(K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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Tastenspitz
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Tastenspitz » 19.12.18, 09:01

Nordland hat geschrieben:Man braucht doch nur nach Großbritannien, Frankreich oder Belgien zu gucken
Dann mach das und belege die Aussage mal mit Fakten. Frankreich hat ähnlich wie GB bspw. durch die Konionalgeschichte haufenweise Bürger mit Pass, die nicht in das Schema des baskenmützentragenden Franzmann bzw. dem Gentleman mit Schirm, Charme und Melone passt. Die fallen da schon mal weg, gell.... :mrgreen: Oder wie wird da im Nordland unterschieden zwischen Ausländer, Franzose und Divers (=AFD).
Nordland hat geschrieben:die wahren Gründe
Wahr für wen?
Nordland hat geschrieben:Siehe EU-Institutionen, Medien, Kirchen usw. Das alles geschieht offen.
Dann sind das also dM. nach die "Cliquen". Ok.
Nordland hat geschrieben:hast du in letzter Zeit aus den Kirchen irgendetwas Migrationskritisches mitbekommen
Nein.
Nordland hat geschrieben:schäumende Pfaffen von der Kanzel verbreitete Hetze gegen alles, was nur den Anschein erweckt, nicht "bunt" zu sein?
Auch das nicht.
Nordland hat geschrieben:wahrheitsgemäß die Verbindung zwischen Taten wie in Straßburg und dem politischen Versagen in der Migrationspolitik aufzeigt
Die hat dann wohl in den 60´gern versagt:
Der Attentäter ist gebürtiger Straßburger. Die Eltern sind aus Marokko, also einem ehemaligen Kolonialgebiet eingewandert. Aufgewachsen in den Vororten, bekannter Mehrfachtäter, stand unter Beobachtung wg. seiner radikalen Ausrichtung.
Nordland hat geschrieben:als Einzelfälle und nicht mit dem Islam verbunden darstellt?
Wo ist das zB. passiert?
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Charon-
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Charon- » 19.12.18, 13:37

Nordland hat geschrieben: die in Teilen längst überfremdet sind und wo sich eine entsolidarisierte, heterogene, auf Partikularinteressen ausgerichtete Gesellschaft etabliert hat
Die sind seit 300 Jahren "überfremdet", liegt am Kolonialismus, die hatten ihre besten Zeiten als sie "überfremdet" waren, die Leute, die sich in letzter Zeit für entsolidarisieren aussprechen, sind eher diejenigen, für die Franzosen nur die Leute sind, die zwischen dem Elsass und den Pyrenäen geboren sind.
Nordland hat geschrieben: die Altparteien die Kombination aus Masseneinwanderung und laschen Einbürgerungsregelungen so gut finden.
Gibts das auch mit Zahlen, oder nur als Bauchgefühl? Wenns nur ein Bauchgefühl ist: Natürlich profitieren alle bis auf die AfD von den Stimmen eingebürgerter Menschen, das ist bei der Agenda der AfD auch kein Wunder.
Nordland hat geschrieben:Oder hast du in letzter Zeit aus den Kirchen irgendetwas Migrationskritisches mitbekommen
Klar, in Burma sind 2017 buddhistische Mönche gegen Einwanderer auf die Straße gegangen, aber ich vermute eher du meinst die christliche Kirche. Die hat aber das Problem, dass sie, wie alle abrahmischen Glaubensrichtungen, einen allumfassenden Anspruch hat, die Gemeinschaft der Heiligen endet halt nicht an den Alpen, und das Bibelzitat ist halt auch nicht: "Lasset die Kinder zu mir kommen, aber nur die ortsansässigen, fremde Kinder sollen bitte bleiben, wo sie sind", von den Klassikern wie "Nächstenliebe und Fürsorge für die Armen" mal völlig ab.
Nordland hat geschrieben:wahrheitsgemäß die Verbindung zwischen Taten wie in Straßburg und dem politischen Versagen in der Migrationspolitik aufzeigt
Was für ein Versagen in der Migrationspolitik? Wie Tastenspitz schon schrieb: Der Täter war französischer Staatsbürger, ist in Frankreich aufgewachsen und zur Schule gegangen.
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von n18 » 21.12.18, 17:35

Nordland hat geschrieben:Wir lesen in unserem Grundgesetz: "Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden." – Art. 17 GG (= Petitionsrecht).
Wie und wo ist aber genau geregelt, wie ein Land (in dem Fall ja Deutschland) - für bestimmte Fragen "reagieren" soll ? Würde so eine Petition nicht bedeuten, dass "das Volk" dann ja direkt mitentscheiden würde, wie dies oder jenes geregelt werden soll - und in die Praxis auch ausgeführt ?

