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recht.de • Thema anzeigen - Totale Überwachung: Pro und Contra
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 Betreff des Beitrags: Totale Überwachung: Pro und Contra
BeitragVerfasst: 20.12.16, 09:20 
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Hallo,

im Zuge der leider immer häufiger statffindenden Terroranschläge, habe ich mich gefragt, warum besonders in Deutschland nicht viel mehr überwacht wird.

Ich habe überlegt, wo mich eine totale Überwachung stören würde.

Mit der totalen Überwachung meine ich, dass sämtlicher Datenverkehr beim Surfen geloggt wird, Telefonate abgehört werden, SMS/Whatsapp-Nachrichten gelesen werden, E-Mails gelesen werden, an wirklich jeder Ecke eine Überwachungskamera installiert wäre, Kontobewegungen kontrolliert werden, Internetkäufe überwacht werden ... usw. usf. Es gibt ja noch zig weitere Dinge, die dazu gehören und die man machen könnte.

Dann kam ich zu dem Schluss, dass es mich nur stören würde, wenn jemand filmen würde, wenn ich 6 hätte oder wenn ich aufs Klo gehen würde.

Ich denke, dass ein wirklich unbescholtener Mensch, der niemanden umbringen, vergewaltigen, foltern ... würde, nichts zu verheimlichen hat.

Was meint ihr? Wo liegen die Pros und Contras?

Würde eine totale Überwachung die Welt sicherer und besser machen?

Gruß


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BeitragVerfasst: 20.12.16, 10:32 
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Da die Wahrscheinlichkeit bei einem Attentat zu sterben bei 1:80 Millionen liegt, nehme ich diese "Gefährdung" lieber in Kauf, als einen lückenlosen Stasi-Staat mit flächendeckender Kameraüberwachung und lückenloser Kontrolle.

_________________
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)


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BeitragVerfasst: 20.12.16, 10:55 
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Ronny1958 hat geschrieben:
Da die Wahrscheinlichkeit bei einem Attentat zu sterben bei 1:80 Millionen liegt, nehme ich diese "Gefährdung" lieber in Kauf, als einen lückenlosen Stasi-Staat mit flächendeckender Kameraüberwachung und lückenloser Kontrolle.

Vor allen Dingen würde das überhaupt nicht helfen. Es würde nur die drangsalieren, die keine entsprechende Anschläge verüben. Die anderen entziehen sich einfach entsprechend dem System dieser Überwachung durch Verzicht...

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


Zuletzt geändert von windalf am 20.12.16, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:01 
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Wir haben doch Paradebeispiele (Siehe Syrien, China, Rußland, Türkei) wo die Überwachung (So wie bei uns früher die Stasi, Nazis) dazu genutzt wird jeglichen (freiheitsliebenden aus Sicht des jeweiligen Machthaber) Querulanten umzubringen oder wenn dieser Glück hat nur mundtot zu machen, damit er keine Gefahr mehr darstellen kann.
Es setzen heute soviele Leute einfach voraus, nur weil wir etwas über 70 Jahre hier frieden hatten, dass wir auch Morgen einen Wohlwollenden fürsorglichen Rechtsstaat haben, weil die Gefahren bewußt/unbewußt ausgebledet werden. Die Geschichte belehrte uns halt was anderes!
Nur hatten die Bürger z.B in der Weimarer Zeit nicht die Möglichkeit Filme Fotos anzusehen, worauf abzuleiten wäre wohin Hass, Menschenverachtung und Ignoranz führen kann.
Es ist wie immer im Leben: Risiken bieten Chancen und Nutzen. Gebe ich dem Staat heute messerscharfe Waffen, brauche ich mich natürlich morgen nicht wundern, wenn der Staat Morgen die Waffe anwendet. Nur ob so wie erhofft und gewünscht- wenn es gegen einem selbst gerichtet wird, wäre die Frage! Rückgängig zu machen wäre es jedenfalls dann nicht mehr.
Ich denke dieser Satz "Ich habe ja nix zu verbergen" deutet darauf hin, dass man sich eben vollumfänglich keine Gedanken zu den Risiken gemacht hat oder man diese Risiken nicht sehen will.


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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:27 
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Manche in ehemalig totalitären Staaten Sozialisierte haben eben bereits vergessen, welche Gefahren ein sog. "starker Staat" mit sich bringt.

Nicht anders ist diese insbesondere bei ehemaligen Sowjet-Bürgern und ehemaligen DDR-Bürgern zu beobachtende Affinität zu DEM totalitären Machthaber des 21. Jahrhunderts (Wladimir Putin) und die ebenfalls zu beobachtende Sympathie für reaktionärer werdende Staaten wie Polen und Weißrussland zu erklären.

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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:34 
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Ronny1958 hat geschrieben:
Manche in ehemalig totalitären Staaten Sozialisierte haben eben bereits vergessen, welche Gefahren ein sog. "starker Staat" mit sich bringt.

