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recht.de • Thema anzeigen - Bürgerversicherung
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 Betreff des Beitrags: Bürgerversicherung
BeitragVerfasst: 17.11.16, 13:38 
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Da ist sie wieder... Die Bürgerversicherung

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... rsicherung

Obwohl ich ganz sicher nicht eine der linken Parteien wähle bin ich ausnahmsweise mal deren Meinung, dass es eine Sauerei ist, das sich Einzelne der Versicherung (mit mehr schlechten Risiken) entziehen dürfen und andere nicht. Vom Prinzip her bin ich ja gegen eine Versicherungspflicht aber wenn man schon eine hat dann doch bitte auch alle verpflichten im gleichen Topf mitzuspielen. Das da nun Arbeitsplätze dran hängen die es nur gibt ,weil ein krankes System aufgebaut wurde wäre mir egal. Das Argument alleine heißt ja nichts anderes als, man verbrennt dort Geld, was eigentlich an andere Stelle gehört und direkt für erforderliche Leistungen statt für Verwaltung verwendet werden könnte...

Was ich aber für einen Witz halte
Zitat:
Sozialdemokraten, Grüne und Linke gehen davon aus, auf diese Weise die ihrer Meinung nach in Deutschland vorherrschende Zwei-Klassen-Medizin überwinden zu können.

Wer bessere Medizin will versichert sich halt zusätzlich. Leisten kann sich das nur der mit Kohle. Ob nun über eine Versicherung oder Sonderzahlung beim Arzt. Ein Ende der vermeintlich vohrherrschenden Zwei-Klassen-Medizin wird man damit ganz sicher nicht erreichen. Wenn das die Gründe sind, dann fordern die Linken imho das Richtige aber aus den falschen Gründen. Dieses Ziel wird sich damit imho ganz sicher nicht erreichen lassen...

Am besten wäre es imho, wenn man den ganzen Mist einfach abschaffen würde und den Staat eine Bürgerversicherung aus Steuermitteln finanzieren lassen würde. Der Staat legt dann halt fest welchen Leistungsumfang jeder bekommen sollte und erhebt dann halt in der entsprechend erforderlichen höhe Steuern. Dann gibt es auch keine Diskussionen darüber, dass Herr X monatlich 1000 EURONEN oder mehr für den Krankenversicherungsschutz bezahlt aber dann keine entsprechende Gegenleistung vom Arzt erhalten hat, als er die denn mal gebraucht hat... Auch die ganze Diskussion über Beitragsbemessungsgrenzen usw. fällt sofort weg.

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bürgerversicherung
BeitragVerfasst: 17.11.16, 14:14 
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windalf hat geschrieben:
Wer bessere Medizin will versichert sich halt zusätzlich. Leisten kann sich das nur der mit Kohle. Ob nun über eine Versicherung oder Sonderzahlung beim Arzt. Ein Ende der vermeintlich vohrherrschenden Zwei-Klassen-Medizin wird man damit ganz sicher nicht erreichen. Wenn das die Gründe sind, dann fordern die Linken imho das Richtige aber aus den falschen Gründen. Dieses Ziel wird sich damit imho ganz sicher nicht erreichen lassen...

Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Als Versicherter muss man sich die GKV erst einmal leisten können. Wenn du z.B. als Selbständiger in der GKV bist hast du echt keinen Bock noch zusatzversicherungen abzuschließen, weil der Spaß ohnehin schon viel teurer ist als eine private Versicherung.
Das einzige was bei einer individuellen Überlegung gegen die PKV spricht, ist die ganze Rechts- und Planungsunsicherheit und man keine Ahnung hat, was im Alter passiert.

Das der Mist so teuer ist und so lausige Leistungen bietet, das hängt daran, dass die Politik die GKV seit Jahrzehnten als Mittel zur Wirtschaftsförderung und Badbank benutzt:

Arbeitslose, Familien mit vielen Kindern und geringem Einkommen , chronisch Kranke ohne Einkommen werden schön in die GKV gepackt und mit nicht kostendeckenden Beiträgen versichert.

Korrekterweise müsste Vater Staat mit einer Sozialleistung aus Steuermitteln da zuschießen, denn es kann ja nicht die Aufgabe nur der GKV-Mitglieder sein all jene durchzufüttern (Beamte z.B. bleiben ausssen vor) will er aber nicht.

Dazu kommt, dass so Löhne möglich werden, die den Lebensunterhalt nicht decken würden, müssten die notwendigen Beiträge gezahlt werden.

Mal so als Gedankenspiel: man möge mal ausrechnen, wo der GKV-Beitrag Läge, wenn alle ALG II Empfänger morgen in der PKV wären :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Bürgerversicherung
BeitragVerfasst: 17.11.16, 18:35 
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Zitat:
Arbeitslose, Familien mit vielen Kindern und geringem Einkommen , chronisch Kranke ohne Einkommen werden schön in die GKV gepackt und mit nicht kostendeckenden Beiträgen versichert.

Naja ich sag ja. Abschaffen den Mist und wenn man denn nun schon alle zwangsversichern möchte, dann doch bitte einfach über Steuern finanzieren...

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bürgerversicherung
BeitragVerfasst: 17.11.16, 18:50 
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windalf hat geschrieben:
Naja ich sag ja. Abschaffen den Mist und wenn man denn nun schon alle zwangsversichern möchte, dann doch bitte einfach über Steuern finanzieren...

Jaaaaaa.... das wäre zwar vernünfig und gerecht aaaber dann würde man merken, dass diese 15,x Prozent von der Natur her eh schonsoetwas sind wie eine Steuer, die nur die schwächeren in voller höhe zahlen und die ganze schöne Steuerprogression wäre dahin :mrgreen:

Das wäre zu transparent, als das unsere Demokratie das aushält :ironie:


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 Betreff des Beitrags: Re: Bürgerversicherung
BeitragVerfasst: 17.11.16, 19:21 
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Zitat:
Jaaaaaa.... das wäre zwar vernünfig und gerecht aaaber dann würde man merken, dass diese 15,x Prozent von der Natur her eh schonsoetwas sind wie eine Steuer, die nur die schwächeren in voller höhe zahlen und die ganze schöne Steuerprogression wäre dahin

Wiso wäre die dahin? Der Steueranteil (und damit der Finanzierungsanteil an der GKV) der Besserverdienenden würde bei dem Modell doch deutlich steigen und die "schwächeren" müssten weniger zahlen. Wir hätten dann halt im Ergebnis halt nur einen Maximalsteuersatz von über 50%

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bürgerversicherung
BeitragVerfasst: 17.11.16, 19:39 
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windalf hat geschrieben:
Wiso wäre die dahin?


Naja, zunächst müsste man ja vom "Ist" zu einem "Sollzustand" kommen. Würde man heute das kind einfach umbenennen und der Einkommenssteuer zuschlagen würde sich eben zeigen, bei welchen Einkommen die Belastungen tatsächlich wie hoch sind. Die Beule müsste man irgendwie platt kriegen um nachher wieder von "Steuergerechtigkeit" sprechen zu können - und das sit schwer zu verargumentieren, weil das gerade durch die "Sozialversicherungsromantik" so schön verschleiert ist :lachen:


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