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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Tastenspitz » 23.12.18, 11:23

Blättern wir weiter bis zum Art. 45c. Und von da aus landen wir dann hier:

https://www.gesetze-im-internet.de/ggart45cg/index.html
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Nordland » 25.12.18, 19:51

Charon- hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:wahrheitsgemäß die Verbindung zwischen Taten wie in Straßburg und dem politischen Versagen in der Migrationspolitik aufzeigt
Was für ein Versagen in der Migrationspolitik? Wie Tastenspitz schon schrieb: Der Täter war französischer Staatsbürger, ist in Frankreich aufgewachsen und zur Schule gegangen.
Was für ein Unsinn, der Täter war muslimischer Migrant aus Nordafrika. Dass er in Frankreich geboren ist, zeigt, dass die kulturell-religiösen Prägungen eben aus der Heimat mitgenommen werden und dass keine Integration erfolgt. Sieht man ja auch an arabischen Migranten In Frankreich, selbst wenn diese keine Attentate begehen. Es sei nur an den massiven Antisemitismus und an die hohe Zahl an Jugenddelinquenz (Banlieus) hingewiesen. Und dass er einen französischen Pass hatte, zeigt, dass die Staatsbürgerschaften viel zu leicht vergeben wurden und werden.

Die Politik hat vollkommen versagt, weil sie immer noch dem Irrglauben an eine Integration nachhängt anstatt die einheimische Bevölkerung wirklich zu schützen: Durch eine klare Ausrichtung auf Remigration und Reintegration. Man reitet aber weiter das tote Pferd der Integration, dabei hat es nie eine Integration von Muslimen gegeben. Daher baut auch der Migrationspakt auf einer immensen Lüge auf: Es gibt keine Integration größerer Gruppen kulturfremder Migranten. Der Fokus sollte daher auf einer Verhinderung weiterer Einreise und auf Remigration liegen.
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Charon- » 26.12.18, 06:21

Nordland hat geschrieben:der Täter war muslimischer Migrant aus Nordafrika. Dass er in Frankreich geboren ist,
..und in Frankreich zu Schule gegangen ist, die französische Staatsbürgerschaft besitzt...der klassische Migrant halt, kennt man ja, diese Leute die ihr ganzes Leben vor Ort verbracht haben, und so tun, als wären sie keine Migranten. Der Müller von nebenan ist auch so einer, hier vor Ort geboren, deutsche Staatsbürgerschaft, der typische Migrant halt. :ironie:
Nordland hat geschrieben:Es sei nur an den massiven Antisemitismus und an die hohe Zahl an Jugenddelinquenz (Banlieus) hingewiesen
Stimmt, ganz anders da der jugendliche Rechtsradikale, der zeichnet sich durch hohe Toleranz und eine saubere Strafakte aus. :ironie:
Nordland hat geschrieben:anstatt die einheimische Bevölkerung wirklich zu schützen
Erstmal muss die Politik feststellen, wer den wirklich einheimisch ist, und wer ein Migrant, die Staatsbürgerschaft oder der Geburtsort sind da ja keine Kriterien :lachen:.
Wird wohl mal wieder Zeit, die Stammbäume der Leute zu durchforsten.. :devil:
Nordland hat geschrieben:Der Fokus sollte daher auf einer Verhinderung weiterer Einreise und auf Remigration liegen.
Und wie hätte die Verhinderung weiterer Einreisen von Flüchtlingen jetzt die Attentate in Paris und Straßburg verhindert, die von Leuten verübt wurde, die keine Flüchtlinge waren?
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Nordland » 26.12.18, 13:23

