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recht.de • Thema anzeigen - Erfolg stillschweigender Drohung ohne Strafbarkeit
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BeitragVerfasst: 09.03.15, 04:07 
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Beiträge: 831
Hallo,

ich weiß nicht recht wie ich es betiteln soll nur ist mir beim Grübeln mal wider etwas aufgefallen, was mir nicht schlüssig vorkommt.
Ein wenig hat es auch mit dem zu tun, was der Zeuge bei Gericht befürchtet, wenn er gegen eine "Großfamilie" aussagen soll.
(War hier gestern Thema)

Hier steht schnell die unausgesprochene Drohung im Raum dem Zeugen ein Übel anzutun, wenn die Aussage nicht im Sinne des Angeklagten erfolgt.
Das erkennen wir sofort als verwerflich und nicht im Sinne der Rechtsordnung. entsprechend die Hinweise an den Zeugen.
Vater Staat möchte sich dem nicht beugen - Gut und Böse sind leicht ausgemacht.

Würde die Drohung den Bereich des unscharfen, ja nur der drückenden Stimmung verlassen, wäre schnell eine rechtliche Handhabe gefunden.
:arrow:
Wie anders (wie man hier an den Reaktionen wahrscheinlich schon merken kann) verhält sich die Öffentliche Meinung und die Handhabe bei einem meiner Lieblingsdelikte,
dem Prozessbetrug!

Damit der Prozessbetrug überhaupt auch nur in eine Versuchsphase geschweige denn zur Vollendung kommen kann - also strafbar werden - muss es logischer weise zunächst zu einem Proßess kommen.
Wie ist es aber im Zivilrecht wenn der Anwalt erkennt, dass die Gegenseite gute Chancen hat mit gezielten Lügen und falscher Aussagen eine Forderung abzuwehren.
- oder eine solche Drohung bereits offen im Raum steht.

Es wird dem Mandanten wohl anzuraten sein - allein schon in Hinblick auf das Kostenrisiko - vom gesamten Klagevorhaben abzusehen oder einen Vergleich anzustreben.


Prinzipiell st die Situation kaum anders als beim Zeugen im Mafiaprozess - nur, dass die öffentliche Meinung das Verhalten des Nötigers akzeptiert - ja, der Gesetzgeber im Kostenrecht gar das Rüstzeug liefert.

Ist es unter diesem Gesichtspunkt nicht falsch das Versuchsstadium des Prozessbetrugs erst im Prozess zu setzen?

_________________
:arrow: Klar, man kann sich jetzt so anstellen als verstünde man nicht, was ich ausdrücken will - aber mehr Mühe gebe ich mir nicht mehr. Dafür ist der Anteil vorsätzlicher professioneller "Nichtversteher" hier zu hoch....


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BeitragVerfasst: 20.03.15, 12:03 
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Beiträge: 346
Wohnort: Cologne, Germany
Und was möchten Sie jetzt hören bzw. lesen?

Ja, Nein, Vielleicht?

_________________
Der verfasste Beitrag stellt meine Meinung zu dem Thema dar. Ich bin kein Rechtsgelehrter.


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BeitragVerfasst: 06.10.15, 09:45 
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Beiträge: 179
Guten Morgen, istdasso?,

obgleich ich meine, Ihre Frage zu verstehen, ist sie für meine Lesart doch etwas zerklüftet und umrankt gestellt.

Die Frage:
>>Ist es unter diesem Gesichtspunkt nicht falsch das Versuchsstadium des Prozessbetrugs erst im Prozess zu setzen?>>

ist aus meiner Sicht ausschließlich dem Wortsinn/der Begrifflichkeit nach zu beantworten:

Prozessbetrug kann erst im = während (des) Prozess/es entstehen - alles (Drohungen, subtil oder offen), was vorher gelaufen ist, bzw. geduldet wurde, ist außergerichtlich.

Nichtsdestotrotz lese ich aus Ihrem post, dass Ihnen eine vorherige Kommunizierung (wenigstens) schriftlicher Natur - und sei es protokollarisch - wichtig erscheint und bereits vor dem Prozess erfolgen sollte, damit diese dann flankierend ein Gesamtbild ergibt, bzw. ergeben kann, welche eine Entscheidungsfindung/Urteil erleichtert.

Dem stimme ich zu; jedoch in Zeiten der allgemeinen Dokumentationspflicht wird hier sehr sicher eine eventuelle Überforderung angeführt werden;).

Freundliche Grüße
Marie-Luise


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BeitragVerfasst: 13.01.17, 03:59 
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Registriert: 12.01.17, 11:07
Beiträge: 14
Ich denke das kann so nicht gesehen werden. Es wird ja keine konkrete Dorhung ausgesprochen. Sonst kann ja jeder jeden verklagen oder rechtlich gegen ihn vorgehen, weil er meint es gäbe eine Drohung


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