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recht.de • Thema anzeigen - Online-Zahlung, keine Ware, Geld weg, Ansprechpartner unklar
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BeitragVerfasst: 24.12.16, 13:57 
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Hallo zusammen,

angenommen Person A möchte über eine Flug-Vergleichsseite F einen Flug buchen.
F bietet als einzige kostenlose Zahlungsmethode, das Online-Zahlungssystem der Firma Z (ein Pseudo-Vorkassesystem) an und empfiehlt diese auch.
A benutzt also am So, 18.12.2016 Z um von Bank B einen vierstelligen Betrag an F zu überweisen. Bei Bank B läuft die Freigabe der Transaktion über eine Push-Benachrichtigung und eine entsprechende Freigabe über eine mobile App.
A gibt also die Zahlung in der App frei. Unmittelbar ist für A der Betrag also nicht mehr verfügbar und „quasi“ überwiesen.
Auf der Homepage von Z passiert aber zunächst nichts. Nach ca. 5 min wird angezeigt, dass die Transaktion fehlgeschlagen sei.
Ergebnis für A zu diesem Zeitpunkt: Geld weg, keine Buchung des Fluges. Eine andere Zahlungsart kann A nicht nutzen, da A den vierstelligen Betrag kein zweites Mal zur Verfügung hat.

A wendet sich zunächst an Z. Z antwortet, dass keine Bestätigung der Überweisung seitens B erfolgt ist. Um das Geld zurückzuerhalten, solle A sich an F wenden.
A hat sich bereits mit einem Schreiben über das Kontaktformular an B gewendet, da es sich für A im Moment so darstellt, dass B hier der Schuldige für die fehlgeschlagene Transaktion ist. (Aus Erfahrung weiß A, dass B für die Rückbuchung einer Überweisung 20 Euro Gebühr verlangt.) Da A nicht bereit ist, für den Fehler durch B 20 Euro Gebühr zu zahlen, hat A verlangt, dass der Betrag durch B kostenfrei zurückgebucht wird.
Bisher keine Antwort von B. Telefonisch ist B nicht zu erreichen.

F bietet nicht einmal eine Telefonnummer an. (A sieht den Fehler nicht bei F, sondern bei B oder ggf. noch bei Z.)
EDIT: A hat sich jetzt doch noch schriftlich an F gewandt und das Geld zurückgefordert. Bisher keine Antwort, da auch erst vor wenigen Minuten passiert.

A sieht bei sich keinen Fehler für die fehlgeschlagene Transaktion, da alle Schritte sehr zügig durchgeführt wurden. A steht nun zwischen den Stühlen von drei Unternehmen, die alle (vermutlich) alle die Schuld von sich weisen. A ist dabei der Blöde.
Inzwischen ist der gewünschte Flug nicht mehr verfügbar und nicht mehr buchbar. Der Schaden für A ist schlecht in Zahlen zu fassen, da nur Flüge mit deutlich längerer Flugdauer noch verfügbar sind.

Wer trägt hier die Schuld?
Wie sollte sich A verhalten? An wen sollte sich A wenden?
Was kann A als Entschädigung fordern? Wie ist die Rechtslage?

Vielen Dank für eure Hilfe
FrederikR


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BeitragVerfasst: 24.12.16, 21:16 
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Das Geld ist von der Hausbank weg und beim Empfänger angeblich nicht angekommen; da muß ein Nachforschungsantrag gestellt werden, wo die Hausbank das Geld hin überwiesen hat und der Zahlungsempfänger ist dann aufzufordern, den jetzt zu Unrecht erhaltenen Betrag zurück zu überweisen.

Fehlerquellen gibt es hier viele, unter anderem, dass der Kunde bei der Überweisung falsche Daten des Empfängers oder falsche Daten hinsichtlich von Kunden-/Buchungsnr. etc. angegeben hat und daher keine ordnungsgemäße Zubuchung möglich war.

Wenn fehlerhafte Angaben bei der Überweisung gemacht wurde, hat der Kunde das Problem.
A wendet sich an seine Hausbank und lässt sich bestätigen, welcher Geldbetrag an welchen Datum welchem Zahlungsempfänger zur Zahlung angewiesen wurde und kontrontiert damit dann den Zahlungsempfänger.
Welche Entschädigung? Welcher Schaden ist denn entstanden?
Abschließend: wir sind mitten in Weihnachten und da sind bei den allermeisten Firmen die Buchhaltungen auf das Minimalste nur besetzt; eine Reaktion dürfte da erst in 2017 zu erwarten sein, sofern die Hausbank so schnell ist.