Charon- hat geschrieben:Und wie hätte die Verhinderung weiterer Einreisen von Flüchtlingen jetzt die Attentate in Paris und Straßburg verhindert, die von Leuten verübt wurde, die keine Flüchtlinge waren?
Warum redest du um den heißen Brei herum? Deine Aussage ist doch ganz klar: Alle dürften kommen, alle dürften bleiben. Und wenn von diesen Migranten Straftaten ausgingen oder (wie in Paris) reihenweise Menschen niedergemetzelt würden, dann sei die aufnehmende Gesellschaft daran schuld, weil die Leute ja teilweise in Westeuropa aufgewachsen seien. Diese habe es dann auch zu akzeptieren, wenn solche Attentate passierten, das sei eben der Preis, den man für das Ziel der Verwirklichung der real existierenden multikulturellen Gesellschaft zahlen müsse.

Und da bin ich eben anderer Meinung, auch wenn du es mir offenbar nicht zugestehst, anderer Meinung zu sein. Ich bin dafür, weitere kulturfremde Zuwanderung einzudämmen, keine Einbürgerungen mehr zuzulassen und auf Re-Integration zu setzen. Wie man das im einzelnen politisch rechtsstaatlich regelt, wird man eruieren müssen. Die zahlreichen wirklich integrierten Migranten, beispielsweise unter den Nachkommen kemalistischer Gastarbeiter in Deutschland, sind dabei überhaupt nicht Thema. Aber bloß, weil es Abgrenzungsschwierigkeiten gibt und man komplizierte Regelungen braucht, die dann auch nicht in hundertprozentiger Weise integrierte von nicht-integrierten Migranten trennen werden, ist es doch keine Lösung, Migration fälschlicherweise als etwas Naturgegebenes zu sehen, das alternativlos sei und das man zu akzeptieren habe.
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Charon- » 26.12.18, 14:26

Nordland hat geschrieben:dann sei die aufnehmende Gesellschaft daran schuld, weil die Leute ja teilweise in Westeuropa aufgewachsen seien
Natürlich, wenn sich Jugendliche radikalisieren, weil sie sich von der Gesellschaft abgehängt fühlen, dann ist es Aufgabe der Gesellschaft, sich damit auseinanderzusetzen. Die Frage, die sich stellt ist maximal "wie", aber nicht "ob". Und da spielt es keine Rolle, ob ein Jugendlicher Adolf Hitler oder Osama bin Laden in seinem Zimmer hängen hat, und ob er den Hitlergruß oder "Allahu Akbar" loslässt, denn beides sind nur Symptome für das selbe Problem: Die Leute sind unzufrieden mit dem bestehenden System, glauben aber, nur auf diese Weise eine Änderung herbeiführen zu können.
Nordland hat geschrieben:auch wenn du es mir offenbar nicht zugestehst, anderer Meinung zu sein
Keine Ahnung, wo du diese Idee her hast.
Nordland hat geschrieben:weitere kulturfremde Zuwanderung einzudämmen, keine Einbürgerungen mehr zuzulassen und auf Re-Integration zu setzen
Habe ich alles verstanden, Problem ist nur: Das alles löst das Problem nicht. Selbst wenn man alle Flüchtlinge im Meer ertränkt und alle Leute mit Aufenthaltstiteln gleich hinterhergetrieben hätte, die meisten Attentäter hätte das nicht aufgehalten, denn die waren Staatsbürger europäischer Staaten. Und da bringt es wenig, darauf zu bestehen, diese Staatsbürger seien ja auch "Migranten" gewesen, weil es an der Einordnung nichts ändert.
Nordland hat geschrieben: Migration fälschlicherweise als etwas Naturgegebenes zu sehen, das alternativlos sei und das man zu akzeptieren habe.
Migration ist etwas naturgegebenes, die Isolation ist der unnatürliche Zustand, der konstante Aufrechterhaltung benötigt. Aber nochmal: Das Problem sind nicht Migranten oder Flüchtlinge, sondern radikalisierte Personen und Gruppen, die der Meinung sind, ihre eigene Gesinnung mit Gewalt durchsetzen zu müssen. Und da ist es egal, ob es sich um Islamisten oder NSU-Radikale handelt (oder auch, wie wir wahrscheinlich bald wieder erleben werden, Katholiken und Protestanten, was das angeht). Und genau bei dieser Radikalisierung hilft Abschottung und Ausgrenzung gar nichts, weswegen halt auch neben dem Thema liegt, zu sagen, wenn wir nur die Grenzen zu machen, gibt es auch keine Anschläge mehr. Die Fakten zu den Anschlägen zeigen, dass das ein Irrtum ist.
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Nordland » 26.12.18, 21:15

