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recht.de • Thema anzeigen - Kontoauflösung nach Todesfall. Fehler der Bank?
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BeitragVerfasst: 09.01.17, 20:15 
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Liebes Forum,

angenommen jemand ist verstorben und hat natürlich auch ein Bankkonto hinterlassen. Erbberechtigt wären laut Erbschein zwei Personen 50:50. Alles an Vorgängen wäre abgeschlossen BIS AUF ein Girokonto, auf dem noch ein wenig Geld belassen wurde, um vergessene Gläubiger noch zahlen zu können.
Ist es rechtens, wenn plötzlich nur einer der Erben das Konto einfach allein auflöst ud natürlich das Geld allein einheimst und die Bank das besseren Wissens einfach akzeptiert und ausführt? Alles selbstverständlich ohne Wissen und Einverständins des übergangenen Erben (der ebenfalls -noch- Kunde selbiger Bank ist). Was ist mit Banken und Vertrauen?

Ein wenig verwunderte Grüße
Die Wanderratte


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BeitragVerfasst: 09.01.17, 20:21 
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Beiträge: 6892
Hallo,

haben sich die Erben bei dieser Bank mittels des Erbscheins legitimiert und ist das Girokonto bereits auf die Erben umgeschrieben gewesen, bevor ein Erbe das Konto auflöste?

Abgesehen davon hat natürlich der andere Erbe einen Herausgabeanspruch von 50% des Guthabens an den kontoauflösenden Erben.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 09.01.17, 20:29 
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Beiträge: 23

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Beide Erben hatten sich legitimiert und sind nie alleine aufgetreten. Es war offensichtlich, dass es Streit zwischen den Erben gab. Das Konto wurde niemals umgeschrieben. Der übergangene Erbe ist selbst Kunde der Bank, während der andere Erbe das Konto alleine aufgelöst hat und sämtliches Geld abgehoben hat. Erst auf Nachfrage und stundenlangem Suchen wurde überhaupt nachgewiesen, dass der Verstorbene langjähriger Kunde der Bank war.


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BeitragVerfasst: 09.01.17, 20:44 
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Beiträge: 1181
Letztlich weiss nur die Bank, warum sie die Verfügung zugelassen hat. Nachfragen soll ja bisweilen schon geholfen haben.

Womöglich hatte besagte Person eine entsprechende Vollmacht?


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BeitragVerfasst: 09.01.17, 21:45 
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Themenstarter
Lach, natürlich war Nachfragen die erste Priorität. In der Filiale wollte man sich an den Kunden nicht erinnern. Dann hier und da telefoniert und plötzlich tauchte überhaupt ein Eintrag auf, dass es das Girokonto gab. Und natürlich dass es aufgelöst wurde. Allerdings ist nun die Bank am Zug und muss ihren eigenen Vorgang klären, wieviel, wohin, fehlende Kontrolle, Ausführender etc (Vollmacht gab es definitiv nicht, das war damals schon geklärt).
Es geht nicht immer um Geld, mehr um Vertrauen und fehlende Kontrollen (die bei einer anderen Bank mit gleichem Szenario so hervorragend funktioniert haben)

Ich danke für beide Antworten.


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 11:01 
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Beiträge: 1181
Als doch Kaffeesatzlesen am Stammtisch... :|

Daher nur: grundsätzlich ist jede Bank bestrebt, stets nur schuldbefreiende Verfügungen zuzulassen. Sie wird normalerweise prüfen bzw. geprüft haben, ob die Auszahlung an eine Person allein auch von einer alleinigen Verfügungsmacht dieser Person getragen ist/war.

Das lässt nur m. E. nur zwei Schlüsse zu:

1. Augenblicksversagen der Bank - hat sie halt einen Fehler gemacht, für den sie aber dann auch haftet (Stichwort: nicht autorisierte Buchung). Fehler passieren (leider). Ob man deswegen generell den Banken das Vertrauen abspricht, muss jeder für sich entscheiden

oder

2. die Bank hat keinen Fehler gemacht, da aus bislang dem TE (und dem Forum) nicht bekannten Gründen doch eine wie auch immer geartete wirksame Verfügungsmacht vorgelegen hat.


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 12:21 
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Beiträge: 4414
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Meiner Meinung nach, genügt es wenn ein berechtigter Erbe (Ich gehe davon aus dass ein Erbschein existiert) über das "Erbe" verfügen darf.
Alles andere wäre eine Erbauseinandersetzung unter den Erben. Damit hätte aber die Bank nix am Hut sondern das wäre einzig das Problem mit den verschiedenen Erben untereinander. Man könnte ja einen notariell beglaubigten Erbauseinandersetzungsvertrag aufsetzen nach dem eine Vermögensaufstellung gemacht worden ist. :wink:


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 15:15 
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Beiträge: 214
Zafilutsche hat geschrieben:
Meiner Meinung nach, genügt es wenn ein berechtigter Erbe (Ich gehe davon aus dass ein Erbschein existiert) über das "Erbe" verfügen darf.:


Da mehrere Erben eine Erbengemeinschaft bilden, dürfen mehrere Erben nur gemeinschaftlich über das Konto verfügen und nicht einzeln.

_________________
Nobody said that life would be easy.


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BeitragVerfasst: 11.01.17, 15:31 
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Registriert: 24.07.07, 09:47
Beiträge: 4414
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet
Hier etwas Lesestoff

Wie viele Erben hat denn die Erbengemeinschaft?
Was für Gründe könnten für und welche gegen ein auflösen des Kontos sprechen?
Wurde denn eine Vermögensaufstellung gemacht?
Gibt es in den AGB's der Bank Hinweise wie das mit dem Konto nach dem Tod des Kontoinhabers weiter läuft?


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BeitragVerfasst: 11.01.17, 20:47 
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Beiträge: 23

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Die Erbengemeinschaft besteht aus zwei gleichberechtigten Personen.
Gründe FÜR die Auflösung: Ist an der Zeit und sinnvoll
Gründe GEGEN eine Auflösung, der nicht beide beigewohnt haben: Das Geld wird ohne Anwälte und langwierige Vorgänge der zweiten Person niemals ausgezahlt werden und ist somit weg.
Aussage der Bank (sinngemäß): Das keine Erbschaftssteuer anfalle, müssten sie die anderen Personen nicht informieren (da diese ja sonst hätten zahlen müssen).

Aus den AGBs der Bank werde ich nicht wirklich schlau, als Bank- bzw Gesetzesdummie. Darf ich den entsprechenden Auszug hier hinein kopieren? Oder ist das nicht zulässig?


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