. Der Staat kann das durch eigene Investitionen nicht ausgleichen. Wer etwas anderes behauptet, argumentiert auf dem populistischen Niveau des Autobahnbaus.
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Name4711 » 13.03.16, 15:14

Nordland hat geschrieben:Diese "linke" Politik ist doch schon längst gescheitert. Sie basiert nur auf Staatsausgaben und Schulden.
Naja, das ist aber auch ein uraltes Märchen und beschreibt nicht die Kausalzusammenhänge sondern das Ergebnis innerhan spezieller Rahmenbedingungen.

Diese sind nunmal, dass eine nationale Wirtschafts und Steuerpolitik kaum noch möglich ist. Jede Regierung die politische Bedingungen setzt, die z.B. Produktivitätszuwächse anders zu verteilen als sie rein der Kapitalseite zuzusprechen , wird einfach daduch abgestraft, das Produktion verlagert oder Steuermodelle gefunden werden, die sie dumm aussehen läßt.

Mittlerweilen werden ja sogar schon Abkommen geschlossen, die als sozusagen ultimativen Schritt in diesem Bereich auch noch die Gerichtsbarkeit dem Staat aus der Hand nehmen wollen...

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Cordelia » 13.03.16, 16:45

Nordland hat geschrieben:Das ist schon ziemlich abwegig, wenn man sich mal vor Augen hält, dass sich deine Vorwürfe maßgeblich in Zusammenhang mit dem Wechsel im Parteivorstand abspielen...
Schon klar, jetzt ist natürlich alles anders. Deshalb legt man sich weder auf das Parteiprogramm noch auf das gesprochene Wort fest. Dennoch steht im Grundsatzentwurf des neuen Parteiprogramms, das im April von der AFD verabschiedet werden soll, genau das wieder drin. So was aber auch...

Grundsatzprogrammentwurf AFD

Zeit online hat es ziemlich passend zusammengefasst:

Mehr Überwachung - Sozialleistungen kürzen - Frauen zurück an den Herd - Ehescheidung erschweren - Abtreibung abschaffen...
Mehr Polizei, mehr Waffen, mehr Schadstoffe
Nordland hat geschrieben:Auch hier gilt: Vielleicht sollte man dem Unsinn erst in den eigenen Reihen entgegentreten, bevor man den Kritikern an diesen Auswüchsen irgendetwas Reaktionäres vorwirft. Siehe das ständig wiederholte Märchen vom Fachkräftemangel, den es nie gegeben hat.
Weshalb wohl schreibt Die Linke regelmäßig über den "Mythos" Fachkräftemangel? Junge, Du musst Dich mal richtig informieren...
Nordland hat geschrieben:Abgesehen davon gibt es derzeit in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen keine sozialere Partei als die AfD
Du machst mich sprachlos... Was ist denn an Kürzung von Sozialleistungen, Privatisierung von ALG I, Privatisierung der bislang gesetzlichen Unfallversicherung und vieles mehr noch sozial? Ihr werft die Bürger den Geldhaien doch regelrecht zum Fraß vor!
Nordland hat geschrieben:Die soziale Wahrheit sieht inzwischen so aus, dass Flüchtlinge Taxifahrten von zwei Kilometern gestellt kriegen, während die chronisch kranke Rentnerin alle Fahrten aus eigener Tasche bezahlen muss: FAKT.
Deine "Wahrheiten" kennen ich mittlerweile zu genüge. FAKT ist, dass diese Fahrten nur in Ausnahmefällen und nach Beantragung bewilligt werden. Würdest Du Dich ehrenamtlich engagieren anstatt nur zu hetzen wären es schon einige Fahrten weniger.
Nordland hat geschrieben:Und DU stellst dich in die Fußgängerzone und erzählst, wie sozial doch deine Partei sei.
Das ist richtig und das mit gutem Gewissen. Im Gegensatz zu Dir kenne ich auch noch die Bedeutung von "sozial" und "Moral".
Nordland hat geschrieben:Bitte sieh doch in Zukunft davon ab, derartige Falschbehauptungen zu treffen. Mit der Wahrheit kommt man immer weiter, liebe Cordi.
Dazu habe ich bereits mehrfach kommentiert, im Gegensatz zu Dir auch mit entsprechender Rechtsgrundlage. Die Wahrheit ist manchmal unbequem, lieber Nordi. Ich frage mich inzwischen wirklich ob Du es partout nicht wissen willst oder einfach nicht besser weißt.
Nordland hat geschrieben:Was können die AfD und die sogeannten Rechten dafür, dass ihre seit Jahren ausgesprochenen Warnungen, für die sie systematisch angegriffen und verunglimpft wurden, so eingetreten sind...
Wer Hass sät, wird Gewalt ernten. Dafür könnt Ihr sehr viel. Irgendwann wird es auf Euch zurückschlagen...

Nordland
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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Nordland » 13.03.16, 20:32

Zunächst zur Sache: Das, was du unter dem Kampf sozial/nicht sozial einordnest, ist vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise eher Makulatur. Steuerpolitik, Arbeitslosenversicherung, Erbschaftssteuer? Das wären allesamt wichtige Themen, über die man gerne diskutieren könnte, bei denen ich mit dir partiell vielleicht sogar einer Meinung wäre. Aber angesichts der immensen Verwerfungen durch den ungebremsten Flüchtlingszustrom rücken diese Themen in den Hintergrund. Derzeit werden unsere Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssysteme für Menschen aus aller Welt geöffnet. Und genau diese Öffnung ist unsozial, weil die Lasten von der Allgemeinheit getragen werden. Das ist genau das perfide: Man stellt sich selbst als weltoffen und tolerant dar, während man Kritiker abwertet. In Wirklichkeit ist man selbst aber gar nicht weltoffen, sondern stellt die Systeme, die alle (!) aufgebaut haben, für andere zur Verfügung. Und so kommt zum Beispiel derjenige, der in seiner Heimat keine Behandlung erhalten hat, gezielt nach Deutschland, um sich nach 15 Monaten für mehrere tausend Euro die Zähne richten zu lassen, während der einheimische kleine Arbeitnehmer einen immer höheren Beitrag zahlen und beim Arzt lange anstehen muss.