Charon- hat geschrieben:Migration ist etwas naturgegebenes, die Isolation ist der unnatürliche Zustand,
Das ist falsch. Erinnert ein wenig an die Thesen im Sozialismus, dieser sei das an sich besser funktionierende Wirtschaftssystem, was durch allerhand Bücher und Theorien belegt werden konnte, die allesamt kompletter BS waren. Oder man denke an frühere Zeiten, in denen kein Zweifel daran bestand, dass die eigene Nation die von Gott auserwählte, überlegene Nation sei. Das war auch so klar, dass dieses Denken zu Weltkriegen führte, es war jedoch auch BS.

Ähnlich ist es mit deiner These, Migration sei etwas Naturgegebenes. Das Gegenteil ist richtig, das, was du "Isolation" nennst, ist der Normalzustand: Das danische Volk lebt in seinem dänischen Staat und dort bestimmt die dänische Kultur das Bild. Das polnische Volk lebt in seinem Staat usw. Heißt: Die Völker der Welt leben idR in ihrem eigenen Staat und daraus ergibt sich eine gemeinsame Weltordnung, die die Souveränität der Völker in ihren Nationen garantiert. Das alles tust du mit einem Satz ab; du sagst, es bestehe keine Souveränität bzw. keine Einheit von Staatsvolk und Staatsgebiet, alle Menschen könnten überall hingehen.

Was du meintest waren Völkerwanderungen vor tausenden von Jahren, die ganz anders abliefen. Manchmal suchten sich Völker neue Gebiete, es ging ums Überleben, niemals um Integration in andere Kulturen. Noch 1950 lebten auf der Welt cirka 2,5 Mrd. Menschen, in der wahnsinnig kurzen Zeitspanne bis heute hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht! Aktuell werden 7,67 Mrd. Menschen mit steigender Tendenz gemeldet. Wenn wir unseren Wohlstand für die Menschen öffnen, werden wir maximal einen Bruchteil der Menschen versorgen, wir machen aber unsere Strukturen kaputt und werden am Ende niemandem mehr helfen können.

Dass Menschen wie du das alles in Kauf nehmen, nur weil sie einem Irrglauben an eine multikulturelle Welt nachhängen und sich selbst als besser dastehend glauben, weil sie sich diesem Zug anschließen, macht einen fassungslos.
Es ist unser Land.

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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von fool1 » 27.12.18, 03:30

Moin!

@Nordi

Fragen beantworten ist ja, wie man auch in diesen Thread sieht, nicht deine Stärke. Aber erneut, zum wiederholtem male, wann ist man nun ein Deutscher?
Ist dies jetzt wirklich eine Sache der Rassenkunde wie du hier zwischen den Zeilen durchblicken lässt?

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
Karl Kraus (1874 - 1936)

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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Charon- » 27.12.18, 06:25

Nordland hat geschrieben:Das danische Volk lebt in seinem dänischen Staat und dort bestimmt die dänische Kultur das Bild.
Gutes Beispiel: Der "dänische" Staat ist kein fester Zustand, noch vor 200 Jahren erstreckte sich der dänische Staat bis weit ins heutige Schleswig-Holstein und umfasste auch Teile des heutigen Schweden. Auch heute noch gibt es in diesen Gebieten dänische Gepflogenheiten, dänische Sprache und umgekehrt gibt es im "dänischen Staat" Gebiete, in denen durchweg deutsch gesprochen wird und deutsches Brauchtum herrscht, ebenso wie Leute aus Deutschland nach Dänemark und von Dänemark nach Deutschland ziehen. Die Grenze hingegen, die den "dänischen" Staat ausmacht, ist ein willkürliches, künstliches Konstrukt, welches diesen Fluß aufhalten soll.