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 13:26 
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Baden-57 hat geschrieben:
Das Geld ist von der Hausbank weg und beim Empfänger angeblich nicht angekommen

Wo steht, dass der Empfänger das Geld nicht erhalten hat?
Der Empfänger F hat das Geld erhalten. Z hat nur von B die Bestätigung über die Zahlung nicht erhalten, daher konnte Z diese Bestätigung nicht an F übermitteln.

Baden-57 hat geschrieben:
Fehlerquellen gibt es hier viele, unter anderem, dass der Kunde bei der Überweisung falsche Daten des Empfängers oder falsche Daten hinsichtlich von Kunden-/Buchungsnr. etc. angegeben hat und daher keine ordnungsgemäße Zubuchung möglich war.

Dies ist nicht möglich, da die Zahlungsdaten nicht von A eingegeben und nicht von A verändert werden konnten. Die Zahlungsdaten wurden automatisiert von F an Z und von Z an B übermittelt.

Baden-57 hat geschrieben:
Wenn fehlerhafte Angaben bei der Überweisung gemacht wurde, hat der Kunde das Problem.

Es wurden keine fehlerhaften Angaben gemacht. A trifft hier gar keine Schuld. A ist nur der Leidtragende.

Baden-57 hat geschrieben:
Welche Entschädigung? Welcher Schaden ist denn entstanden?

A ist der Leidtragende, dass er jetzt seinem Geld hinterherrennen muss, auf Grund des Fehlers eines Dritten (z.B. B). Der Ganze Aufwand und der nicht mehr verfügbare Flug, ein möglicher Weise entgangener Urlaub. Ist schwer in Zahlen zu fassen, das ist klar, jedoch wie man es auch nimmt, ein Schaden, für den A nichts kann, aber den ganzen Ärger und die Beweislast hat.


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 13:45 
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Beiträge: 5241
Wohnort: Leverkusen
Wer für die fehlgeschlagene Überweisung Schuld trägt, die zudem noch einen Schadensersatzanspruch von A generieren soll, wird kein Forum dieser Welt klären können. Es sollte auch die letzte aller Fragen sein, die A beschäftigt.

Als allererstes muss geklärt werden, wohin das Geld überwiesen wurde, sofern die Überweisung überhaupt ausgeführt wurde. Diese Frage kann nur die ausführende Bank beantworten.

_________________
Ich habe meine Aktivitäten in diesem Forum zum 10.02.2017 eingestellt.
Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 25.12.16, 14:19 
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khmlev hat geschrieben:
Wer für die fehlgeschlagene Überweisung Schuld trägt, die zudem noch einen Schadensersatzanspruch von A generieren soll, wird kein Forum dieser Welt klären können. Es sollte auch die letzte aller Fragen sein, die A beschäftigt.

Als allererstes muss geklärt werden, wohin das Geld überwiesen wurde, sofern die Überweisung überhaupt ausgeführt wurde. Diese Frage kann nur die ausführende Bank beantworten.

Nein, die Frage ist geklärt. F hat das Geld erhalten. B ist weiterhin für die Feiertage nicht erreichbar, weder per Telefon noch per Mail.
F verlangt zur Rückbuchung einen Überweisungbeleg, den A aber nur bei B anfordern kann.
A hat jetzt einen Screenshot der Überweisung an F geschickt, in der Hoffnung, dass dies akzeptiert wird.

Von wem kann A die Zinsen fordern? Vom Schuldigen (was noch zu klären ist) oder von F, der das Geld jetzt ja bei sich auf dem Konto verzinst bekommen hat?


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BeitragVerfasst: 27.01.17, 14:35 
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A hat inzwischen den bezahlten Betrag von F zurückerhalten.

Der Flug inzwischen deutlich teurer geworden.
A hat den Flug nun bei einem anderen Anbieter (als F) zu einem höheren Betrag erworben.

Das Online-Zahlungssystem Z hat mitgeteilt, dass der Fehler während des Zahlungsvorgangs bei Bank B lag.
Bank B teilt mit, dass Sie Zahlungssystem Z nicht unterstützen und es funktionieren kann oder auch nicht...
Ein Urteil des Bundeskartellamts besagt, dass Bank B Zahlungssystem Z unterstützen MUSS.
Auf der Homepage von Zahlungssystem Z kann man prüfen, ob B unterstützt wird. Laut dortiger Auskunft funktioniert Z mit Bank B.

Sehr viele widersprüchliche Aussagen.
Von wem kann A die Mehrkosten zw. ursprünglichem und später teurerem Flugpreis fordern?

Danke!


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