Das ist ungefähr so, als würde man zu einer tollen Party einladen, die Party aber nicht bei sich zu Hause abhalten, sondern ungefragt die Räume der Nachbarn mit zur Verfügung stellen. Und wenn diese sich beschweren, stellt man sie als Spielverderber und Spießer dar.

Und nun zum Wahlergebnis: Keine Sorge, ich werde es dir nicht unter die Nase reiben, obgleich ich infolge deiner Gewalt-Andeutungen schon etwas irritiert bin. Willst du es hart auf hart kommen lassen? Bitte, gerne. Ich schlage alternativ jedoch vor, dass man sachlich bleibt. Die AfD ist zunächst höchst demokratieförderlich, schließlich hat vermutlich sie für die massiven Zuwächse in der Wahlbeteiligung gesorgt. Inhaltlich hat sie klar davon profitiert, dass die Menschen antidemokratische und unsoziale Entwicklungen ablehnen. Siehe etwa die Verlagerung von Kompetenzen zu den nicht gewählten Funktionären nach Brüssel. Siehe den zunehmenden Einfluss Islam(ist)ischer Gruppen in Westeuropa. Siehe die unsoziale Flüchtlingspolitik.

Ich halte dich für klug genug, dass auch du zu einem Sinneswandel kommst. Denk mal in Ruhe über alles nach.
Es ist unser Land.

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von PurpleRain » 13.03.16, 21:34

Das Allerletzte finde ich, ist die Wählerbeleidigung, die hier und anderswo unweigerlich beginnen wird.
Insbesondere in Anbetracht des Ergebnisses in Sachsen-Anhalt.

Es ist halt ein Kreuz mit der Demokratie, ist die Wahlbeteiligung niedrig, profitieren die Extremisten. Ist sie hoch, ähm, ja, dann kommen einfach die Falschen zum Wählen :mrgreen:
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

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Re: Zum Schluss - DAS ALLERLETZTE

Beitrag von Cordelia » 13.03.16, 22:38

Nordland hat geschrieben:Derzeit werden unsere Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssysteme für Menschen aus aller Welt geöffnet. Und genau diese Öffnung ist unsozial, weil die Lasten von der Allgemeinheit getragen werden.
Wer sollte es denn sonst tragen? Der Staat ist verpflichtet Flüchtlinge aufzunehmen und es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die aus Steuermitteln zu finanzieren ist. Dass unser Steuersystem Schieflage hat, in Bildung zu wenig investiert, der Sozialabbau vorangetrieben und das Gesundheitssystem zum Ausverkauf freigegeben wurde ist doch nicht Schuld der Flüchtlinge sondern Folge der fehlgeleiteten Politik.
Nordland hat geschrieben:Und so kommt zum Beispiel derjenige, der in seiner Heimat keine Behandlung erhalten hat, gezielt nach Deutschland, um sich nach 15 Monaten für mehrere tausend Euro die Zähne richten zu lassen, während der einheimische kleine Arbeitnehmer einen immer höheren Beitrag zahlen und beim Arzt lange anstehen muss.
Auch nach 15 Monaten übernimmt die Krankenkasse nur die Regelversorgung und das auch nur bei Härtefällen. Du darfst Dich gerne mal informieren was so eine Regelversorgung hergibt. Das nächste Problem ist einen Zahnarzt zu finden, der sich noch darauf einlässt. Viel Spaß dabei.
Nordland hat geschrieben:Und nun zum Wahlergebnis: Keine Sorge, ich werde es dir nicht unter die Nase reiben
Das Rennen ist erst zu Ende, wenn das Ziel erreicht ist. Dass es für uns auf dieser Etappe nicht reicht, war angesichts der Umfragen leider schon zu befrüchten. Nach der Wahl ist vor der Wahl und Mißerfolge sind schließlich auch Ansporn. Ich war allerdings schon immer ein schlechter Verlierer. Du siehst es mir daher sicher nach, wenn ich nicht gratuliere.
Nordland hat geschrieben:…obgleich ich infolge deiner Gewalt-Andeutungen schon etwas irritiert bin. Willst du es hart auf hart kommen lassen? Bitte, gerne
Aber nicht doch. Ich gehöre zum „schwachen“ Geschlecht, schon vergessen? Ich verlasse mich da ganz auf meine Erfahrung und Intuition und die besagen, dass das Übel immer zu einem zurück findet. Für mich hat sich in der Vergangenheit stets ein chinesisches Sprichwort bewährt (sinnbildlich versteht sich):Wenn Du lange genug am Fluß sitzt, siehst Du irgendwann die Leiche Deines Feindes vorbeischwimmen.
Nordland hat geschrieben:Ich halte dich für klug genug, dass auch du zu einem Sinneswandel kommst. Denk mal in Ruhe über alles nach
Da muss ich nicht erst lange nachdenken: Null Toleranz für Rassismus.

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