Das heutige Polen ist übrigens noch viel jünger (und genauso willkürlich gezogen), und auch dort gibt es Abwanderung und Zunwanderung.
Nordland hat geschrieben:in der wahnsinnig kurzen Zeitspanne bis heute hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht
Absolut richtig, und das ist ein Problem, tatsächlich sogar das große Problem unserer Zeit.
Nordland hat geschrieben:nur weil sie einem Irrglauben an eine multikulturelle Welt nachhängen und sich selbst als besser dastehend glauben
Du wirfst mir vor, ich würde dir deine Meinung nicht gönnen, aber schreibst mir vor, welche Meinung ich zu haben habe?
Nordland hat geschrieben:werden wir maximal einen Bruchteil der Menschen versorgen, wir machen aber unsere Strukturen kaputt und werden am Ende niemandem mehr helfen können.
Weil wir den Menschen so viel helfen, wenn wir unsere Grenzen dichtmachen?
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Tastenspitz » 27.12.18, 09:42

@Charon:
Mit Nordland zu diskutieren macht auf lange Sicht keine Freude.
Er greift nur Dinge auf, die er in seiner Welt beantworten kann. Unliebsame Nachfragen oder Fragen nach Quellen bleiben meist unbeantwortet.
Zugeben, dass er falsch liegt kann er auch nicht. Auch wenn es einen förmlich anspringt. Wenn das der Fall ist, geht er meist dazu über einem zu unterstellen, keine Ahnung zu haben ,ignorant zu sein oder er wechselt zu einem ihm genehmeren Thema.
Paradebeispiel
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Nordland » 28.12.18, 13:24

Charon- hat geschrieben:Gutes Beispiel: Der "dänische" Staat ist kein fester Zustand, noch vor 200 Jahren erstreckte sich der dänische Staat bis weit ins heutige Schleswig-Holstein und umfasste auch Teile des heutigen Schweden. Auch heute noch gibt es in diesen Gebieten dänische Gepflogenheiten, dänische Sprache und umgekehrt gibt es im "dänischen Staat" Gebiete, in denen durchweg deutsch gesprochen wird und deutsches Brauchtum herrscht, ebenso wie Leute aus Deutschland nach Dänemark und von Dänemark nach Deutschland ziehen. Die Grenze hingegen, die den "dänischen" Staat ausmacht, ist ein willkürliches, künstliches Konstrukt, welches diesen Fluß aufhalten soll.
Aha, du erkennst also an, dass es dänische Sprache, dänische Kultur usw. gebe und dass man über die Grenzen der Nationen eben diese kulturellen Grenzen abstecken müsse - selbst wenn es immer Überschneidungen gibt. Keine Grenze ist perfekt, aber deswegen keine Grenzen zu haben ist auch falsch.

Warum erhalten wir nicht einfach die kulturellen Identitäten der europäischen Völker und stoppen die Masseneinwanderung sowie die Zentralisierung in Richtung Brüssel? Letztendlich wollen die AfD und die Pegida-Demonstranten genau dies.
Charon- hat geschrieben:Absolut richtig, und das ist ein Problem, tatsächlich sogar das große Problem unserer Zeit.
Da sind wir tatsächlich mal einer Meinung.
Charon- hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:werden wir maximal einen Bruchteil der Menschen versorgen, wir machen aber unsere Strukturen kaputt und werden am Ende niemandem mehr helfen können.
Weil wir den Menschen so viel helfen, wenn wir unsere Grenzen dichtmachen?
Die Staaten müssen auf eigenen Beinen stehen. Wir können eh maximal einen geringen Bruchteil der Leute aufnehmen. Wie soll es denn den Herkunftsländern helfen, ein paar Migranten bei uns zu versorgen, wenn dann nur noch mehr Leute weggehen und niemand am Fortkommen der eigenen Nation interessiert ist?
Es ist unser Land.