Nicht anders ist diese insbesondere bei ehemaligen Sowjet-Bürgern und ehemaligen DDR-Bürgern zu beobachtende Affinität zu DEM totalitären Machthaber des 21. Jahrhunderts (Wladimir Putin) und die ebenfalls zu beobachtende Sympathie für reaktionärer werdende Staaten wie Polen und Weißrussland zu erklären.

Das Hauptproblem an einem totalitären Staat ist auch nicht das er totalitär an sich ist, sondern dass es dann ziemlich schnell dafür sorgt den Bürgern Vorschriften zu machen was vermeintlich gut und schlecht ist und wer wie zu Leben hat und sich nicht darauf beschränkt die Grundregeln (sowas wie Morden unterbinden, Verträge sind einzuhalten usw.) des Zusammenlebens zu überwachen.

Vom Prinzip her steuern wir mit der Bargeldabschaffung ja schon in eine entsprechende Richtung. Hat der Staat die Macht zu sehen wofür wir unser Geld ausgeben kann er relativ schnell sagen diese Präferenzen gefallen ihm nicht und im "vermeintlichen Bürgerinteresse" gegensteuern...

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:40 
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Bud Hill hat geschrieben:
Mit der totalen Überwachung meine ich, dass sämtlicher Datenverkehr beim Surfen geloggt wird, Telefonate abgehört werden, SMS/Whatsapp-Nachrichten gelesen werden, E-Mails gelesen werden, an wirklich jeder Ecke eine Überwachungskamera installiert wäre, Kontobewegungen kontrolliert werden, Internetkäufe überwacht werden ... usw. usf. Es gibt ja noch zig weitere Dinge, die dazu gehören und die man machen könnte.

Das Problem dabei ist aber das man dann auch die entsprechenden Kapazitäten benötigt um aus dem entstehenden riesigem Datengebirge die nötigen Informationen rauszubekommen.
Das fängt schon damit an das Teile der Daten erst entschlüsselt werden müssen (geht das in vertretbarer Zeit?) und die große Frage wird ja sein, was suche ich eigentlich? Klar kann ich nach jedem Suchen der C4 oder TNT bestellt oder die nötigen Chemikalien. Nur wie will ich jemanden finden der spontan entscheidet einen LKW zu klauen und damit in eine Menschenmenge zu fahren? Oder mit einer Axt durch einen Zug rennt und auf alles und jeden einschlägt?
Und windalf hat das größte Problem schon genannt, der der es wirklich will wird immer einen Weg finden sich dem zu entziehen.


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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:46 
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windalf hat geschrieben:
Vom Prinzip her steuern wir mit der Bargeldabschaffung ja schon in eine entsprechende Richtung. Hat der Staat die Macht zu sehen wofür wir unser Geld ausgeben kann er relativ schnell sagen diese Präferenzen gefallen ihm nicht ...

Das mit dem "Besitz" ist sicherlich die eine Sache. Eine andere ist, wenn ein Staat oder besser Machthaber bestimmen ähnlich wie Gott: Du hast ein recht auf leben und du aber nicht! Dann ist der Unterschied zu einem Terroristen aber auch nicht mehr so weit :shock:


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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:52 
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Schaut nur mal an den Bosporus, dann wisst Ihr wie Diktaturen re(a)gieren.

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BeitragVerfasst: 20.12.16, 11:56 
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Bud Hill hat geschrieben:
...
Würde eine totale Überwachung die Welt sicherer und besser machen?

Gruß



Das ist hier rechtlich ausgeschlossen.

Es ist auch besser so, wenn man sich mal vorstellt, daß irgendwann ein Donald Trump oder Recip Erdogan auf die daten zugreifen kann. der Terror wird auch dieses Land bald radikalisieren.

Das BVerfG hat ein "Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung" geschaffen. Das lässt Eingriffe nur unter strikter Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu.


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BeitragVerfasst: 23.01.17, 11:59 
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Da ja etwas Wasser den Rhein runtergelaufen ist, ist es so dass Trump zumindest nach seiner Interpretation ja schon im Krieg mit den Medien ist. Wie schön und praktisch für ihn das die CIA bei der nun jetzt stattfindenden Jagt auf "die unehrlichsten Wesen" einen "Verbündeten" hat. Über F..book, Gezwitschere; W...App und den anderen Social Medienplattformen wird man endlich all den "Gegnern" beikommen und diese Eliminieren.
Damit bläst Trump ins gleiche Horn wie Assad und Putin oder die Chinesen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass eine AFD/NPD geführte Regierung mit der Meinungsfreiheit oder der Presse machen würde. Mir macht eine totale Überwachung und vor allem die Speicherung mit den zahllosen Verknüpfungsmöglichkeiten Angst.


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