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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Charon- » 28.12.18, 17:26

Nordland hat geschrieben:Aha, du erkennst also an, dass es dänische Sprache, dänische Kultur usw. gebe
Soweit ja, genauso wie es eine friesische Sprache und Kultur gibt, aber deswegen gibt es noch lange keine Landesgrenze um die Friesen.
Nordland hat geschrieben:dass man über die Grenzen der Nationen eben diese kulturellen Grenzen abstecken müsse
Nee, genau das nicht. Man muss keine Grenze abstecken, und tut man es doch, ist das ein unnatürlicher Zustand, der immer wieder erneuert werden muss, weil er sich sonst selbst abschafft. Deswegen ja das Beispiel Dänemark: Momentan ist die Grenze ein Strick auf der Karte und eine Beschränkung der behördlichen Zuständigkeiten, aber gerade bei letzterem wird immer mehr daran gearbeitet, die Übergänge fließend zu machen und die Regelungen anzugleichen, wo es geht, denn von der Lebensart, der Sprache und dem Verhalten her ist es extrem schwierig, ohne Karte festzustellen, ob man sich nun in Dänemark oder in Deutschland aufhält, weil es da keine großen Unterschiede gibt.
Nordland hat geschrieben:aber deswegen keine Grenzen zu haben ist auch falsch.
Warum? Warum ist das falsch?
Nordland hat geschrieben:Warum erhalten wir nicht einfach die kulturellen Identitäten der europäischen Völker
Und welche Identitäten sollen das sein? Sind Menschen im Saarland Deutsche, oder doch eher Franzosen? Warum sollte man die Bundesrepublik bewahren, warum nicht das viel ältere Austrasien mit seinen viel älteren kulturellen Eigenarten? Warum müssen Sorben Deutsche sein, warum nicht ein eigener Staat, wie sie es einmal waren? Letztendlich ist "die Erhaltung der kulturellen Identitäten" doch nur ein Ausdruck für "lassen wir alles so, wie es die letzten paar Jahre war", und mit der Argumentation könnte man auch einfach Deutschland wieder unter England, Frankreich, den USA und Russland aufteilen.
Nordland hat geschrieben:Wie soll es denn den Herkunftsländern helfen, ein paar Migranten bei uns zu versorgen, wenn dann nur noch mehr Leute weggehen und niemand am Fortkommen der eigenen Nation interessiert ist?
Das kann schon damit anfangen, dass Leute bei uns Ausbildungen erhalten, die sie im Herkunftsland gebrauchen können bzw. nicht kriegen können. Entsprechend kann es dann auch helfen, wenn die Leute im Rahmen der Ausbildung oder in der Beschäftigung Geld verdienen, von dem sie Anteile in das Heimatland überweisen, weil das den Leuten vor Ort hilft. Und wenn die Lage sich beruhigt hat, kann man evtl. dem Betroffenen mit Geld den Anreiz bieten, in die Heimat zurückzukehren und sich dort mit dem Gelernten eine Existenz aufzubauen. Das muss nicht so sein, kann aber, und die Chance ist deutlich höher, dass so etwas eintritt, wenn man Leute aufnimmt, als wenn man alle Flüchtlinge abweist, dann ist die Chance nämlich Null.
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Re: (K)Eine Petition gegen den Migrationspakt

Beitrag von Old Piper » 29.12.18, 08:37

Nordland hat geschrieben:Warum erhalten wir nicht einfach die kulturellen Identitäten der europäischen Völker und stoppen die Masseneinwanderung sowie die Zentralisierung in Richtung Brüssel? Letztendlich wollen die AfD und die Pegida-Demonstranten genau dies.
Wenn der dumpfbackige Pegida-Mob stellvertretend für "unsere" kulturelle Identität sein soll, dann sollte man die auf gar keinen Fall erhalten. "Sie haben mich ins Gesicht gefilmt..." - Da hört sich sogar der Ruf des Muezzins sympathischer an.

Und überhaupt - "Masseneinwanderung" scheint Ihr Lieblingswort zu sein - noch lieber mit dem Zusatz "ungesteuert"
Ich persönlich stehe ja eher auf "sanfte Meeresbrise am Südseestrand"
Beides haben wir in Deutschland nicht.
MfG
Old Piper
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